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Montag, 10. November 2014

Asperger und keine Rückischt

Manchmal frage ich mich, was das alles soll. Rücksicht ist nicht das was die Muggel kennen. Sie schauen einfach für sich. Für sie muss es stimmen. Frage, ob es für einen anderen stimmt, das ist nicht ihr Ding. Sie nehmen keine Rücksicht, auch wenn sie immer wieder behaupten, dass sie genau das tun.
Ich habe immer geschaut, dass es für die anderen stimmt. Das sie zu dem kommen, was sie wollen und brauchen. Nur, wer schaut für mich? Ich meine, werde ich ernst genommen, wenn ich sage das mit alles zu viele ist. Wenn ich was brauche? Nein. Wieso auch? Wer immer bekommt, der gibt nicht. Wieso sollte er auch geben? Er kennt ja nichts anderes, als nur zu bekommen.
Ich gab. Gab. Gebe aber nicht mehr. Denn, wieso sollte ich immer derjenige sein, der gibt und verzichtet? Nur, damit es andere besser haben. Auf meine Kosten. Das kann es nicht sein. Aber genau so kommt es mir vor. Ich dachte immer, das es ein Geben und Nehmen ist. Rücksicht eine Tugend sei. Aber ich irrte. Gewaltig. Denn ich wurde und werde einfach ausgenutzt. So komme ich mir vor.
Wieso also sollte ich Rücksicht nehmen? Ich sehe keinen Grund mehr. Ich muss zu mir schauen. Muss schauen, dass es für mich stimmt. Nicht für die anderen. Die können noch so klagen. Helft euch selbst, wenn ihr könnt. Ich tue es nicht mehr. Irgendwann ist alle Energie verbraucht. Nichts geht mehr. Aber sie wollen immer und immer mehr.
Ist das das Schicksal? Ich meine sind Autisten dafür da, das sie ausgenutzt werden? Die Muggel meinen, das wir nicht merken, das wir ausgenutzt werden. Sind die so doof? Ich denke ja. Das Problem aber ist, das wir, ich mich nicht wehren kann. Ich kann nicht NEIN, oder nur sehr schwierig, sagen. Das nutzten die Muggel wiederum schamlos aus. Für sie ist es super, wenn einer sich nicht wehren kann. Wenn er einfach immer alles macht, was verlangt wird. Doch die Frage ist, wie lange? Ich meine, wenn man nicht mehr mag und kann, kann man dann noch geben und tun? Nein. Kann man nicht.
Rücksicht ist das, was nicht existiert. Ich beobachte das immer wieder. Die Muggel tun einfach. Ihnen ist es egal, ob andere leiden müssen oder nicht. Die News sind da ein gutes Beispiel. Immer nur Strassenschlachten, Kriege, Demos. Das kann es auch nicht sein. Aber scheinbar ist das normal, das man sofort randaliert, wenn einem was nicht passt. Rücksicht? Fehlanzeige!
Das ist die Welt der Muggel. Ich mag sie nicht. Sie ist komisch und kalt. Sie ist rücksichtslos. Der Mensch zählt nicht. Nur das eigene Interesse. Nur das, was man will. Nicht die Gesamtheit zählt, sondern nur der Einzelne. Das ist für mich etwas, das Neu ist. Ich dachte immer, die Menschen helfen einander. Nehmen Rücksicht. Nein. Das tun sie eben nicht. Wieso sollte ich es also tun? Das ist nicht gut. Aber die Welt ist scheinbar so. Es geht immer nur um das, was der Einzelne will. Nicht das, was für das Kollektiv gut ist. Soweit können die Muggel nicht denken. Also nehmen sie keine Rücksicht. Wir sind dann die, die leiden müssen. Sie wollen uns nicht. Finden, wir sind komisch. Sind wir das? Nein, sie sind komisch. sie wissen es nur nicht. Das macht das Leben auch nicht einfacher. Denn die Muggel sind derer mehr. Wir müssten uns ihnen fügen. Aber wieso? Ich meine, haben nicht auch wir das Recht auf unser Leben? Ja, haben wird. Die Muggel meinen aber, sie müssten uns beibringen, was richtig und falsch ist. Sie selbst wissen es nicht. Sie nehmen keine Rücksicht. Tun nur so. Alles Theater.

Freitag, 7. November 2014

Asperger und keine Verbingung

Die Muggel interessieren sich nur für sich. Alle interessieren sich nur für sich. So kommt es mir vor. Wenn ich mich für andere einsetze oder interessiere, so ist das Ergebnis immer das selbe. Sie sind undankbar. Sie geben nicht, sie nehmen nur. Wieso also sollte ich immer nur geben, aber nie bekommen? Verbindungen aufrecht zu halten, ist nicht einfach. Das braucht sehr viel Energie. Energie, die ich nicht mehr bereit bin zu geben. Ausser für meine Frau. 
Keine Verbindung. Ja, das ist es, was weniger anstrengend ist. Ich schaue für mich. Nicht als Egoismus wie die Muggel, sondern, damit ich nicht zugrunde gehe. Denn ich kann nicht immer nur geben, und nie bekommen. Die Muggel, wenn sie was wollen, dann können sie nerven und stressen. Wenn ich was will, haben sie keine Zeit. Alles andere ist wichtiger. Auch hasse ich es, wenn ich unterbrochen werde. Dies einfach desshalb, weil ich es respektlos finde. Aber den Muggel ist das egal. Sie sie sie und nochmals sie. Nun, ich ich ich. Wieso nicht? Ich meine es ist ein Versuch wert. 
Ich verbinde mich mit mir selbst. Kurzschluss. Aber egal. Es muss sein. Kein Anschluss mehr. Erst wenn ich mal wieder ein positives Zeichen aus der Aussenwelt bekomme, dann verbinde ich mich wieder mit ihr. Aber so lange bin ich einfach mit mir. Keine Verbindung mehr. Nur noch das, was es unbedingt braucht. Ich renne keinem mehr hinterher. Wer was will, der kann warten. Wer nichts will, auch gut. 
Ich sehe mich nicht mehr als immer den, der alles regelt. Der für alle schaut und am Ende nichts hat und alle anderen alles. Hauptsache für das Muggel stimmt es. Nein, das läuft nicht mehr. Ich schaue zu mir. Tue was ich will. Rücksicht? Nur noch das Nötigste. Mehr nicht mehr. Besser ist, keine mehr. Aber das geht auch nicht. Aber es geht doch. Mal sehen. 
Ich weiss auch nicht, wieso die Muggel so komisch sind. Ist es die Dunkelheit? Ich denke ja. Sie haben Angst. Sie wissen es nur nicht. Ist es die Kälte. Wieso nicht? Sie spinnen die Muggel. Ich nicht. Ich bin einfach. Sehe mich nicht mehr als Teil der Welt an. Wieso auch? Was gibt sie mir, ausser Stress und zerbrochene Versprechen? Das muss nicht jeden Tag sein. Jede Woche. 
Nur, ich verstehe nicht, wieso das so ist. Verstehe nicht, wieso wer gibt, nie erhält. Vielleicht ist es so, das ich kämpfen muss. Um jedes kleine Bisschen. Um alles. Das kann es ja auch nicht sein. Aber wie es scheint, ist es so. Nun gut, dann sei es so. Aber ich kämpfe nicht für die anderen. Die sind mir egal. Sondern nur für mich. Schliesslich ist es mein Leben. Meine Energie. Nicht derer. 
Keine Verbindung. Das ist gut. Das befreit. Befreit vom Stress. Vom Druck immer für die anderen da zu sein. Immer nur für sie zu schauen. Das es für sie stimmt. Aber nicht für mich. Nun, ich schaue, dass es für mich stimmt, dann für mich und dann vielleicht für die anderen. 
Keine Verbindung. Wozu auch? Ich meine, ich sehe mich nicht als Opfer, sondern als einer der einfach immer nur ausgenutzt wird. Einer der immer rannte und alles tat, das die anderen es gut haben. Wer rennt für mich? Wer fragt, was ich brauche? Was ich will? Ausser meiner Frau niemand. Wieso sollten sie auch? Ich meine ich bin der der immer rannte. Der immer tat. Nicht sie. Sie haben sich daran gewöhnt, das ich alles für sie tue und sie nichts für mich. Schluss. 

Donnerstag, 6. November 2014

Asperger und die zerbrochenen Versprechen

Versprechen sind da, um gehalten zu werden. Versprechen abzugeben ergibt für mich keinen Sinn. Denn niemand kenn die Zukunft. Aber die Muggel machen sie immer und immer wieder. Sie versprechen Dinge, die sie nie halten werden und können. Dies weil sie nicht wissen, was kommen wird. Das weiss niemand.
Versprechen glaube ich. Dies obwohl ich weiss, das sie nie eintreffen werden. Ich sehe Versprechen auch nicht als Versprechen an, sondern als Information. Als eine Information die verbindlich ist. Doch enttäuscht werde ich immer und immer wieder. Ich weiss auch nicht, wie ich das immer wieder schaffe, mich zu motivieren und nicht einfach zu sagen, ich lasse es. Aber so bin ich nun mal. Einfach aufgeben, ist nicht mein Ding. Ich versuche jeden Tag von neuem mein Bestes zu geben. Auch dann, wenn ich weiss, das es mir nicht gelingen wird. Wenn ich weiss, das ich nicht mehr kann. So versuche ich es trotzdem.
Das ist nicht immer einfach. Denn ich muss mit meiner Energie auch behutsam umgehen. Jedes zerbrochene Versprechen kostet mich enorm viel Kraft. Kraft die ich nicht immer habe. Die ich nicht immer aufbringen kann und will. Denn, wieso sollte ich immer schauen, das es für die anderen stimmt, aber für mich überhaupt nicht. Ich mag es nicht, wenn ich mich immer auf andere verlassen muss. Wenn ich immer nur das gebraucht und gerufen werde, wenn was nicht passt und ich es wieder in Ordnung bringen muss. Wenn ich meinen Tag nicht selbst einteilen kann. Ich habe meine Tagesordnung, meine Zeiten, meine Regeln. Diese werden aber nicht beachtet. Nicht gefragt. Nun, das müssen sie auch nicht. Wer weiss schon von ihnen und wie sie lauten? Ausser ich. Aber dennoch ist es nicht einfach, gegen seine eigenen Regeln zu leben. Dies nur, damit es für die anderen stimmt. Das sie mir zerbrochene Versprechen geben können. Von denen ich von Anfang an weiss, das sie nicht gehalten werden können. Das ist nicht immer einfach. Denn ich weiss, das das Wenigste das mir versprochen oder gesagt wird, auch gehalten wird. Wieso sollte es auch? Ich meine, das Leben geht ja trotzdem weiter. Ja schon, aber die Frage ist wie? Verliere ich so nicht Stück für Stück das Vertrauen, das ich in all den Jahren wieder mühsam aufgebaut habe? Ich denke schon. Denn ich kann nicht immer nur an die Zukunft glauben, wenn der Glaube daran immer und immer wieder zerstört wird. Wenn ich nicht mehr dahin kann, wo ich hin möchte. Wenn ich einfach nur für mich sein muss. Das hat auch sein Gutes. Aber nicht immer. Ich bin nicht einer, der einfach so für sie arbeiten kann. Der einfach in einem Büro sitzen kann und so tun, als ob ich was tue. Nein, ich brauche den Austausch. Aber auch die neuen Denkansätze und Idee. Sonst muss ich alles alleine denken und erledigen. Aber für die Muggel scheint das ok zu sein. Hauptsache sie sind unter sich. Hauptsache es stimmt für sie. Ob es für mich stimmt?, wenn interessiert es schon?
Zerbrochene Versprechen sind für mich das, was die Muggel sehr gut können. Sie machen Hoffnung und lasse andere im Glauben, das alles gut kommt. Aber das stimmt nicht. Es sind falsche Hoffnungen. Falsche Versprechen. Falsche Gedanken. Für mich ist das sehr schwierig. Das ist auch der Grund, wieso ich niemals Versprechen gebe. Sie sind nicht logisch. Und sie brechen, das geht nicht. Das kann ich nicht. Also lasse ich es sein. Aber die Muggel lassen es nicht sein. Sie denken auch nicht darüber nach. Sie sagen Dinge einfach so. Bedenken nicht, dass das die Gedanken und Hoffnungen anderen zerstören kann. Das andere das glauben, was gesagt wird. Auch wenn ich weiss, das alles nie eintreffen wird, so ist der Glaube doch das Einzige was mich antreibt.

Dienstag, 4. November 2014

Asperger und anders sehen

Ich werde immer mal wieder gefragt, wie ich die Welt sehe. Nun, das ist nicht eifach. Denn ich weiss nicht wie die anderen die Welt sehen. Wer kann schon beschreiben, wie er die Welt sieht? Ich sehe das, was alle sehen nur anders. Alles hat eine Form. Nicht die Form, die man sieht. Sondern anders. Das zu beschreiben, ist nicht einfach. Für mich lebt alles. Nicht das sich die Dinge bewegen. Aber dennoch, sie leben. Aber nicht nur die Gegenstände, sondern auch die Menschen. Ich sehe sie nicht so, wie die meisten sie sehen. Ich sehe sie zum Teil Schemenhaft. So wie in einem Nebel. Auch sehe ich manchmal nur einen kleinen Teil dessen, was ich mit den Augen sehen könnte. Das erschwert die Orientierung. Doch ich verlasse mich nicht nur auf meine Augen, sondern vor allem auf meine Ohren. Und auf mein inneres Auge. Damit sehe ich besser. Sehe die Welt in Bildern. In meinen Bildern. Damit kann ich was anfangen. Nun, ich ging immer davon aus, das das alle haben. Können. Aber dem ist nicht so. Die Muggel sehen nur das, was sie sehen. Oder sehen wollen. Sie tun manchmal so, als ob sie einem nicht sehen. Wieso auch immer.
Wenn ich jemanden nicht beachte, nicht sehe, dann nicht aus Absicht, sondern weil ich ihn nicht wahrnehme. Nicht reagieren kann. Das ist für mich nicht das Selbe. Die Muggel verstehen nicht. Nur wenige wissen darum.
Anders sehen. Das ist eine Frage, die viele beschäftigt. Sie fragen Autisten, wie sie sehen. Nun, mit den Augen. Wenn ich den Muggel die selbe Frage stelle, können sie sie auch nicht beantworten. Wieso also sollten wir es können? Weil wir Autisten sind? Das zählt nicht. Aber es ist scheinbar so, das wir den Muggel die Welt erklären müssen, obwohl sie meinen, sie müssen es tun. Sie wollen uns ihre Sichtweise beibringen. So zu sehen, wie sie sehen. Das sehen, was sie sehen. Wieso? Ich meine, ist das besser? Ich denke nicht. Anders. Aber nicht besser.
Ich sehe manchmal fast nichts. Dies wegen dem Licht. Ich habe herausgefunden, dass ich mit zunehmendem Alter immer empfindlicher werde. Auch hängt die Empfindlichkeit mit der Stimmung zusammen. Die merke ich nicht. Aber ich registriere, dass, wenn ich schlecht drauf bin, die Augen fast nicht mehr offen halten kann. Auch mein Gehör wird dann noch empfindlicher als es so schon ist. Dagegen kann ich aber nichts tun. Ich sehe dann die Welt ganz komisch. Sie ist dann wie im Nebel. Nicht mehr da. Ich bewege mich dann durch eine Welt, die nicht mehr ist. Die nur noch als Schema da ist. Klare Sicht gibt es dann nicht mehr. Aber ich kann mich trotzdem bewegen. Einfach nicht mehr schnell. Muss mich durch die Welt tasten. Das tue ich automatisch. Denn für mich ist das ein Zustand, denn ich immer mal wieder habe. Damit lebe ich, seit ich bin.
Es gibt aber auch Tage, an denen sehe ich klar. An denen registriere ich vieles, kann sehen, kann reagieren. Das ist aber auch selten. Aber es gibt sie. Diese Tage. Das ist wie ein geistiges Erwachen. Für kurze Zeit nur. Aber immerhin. Sonst bin ich die meiste Zeit einfach so, wie ich bin. Sehe ohne zu sehen. Registriere aber nehme nicht wahr. Damit komme ich ohne Probleme zurecht. Den dies ist mein normaler Zustand. Ich kenne ihn am besten. Wenn er sich ändert, dann wird es komisch für ich und für die anderen. Aber auch damit kann ich leben. Denn es ist ein Teil von mir.
Die Welt anders sehen. Nun, jeder sieht die Welt auf seine Weise. Wieso also danach fragen. Wichtiger ist doch, das man sich einigermassen zurecht findet. Das man sein Leben so leben kann, wie man will und vermag.

Samstag, 1. November 2014

Asperger und keine Orientierung

Die Welt ist voller Schilder und Verboten. Sie alle dienen den Muggel zur Orientierung. Nur so finden sie sich zurecht. Sie brauchen das. Sie denken nicht. Verbote entstehen, weil die Muggel nicht denken sondern einfach tun. Sie sind komisch. Nicht wir. Wir sind nicht komisch. Sondern normal. Die Muggel sind die die nicht verstehen. Sie meinen immer, das wir so sein müssen wie sie. Das wir all das mitmachen, was sie auch tun. Das wir so empfinden müssen wie sie. Sie verstehen nicht. Sie wollen mit uns sein, aber nicht mit uns. Das ist paradox. Wir sind immer die, die am Rand sind. Rumgeschoben. Nicht beachtet, was wir wollen und was wir können.
Die Muggel denken, das sie uns helfen. Nein, tun sie nicht. Sie meinen es gut. Aber sie verstehen nicht, das wir einen andere Art von Orientierung brauchen. Eine die nicht die der Muggel ist.
Ich orientiere mich an Zahlen und an Bilder die keiner sieht. Wenn ich diese nicht habe, das weiss ich nicht was tun. Da helfen Worte nichts. Denn Worte sind Worte. Keine Zahlen. Keine Bilder. Muggel können sich das nicht vorstellen. Sie wissen nicht, wie es ist, wenn man einfach nicht mehr weiss, wie sich orientieren. Wenn man nicht mehr weiss, was richtig und was falsch ist.
Meine Welt ist in meinem Kopf. Da muss es stimmen. Wenn sie aus den Fugen gerät, kann ich nichts mehr tun. Muss sie wieder ordnen. Ihr wieder eine Orientierung geben. Das ist nicht einfach. Besonders dann nicht, wenn die Aussenwelt Dinge verlangt, die ich nicht kann und nicht will. In denen ich keinen Sinn für mich sehe. Es nicht als meine Aufgabe betrachte. Das ist nicht einfach. Aber ich muss da durch. Muss das ausstehen. Nichts bleibt wie es ist. Das ist so. Zumindest ist das meine Erfahrung. Beweisen kann ich es aber nicht.
Orientierung ist etwas das jeder Mensch braucht. Die alle brauchen. Wie sonst sollte man sich im Alltag zurechtfinden? Eben. Manchmal komme ich mir vor, als ob ich der einzige bin, der sie nicht zu brauchen scheint. Dem man alles einfach geben kann, und ich werde es tun. Das ich mir dabei wie ein Herumgestossener vorkomme, das spielt scheinbar keine Rolle. Die Welt ist nur mal kein Pony-Hof. Das ist so. Aber dennoch, brauche auch ich Orientierung. Einen Sinn. Ist aus meiner Sicht alles sinnlos, dann kann ich es einfach nicht beachten. Nicht reagieren. Das wiederum irritiert die Muggel. Doch mir ist das mittlerweile egal. Sie schauen auch nur für sich. Das sie einen Platz haben. Das es für sie stimmt. Der Rest ist ihnen scheinbar egal. So verfahre ich nun auch mal. Wie das nicht von den Muggel übernehmen. Sie haben ja immer recht. Und ihr Verhalten ist das Richtige, nicht das unsrige. Vielleicht bringt das was. Mal sehen.
Orientierung ist auch Halt. Halt in einem Leben, das komisch ist. Das keine Struktur mehr zu haben scheint. Wie also die Orientierung finden? Wie etwas finden, das ich nicht sehen kann. Wenn ich etwas mit meinem geistigen Auge nicht sehen kann, wird es für mich extrem schwierig. Ich weiss dann nicht mehr was tun. Kann nicht mehr handeln. Kann nicht mehr denken. Bilder und Zahlen. Nicht Schilder und Verbote. Nicht liebe Worte und Versprechungen. Damit kann ich nichts anfangen.
Meine Rolle ist die eines geistigen Vagabunden. Mal hier mal da. Nirgends wirklich. Nur wenn ich mit meiner Frau zusammen bin, oder zu hause, dann bin ich. Sonst komme ich mir wie ein Streuner vor. Einer der rumgeschoben wird. Einer der nirgends hingehört. Der keinen Platz mehr hat. Der einfach ist und wartet, das bessere Zeiten kommen. Den Glauben daran muss ich behalten. Das ist auch noch die einzige Orientierung. Der Glaube.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Asperger und das sinnlose Denken

Ich mache mir sehr viele Gedanken. Denke, wie ich was wie verändern könnte. Nicht nur  für mich, sondern auch, für die anderen. Das sie es gut haben. Das es für sie stimmt. Nun, ich verdenke mich dann. Vergesse dabei aber leicht, dass ich auch ein Leben habe. Dass ich auch zu mir schauen muss. Nicht immer nur für die anderen. Schauen sie für mich? Denken sie, das es für mich so stimmt? Nein, sicher nicht. Wieso sollten sie? Ich meine, für sie stimmt es. Für mich nicht. Also muss ich mir mehr vornehmen, dass ich mehr für mich denke und schaue als für die anderen. Sonst passiert das, was schon mal passiert ist. Burn-out. Das muss nicht mehr sein. Das will ich nicht mehr.
Der Unterschied zu damals ist, das ich heute um vieles weiss, was ich damals nicht wusste. Die Diagnose Asperger. Aber auch die vielen Gedanken. Die sinnlosen Gedanken. Die so viel Energie verbrauchten, dass für mich nichts mehr übrig blieb.
Sinnloses Denken, das ist etwas das ich gut kann. Ich kann über Dinge nachdenken, die keinen Sinn ergeben. Nicht für die Muggel. Für mich schon. Denn ich muss denken. Baue mir so meine Welt zusammen. Lebe so in ihr. Auch wenn es sinnlos erscheint, so ist es doch die einzige Welt die ich verstehe.
Ich verstehe nicht, wieso die Menschen immer nur an sich denken. Immer nur schauen, dass es für sie stimmt. Für mich?, das muss ich selbst tun. Das muss ich lernen. Damit muss ich klarkommen. Naja, daran arbeite ich. Das wollte ich nie. Aber es ist nur mal so. Die Welt hat ihre eigenen Gesetze. Regeln die ich nicht kenne. Die mir nichts sagen. Sie stimmen nicht mit dem überein, wie ich denke. Sie stimmen mit nichts in meiner Welt überein. Das macht das Leben nicht einfach. Aber es ist nur mal so. Ich muss damit klarkommen.
Denken ist das, was mich antreibt. Das was meinem Leben einen Sinn gibt. Wenn ich das nicht mehr kann, dann ist etwas nicht mehr in Ordnung. So wie jetzt. Ich kann nicht mehr denken. Nicht mehr sehen. Das gibt es manchmal. Damit komme ich klar. Für mich ist das nicht schlimm. Ich bin dann einfach. Denke nicht. Bin. Das ist auch sinnlos. Ist aber so.
Ich reagiere so eifach auf die Aussenwelt. Wenn sie mir zu viel wird. Wenn sie sinnlos wird. Dann lebe ich für mich. In mir. Auch ohne das Denken. Ist so. Sinnlose Gedankenfetzen. Ja, die habe ich. Auch sie sind ein Teil von mir. Auch sie sind ein Teil meiner Welt. Wobei ich ich frage, was ist sinnloser, meine Gedankenfetzen, oder die Welt. Ich meine, für die Muggel ergibt die Welt eines Sinn. Auch wenn sie mal nicht klarkommen, so denken sie nicht so viel. Ich denke, sie kommen damit besser klar. Nicht so wie ich. Dann heisst es nur, warten. Nicht denken. Nicht handeln. Sein, und warten.
Das sinnlose Denken ist aber auch gut, um einen anderen Blickwinkel auf die Welt und ihr komisches Wesen zu erhalten. Anders Denken nennen das die Muggel. Nun, es ist einfach das herumspielen mit Gedanken. Sinnloses Zeugs. Aber auch daraus kann etwas sinnvolles entstehen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Asperger und keine Sicht

Die Muggel schauen mit den Augen. Sie meinen, dass das was sie sehen, alles ist. Das das was ihnen ihre Augen zeigen, die Welt ist. Aber dem ist nicht so. Es gibt noch eine andere Sicht. Diese Sicht ist nicht einfach zu beschreiben. Sie ist die Sicht, welche ich im Normalfall habe. Sie ist wie eine Schicht zwischen meinen Augen und der Welt. Ich kann Bilder sehen. Kann Formen sehen. Sie helfen mir, dass ich mich orientieren kann. Fällt sie weg, bin ich blind, obwohl ich sehen kann. Ich kann mich noch durch die Welt bewegen. Aber nicht mehr schnell. Muss alles ertasten. Wie ein Blinder eben.
Das ist etwas, das ich denn Muggel nicht einfach so erklären kann. Denn viele verstehen nicht, was ich sage. Sie wissen nicht einmal wovon ich spreche. Wie auch? Sie kennen das ja nicht. Für mich ist es normal. Aber eben, wenn ich dies verliere, wird es schwierig. Und ich kann diese Sicht verlieren. Dann, wenn alles zuviel wird. Wenn ich nicht mehr klarkomme. Dann beschränkt sich mein Verstand auf das Minimum. Alles wird abgeschaltet. Auch dieser Sinn. So haben ich in dem Zustand keine Sicht. Keinen Zugriff auf Gedanken und Bilder. Kann so nicht denken. Komme so nicht voran.
Ich weiss aber, dass das wieder vorübergeht. Das ich die Sicht nicht für immer verloren habe. Sondern, sobald ich wieder weniger gestresst bin, diese Fähigkeit zurückkommt. So war es bis jetzt jedes mal.
Nun, keine Sicht auf die Welt kann ich auch haben, wenn es zu laut und hell ist. Dann sehe ich fast nichts mehr. Muss mich extrem konzentrieren, um nicht überall gegen zu laufen. Muss mich ebenfalls durch die Welt tasten. Welches Muggel versteht das schon? Ich meine, sie haben eine Filter. Ich nicht. Ich habe Filter, aber die sind nicht so, wie die der Muggel. Ich sehe Dinge, die sie nicht sehen und wahrnehmen können. Aber auch sie sehen Dinge und nehmen Sachen wahr, die ich nicht tue. Somit gleicht es sich wieder aus. Ist auch recht so. Aber, dieser Gedanke hilft mir auch nicht, wen ich nicht sehen kann. Es ist ein Gedanke der beruhigen soll. Nun, das tut er nicht. Wieso auch? Ich meine, ich bin auf all meine Sinne angewiesen. Besonders der Bildersinn. Aber auch der Gehörsinn. Ich brauche Bilder, damit ich mich orientieren kann. Es ist auch so nicht so einfach. Aber ich komme damit klar. Schliesslich kenne ich es nicht anderes.
Viele sagen, dass sie mal die Welt mit meinen Augen sehen wollten. Nun, sie würden weniger sehen. Würden Die Welt komisch sehen. Denn es sind nicht die Augen, welche entscheidend sind, sondern das innere Auge. Das was für die Bilder zuständig ist. Ich nenne es das innere Auge. Wieso auch nicht? Damit kann ich auch sehen. Nur, klar, ich habe kein Auge im Innern.
Vorstelle kann man sich die Sache so. Es ist wie wenn Nebel herrscht. Nicht dichter, aber Nebel. So sehe ich dann die Welt. Nur wage und nicht scharf. Ich kann Distanzen so noch schwerer einschätzen als sonst. Muss vorsichtig sein. Muss aufpassen. Nun, da ich darum weiss, kann ich auch darauf reagieren. Kann damit umgehen. Aber einfach ist es nicht. Denn in diesem Zustand würde ich am liebsten Nichts tun. Würde am liebsten nicht raus. Aber das geht nicht. Daher gehe ich alles einfach langsamer an. ruhiger. Ist vielleicht auch mal nicht schlecht.

Samstag, 25. Oktober 2014

Asperger und das sich verlieren

Einfach immer nur tun, damit getan ist, das kann es nicht sein. Es braucht einen Sinn. Sinnlose Dinge zu tun, ist nicht meins. Ich muss in allem was ich tue einen Sinn sehen. Wenn ich ihn sehe, kann ich mich in ihm verlieren. Doch muss ich aufpassen, dass ich mich nicht zu fest in ihm verlieren. Denn sonst finde ich den Weg in die Realität nicht mehr. Ich bin dann verloren. Verloren in meinen eigenen Gedanken. In meiner eigenen Welt.
Daher passe ich auf, was und wie ich was tue. Denn nur so kann ich den Bezug zum Realen noch halten. So kann ich eine Verbindung halten. Mir ist das wichtig. Ich will nicht in vollständig in meiner Welt sein. Denn so könnte ich nichts mehr tun. Wäre auf fremde Hilfe angewiesen. Müsste mir alles erklären lassen. Musste mir in allem helfen. Das ist nicht meins. Ich will selbstständig leben. Vielleicht ist das gerade das, worin ich mich verliere. Im selbstständigen Leben. Das was ich immer schon wollte.
Auf der anderen Seite ist es auch gut, wenn ich mich ab und zu in meiner Welt verliere. Wenn ich Abstand von der Welt da draussen habe. Sonst würde ich durchdrehen. Denn sie ist mir viel zu laut und hell. Alles ist immer ein Kampf. Nicht so, dass es mich extrem stresst, aber dennoch. Es stresst. Ruhe ist das, was ich brauche. Wenig Licht. Die wenigsten verstehen das. Ich kann mich wenn mir alles zuviel wird, mich in mich zurückziehen. Kann mich abschirmen von der Welt. Einfach da sitzen. Scheinbar nichts tun. Nun, das täuscht. Denken tue ich. Aber nur dann, wenn ich Ruhe habe. Dann kann ich mich in meinen Gedanken verlieren. Wer mich dann stört, der wird zusammengestaucht. Denn ich reagieren extrem empfindlich auf Störungen, wenn ich scheinbar abwesend bin. Nur wenige wissen, wie sie mich stören können. Das auch nur, weil ich es so will. Weil sie meine Verbindung zur Aussenwelt sind. Sie sind meine Brücke. Für alle anderen gilt, Finger weg. Wobei berühren, das geht nicht. Das dürfen nur wenige. Im Grunde genommen, nur meine Frau. Sonst niemand. Ich toleriere es von ganz Wenigen. Aber es ist ein tolerieren. Mehr nicht. Nur von meiner Frau ist es auch erwünscht.
Sich verlieren hat auch seinen guten Seiten. Ich kann mich erholen. Kann über Dinge nachdenken, über die ich sonst nicht nachdenken könnte. Denn der Alltag ist nicht dafür da, das ich denken kann. Er ist dafür da, das ich was tue. Tun aber bedeutet nicht denken. Nicht so denken, wie ich will. Ich muss an vieles denken. Vieles planen. Aber ist es das, was ich denken will? Nun, nicht immer. Aber das ist auch gut so. Denn so kann ich auch was sinnvolles tun. Das ist ja das, was ich will. Etwas sinnvolles tun. Nicht einfach nur arbeiten, damit gearbeitet ist. Sondern, dass das Ganze einen Sinn ergibt. Sonst würde ich es lassen.
Ich kann mich auch in meinen Sinnen verlieren. Besonders wenn es darum geht Musik zu hören. Dann bin ich weg. Das ist meine Welt. Eine meiner Welten. Wenn es mein Gehör zulässt, höre ich gerne laut Musik. Denn so kann ich sie sehen. Kann mich in diesen Bildern verlieren. Kann meinen Verstand entspannen. Nur, das tue ich nicht oft. Aber wenn, dann richtig. Ich finde es auch gut, das ich das kann. So habe ich einen Methode die mich komplett von der Aussenwelt abschirmt. Ich höre und sehe nur Musik. Mehr nicht.
Sich verlieren kann aber auch gefährlich sein. Dann wenn ich auf nichts mehr reagieren. Wenn mir alles egal ist. Wenn mir alle, ausser meiner Frau, egal sind. Wenn sie mich zu fest nerven. Wenn sie immer nur wollen und nie geben. Wenn sie meinen, sie müssen mich für alles Mögliche einspannen. Nein, dann ziehe ich mich in mich zurück. Das ist nicht richtig. Doch ist es. Ich kann leider nicht sagen, was ich will. Kann mich nicht wehren. Der Rückzug ist mein Weg zu zeigen, das mir was nicht passt. Ich verliere mich dann in mir selbst.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Asperger und das nicht Vertragen

Die Welt ist ein komischer Ort. Alles ist so laut und hektisch. Nur eines ist jetzt gut. Es ist dunkel. Ja, die Welt erscheint für mich. Denn im Dunkeln kann ich sein. Das Dunkle ist für mich keine Gefahr. Es ist für mich etwas, das ich vertrage. Was die Muggel nicht können. Sie ertragen das Dunkle am Morgen nicht. Sie wollen Licht. Sonst haben sie Angst. Ich verstehe das nicht.
Auch der Lärm den sie machen, vertrage ich nicht. Alles was sie tun, ist laut. Alles was sie tun ist hektisch. Wieso nur? Ich denke, ihnen macht das weniger oder nichts aus. Sonst würden sie nicht so sein, wie sie sind. Sie würden Maschinen entwickeln, die leise sind. Nicht laut. Sie würden sich bemühen, das die Welt ruhiger wird. Doch wird sie ruhiger, haben sie Angst. Sie brauchen den Lärm. Sie brauchen das Chaos. Auch wenn sie NEIN sagen. Nun, das glaube ich nicht. Denn sonst wäre die Welt nicht so, wie sie ist. Laut und hektisch. Sie wäre ruhig und geordnet. Kein Chaos. Das Chaos vertrage ich nicht. Die müssen immer Chaos machen. Stressen. Kommen nicht zur Ruhe. Wollen immer ganz Vorne sein. Immer dabei sein. Wieso?
Mir reicht mein Leben. Mir reicht das, was ich habe. Wieso sollte ich immer mehr und mehr wollen? Kann ich nicht sagen, dass das was ich erreicht habe, nicht wenig ist? Ich denke, ich kann es sagen. Ich war früher schon mit dem was ich hatte zufrieden, habe nie begriffen, wieso die Muggel immer mehr und mehr wollen. Gibt man ihnen etwas, wollen sie mehr. Sie sind nicht zufrieden. Nur, wieso? Ist es das Wesen des Muggel immer mehr zu wollen. Nie zufrieden zu sein. Immer besser dazustehen, als man ist? Ich weiss es nicht, nehme es aber an. Denn sonst wäre die Welt nicht so wie sie ist.
Ich vertrage nur wenig Licht. Was tun die Muggel. Sie machen so viel Licht sie können. Wieso? Nun, sie brauchen es. Sonst sind sie nicht sicher. Sonst haben sie Angst. Keine Ahnung. Ich jedenfalls komme im Dunkeln gut zurecht. Ich brauche sehr wenig Licht. Wieso sollte ich mich selbst bestrafen? Das ist nicht logisch.
Gut, die Muggel sind nicht logisch. Aber das scheint sie nicht zu stören. Denn alle sind so. Nicht logisch. Ich denke, desshalb stören sie sich nicht an anderen Muggel. Obwohl sie sie stören. Ich verstehe das nicht. Sie wollen mit anderen Muggel zusammen sein. Aber doch nicht. Sie sprechen miteinander, und kaum ist eines weg, lästern sie. Das können nur Muggel. Sie meinen, sie seine weiss nicht was. Aber es sind Muggel.
Ich vertrage sie nicht immer. An manchen Tagen sind sie mir egal. An manchen Tage ertrage ich sie. Aber meistens vertrage ich sie nicht. Wieso? Nun, ich denke, weil ich sie nicht verstehe. Immer weniger verstehe. Immer weniger in ihrer Welt bin. Obwohl ich in ihrer Welt bin. Paradox. Aber so ist es nun mal. Ich kann damit leben. Mich stört das nicht. Ich meine, ich muss zu mir schauen und nicht zu den Muggel. Das können sie für sich ganz gut alleine.
Immer nur zu wollen, aber nie zu geben. Das sind die Muggel. Sie sind im nehmen sehr gut. Im Geben, da haben sie Mühe. Ich verstehe sie nicht. Muss ich auch nicht. Ich muss schauen, dass ich mein Leben auf die Reihe kriege und nicht deren Leben. Es ist ja nicht meins.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Asperger und Chaos

Die Welt ist für mich ein riesiges Chaos. Alles ist ein Durcheinander. Dabei ist es nicht so, das die Muggel Chaos sind, sondern deren Lärm. Ihre Stimmen. Ich nehme das als Chaos war. Das irritiert. Das bringt mich dazu das ich nicht denken kann. Nicht weiss wo ich hingehöre. Nur Chaos. Das Chaos ist in meinem Kopf. Vor meinen Augen.
Chaos ist für mich etwas, das Normal ist. Das ist normal weil ich es nicht anders kennen. Nicht anders wahrnehme. Ich wusste ja lange nicht, was mich irritiert. Was ich vom  Handeln, Denken. Was es ist. Das weiss ich heute. Das war mühsam. Aber ich habe es herausgefunden. Nur, was tue ich mit diesem Wissen? Ich meine, bringt mir das was? Ja, es bringt mir was, da ich weiss, was mich irritiert. Aber nein, da ich nichts dagegen tun kann. Wieder einmal ein Paradox. Ja und nein. Aber so bin ich nun mal. Paradox. Ja und nein. Schwarz und weiss.
Chaos und kein Chaos. Nur so kenne ich die Welt. Nur so nehme ich sie wahr. Bin ich mit meiner Frau zusammen, so habe ich kein Chaos. Bin ich alleine in meiner Wohnung, so habe ich kein Chaos. Bin ich draussen, am arbeiten, so habe ich Chaos. Dies wegen der Sinneseindrücke. Wegen dem, wie ich auf Licht und Lärm reagiere. Dagegen kann ich nichts tun. Auch ist es so, das ich immer empfindlicher werde. Früher war es noch nicht so extrem. Aber mit den Jahren schon.
ich hoffe, das sich das nicht noch viel mehr steigert, denn sonst kann ich nicht mehr raus. Nicht mehr arbeiten. Brauche nur meine Ruhe. Wobei, Ruhe nicht das richtige Wort ist. Kein Lärmchaos. Keine Muggel die lärmen. Manchmal macht mir das nichts aus. Manchmal. Aber eben, je länger je weniger.
So wird jeder Tag zu einem Kampf. Ein Kampf gegen mich. Gegen das Chaos. Das Chaos das ich nicht besiegen kann. Das Chaos mit dem ich leben muss. Aber das nicht eifach ist, mit dem zu leben. Nun, ich muss aber. Sonst kann ich ja nichts mehr tun. Das will ich auch nicht. Ich will arbeiten, leben, lieben. Das will ich. Nicht verdammt sein. Verdammt sein zum nichts tun. Das ist nicht mein Ding.
Also muss ich das Chaos ertragen. Muss mich ihm stellen. Nur, besser wird es nicht. Entgegen dem, was immer behauptet wird. Man gewöhnt sich an alles. Nein, an das gewöhne ich mich nie. Das kann ich jetzt nach vielen Jahren mit Gewissheit schreiben. Nur, das bringt, wie geschrieben, nichts.
Was soll es. Ich muss mich dem stellen. Auch wenn es nicht einfach ist. Auch wenn ich an manchen Tagen nichts tun kann. Oder nicht viel. Das ist halt so. Muss ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben? Was ist das? Nein, das habe ich nicht. Ich bin wie ich bin. Damit muss ich zurecht kommen. Aber auch mein Umfeld. Ob sie wollen oder nicht. Ich kann und will mich nicht ändern. Schliesslich bin ich es, der unter dem Chaos der Muggel leidet. Der das ertragen muss. Nicht sie. Also ist es mir egal, was sie denken.
Ich versuche das Beste zu geben. Nur, das Beste ist nicht immer das, was sichtbar ist. Gegen Aussen. Aber ich denke viel. Wenn ich kann. Wenn ich nicht wegen des Chaos leere Gedanken habe.