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Mittwoch, 11. November 2015

Asperger und viel Energie

Woher kriegt man die Energie für den Tag? Die Energie die man braucht. Was bracht es dazu? Ich meine kann man das aus sich heraus? Oder bracht es was von Aussen? Wenn ja, was ist das WAS?
Nun, ich vergleiche es mit einem elektrischen Gerät. Ist der Netzstecker gezogen so funktioniert das Gerät nicht. Egal was man tut. Es geht einfach nicht. Wird der Netzstecker aber in die Steckdose gesteckt, dann klappt es auf einmal.
Diese Analogie verwende ich oft. Ich verwende sie um den NT zu zeigen, was ich brauche. Was viele Autisten brauchen damit sie Energie haben.
Ganz einfach. Den Kontakt zu anderen. Eine Aufgabe die passt. Eine Rolle die passt. Beachtet und gefragt werden. Das führt bei mir dazu, dass ich viel Energie habe. Ja manchmal zu viel. Will heissen, ich tue dann so viel, dass ich am Abend nicht mehr kann. Nur, dass ist nicht schlimm. Im Gegenteil. Es ist gewünscht. Aber immer mit dem Hintergedanke, Burn-out. Das will ich nicht mehr. Muss nicht mehr sein. Also mache ich am Abend dann jeweils einfach nichts. Ich muss ja auch nicht.
Am nächsten Tag aber geht es dann so weiter. Nur sage ich mir, dass ich nicht mehr zu viel tun muss und kann. Ich gehe die Sache ruhiger an. Jedoch nur so lange, bis mich was wieder voll interessiert. Oder aber ich ein Problem lösen muss. Etwas komplexes beschreiben oder entwickeln. Das führt auch zu viel Energie.
Jedoch die Gefahr ist, dass wenn einer der Faktoren welche für mich wichtig sind, weg fällt, das Gegenteil eintreffen kann. Dass ich gar nichts mehr tue. Ich mich frage was das alles soll. Extrem, ich weiss. aber ich bin nun mal so. JA NEIN. Voller Energie oder eben keine. Damit muss ich leben.
Die Kunst für mich besteht jetzt aber darin, dass ich herausfinden muss, wie ich die Balance halten kann. Wie ich nicht vom einen Extrem in das andere falle. Sondern ausgeglichener bin. Daran arbeite ich noch.
Einfach ist es nicht. Denn ich muss etwas tun, was ich nie tat. Den Mittelweg finden. Dafür habe ich einfach keinen Sinn. Nur, weil ich keinen Sinn dafür habe, heisst das aber nicht, dass ich ihn nicht entwickeln kann. Zumindest kann ich es ja versuchen.
Viel Energie hat aber auch seine Vorteil. Ich kann so in kurzer Zeit sehr viel erledigen. Kann mehr tun als wenn ich ausgeglichen bin. DAS kann süchtig machen. Süchtig nach mehr. Aber wie mit jeder Sucht ist das Detail das Problem. Sprich ich muss wie Oben beschrieben aufpassen, dass ich nicht zu viel tue. Zu viel Energie auf einmal verbrauche. Gut habe ich meine geliebte Frau. Sie sagt mir schon, wann ich mal wieder zu überdreht bin und mahnt mich zur Besonnenheit. Sie erinnert mich auch gerne daran, dass ich aufpassen muss nicht wieder in Lethargie zu verfallen. Dank ihr und mit ihrer Hilfe aber denke ich kann ich es lernen besser mit meiner Energie umzugehen.
Nur, ich musste erkennen, das ich eben doch nicht alles alleine tun kann und muss. Das es manchmal einen Impuls von Aussen braucht, damit ich wieder ruhiger werde. Aber auch, damit ich Energie habe. 

Montag, 9. November 2015

Asperger und viel kommunizieren

Gibt es eine Obergrenze im Kommunizieren? Kann man auch mal genug vom Sprechen haben? Ich denke schon. Den niemand kann einfach immer nur spreche. Jeder will doch auch mal seine Ruhe.
Nur, viel kommunizieren bedeutet für mich, dass ich nach so einem Tag völlig müde bin. Sprechen kann ich dann nicht mehr. Oder wenn, nur noch mit viel Mühe. Das habe die NT ja nicht so. Sie können sich schneller wieder erholen. Ich eben nicht. Deshalb kann ich auch nicht jeden Tag viel sprechen. Viel kommunizieren. Denn ich brauche eine Pause. Eine Pause von den NT aber auch vor mir selber. Denn viel spreche bedeutet ja, sich enorm konzentrieren zu müssen. Aufpasse was gesagt wird. Aber auch was ich sage. Nur, mit der Zeit verschwindet dies. Ich kann nicht mehr aufpassen. Aber ich weiss auch nicht immer mehr, was ich sage. Ob es passen ist oder nicht. Nur, mir ist es dann egal. Ich versuche einfach so lange es notwendig ist, durchzuhalten. Denn ich kann ja nicht einfach sagen, dass es reicht. Das ich nicht mehr kann. Das geht nicht. Zumindest für mich nicht. Das lässt mein Wille nicht zu.
Wieso? Nun, ich will ja unter NT sein. Will mit ihnen arbeiten. Also muss ich mich ihnen auch, so gut ich eben kann, anpassen. Muss versuchen auch so lange kommunizieren zu können wie sie. Nur, mir gelingt es nicht. Was nicht schlimm ist. Auch die Mittagspause verbringe ich dann alleine. Wieso? Einfach weil ich den Schwindel wieder wegbringen muss. Weil ich mich erholen muss. So gut es eben in so einer kurzen Zeit eben geht.
Viel kommunizieren ist für NT normal. Sie holen sich ja die ganze Zeit Bestätigung. Oder geben sie. Für sie ist es scheinbar nicht so anstrengend. Was nicht heissen will, dass es für sie nicht anstrengend ist. Aber ich denke, sie können besser damit umgehen. Können es auch besser verbergen. Wies sie das machen, weiss ich nicht. Das ist mir immer noch ein Rätsel. Ich denke aber, das sie es selber nicht wissen. Wie auch? Sie kommen ja nicht mal auf die Idee, dass das ein Problem sein könnte. Oder dass das jemand nicht kann.
Wie auch immer. Ich versuche eben so gut ich kann, mitzuhalten. Es ist mal wieder eine Herausforderung. Wie so manches in meinem Leben. Aber was wäre das Leben ohne solche Herausforderungen? Langweilig. Zumindest für mich. Da spielt es auch keine Rolle, wenn ich ab Abend müde davon bin. Für mich geht das in Ordnung. Denn ich sage mir, dass ich wieder was geschafft habe, dass ich nicht kann, aber dennoch geschafft habe. Ist doch gut nicht? Ich meine so motiviere ich mich. So gebe ich eben nicht einfach auf. Auch wenn es hart ist. Viel sprechen. Viel Licht. Viel zwischenmenschliches. Dennoch möchte ich nicht darauf verzichten. Wieso? Ganz einfach. Das gibt mir das Gefühl ein Mensch zu sein und nicht bloss das was ich bin. Ein Autist.

Samstag, 7. November 2015

Asperger und die Sprache

Für die NT ist die Sprache das was sie sprechen. Das was sie schreiben. Aber die Sprache ist auch Bilder. Die Sprache ist für mich nichts anderes als Information. Information die ich erhalte, aber auch weitergebe.
Nun, die NT haben aber noch eine zweite Sprache. Die Körpersprache. Dies macht ca. 70% ihrer Sprache aus. Komisch. Denn die kann ich weder sehen noch verstehen. Wie auch? Wenn ich sie ja nicht sehen kann. Macht dies die Kommunikation mit den NT schwieriger? Nein. Denn ich arbeite ja mit NT zusammen die darum wissen. Die wissen das ich das nicht kann. Klar, für sie muss es nicht einfach sein. Doch ich kann nicht anders. Denn ich habe das mit dem Lesen der Körpersprache versucht. Jedoch musste ich einsehen, dass ich dies nicht kann. Ja, nie können werde. Ist das schlimm? Nein, sicher nicht. Denn ich kenne es ja nicht anders.
Ich wurde schon oft gefragt, wie denn die Sprache von Autisten ist. Wie wir kommunizieren. Naja, wie NT halt nur eben anders. Mit anderen Worten. Genauer. Detaillierter. Anders. Aber die Worte der Sprache sind die selben. Das verstehen sie dann nicht. Sie meinen wir haben eine eigene Sprache. Dabei gebe ich ihnen ja die Antwort in ihrer Sprache. So wie ich diesen Blog ja auch in der Sprache schreibe die ich kann. Klar schreibe ich nicht so, wie ich spreche. Aber sprechen und schreiben sind für mich, und ich denke nicht nur für mich, zwei verschiedene Dinge.
Die Sprache der NT ist auch deshalb so schwierig, weil sie etwas sagen und etwas anders meinen. Nicht immer, klar. Aber dennoch. Es ist nicht einfach zu erkennen wann sie etwas so meinen wie es es sagen und wann eben nicht.
Befasse ich mich damit? Nein, denn ich habe andere Dinge zu tun. Dennoch fällt es mir einfach auf. Ich versuche auch, es den NT nicht zu schwer zu machen, wenn sie mit mir sprechen. Aber gelingen tut es mir nicht immer. Es kommt schon vor, das sie fragen was ich meine. Das verstehe ich dann nicht. Denn für mich ist alles klar. Aber für sie eben nicht. Nur, wie kann ich es anders sagen? Das weiss ich jeweils nicht. Denn ich sage etwas wie ich es sehe denke. Das war es. Es gibt dann keine anderen Worte dafür. Sprechen ist sowieso sehr anstrengend für mich. Ich kann viel sprechen. Sehr viel. Aber plötzlich kann ich nicht mehr sprechen. Denn ich kann nicht mehr. Meine Konzentration ist aufgebraucht. Dann muss ich Ruhe habe. Muss mich auf das fokussieren was ich tun muss oder will. Auch zur Entlastung meines Gehirns. Denn wenn ich nicht mehr sprechen kann, ist die Grenze erreicht. Die die mich kennen lassen mich dann.
Nur, jemand der sich mit Autismus nicht auskennt, der verstehe es dann eben nicht. Deshalb bin ich froh, dass ich nicht mehr mit NT arbeiten muss, die keine Ahnung haben. Nur wenn das Umfeld stimmt, kann ich arbeiten. Bin motiviert. Weil ich mich nicht auf NT-Dinge konzentrieren muss. So sein wie sie. Sondern ich kann sein wie ich eben bin. Das erleichtert mir so manches. Die Sprache ist da ein nicht zu unterschätzenden Faktor.

Donnerstag, 5. November 2015

Asperger und zuviel Denken

Kriege ich eine Aufgabe, so denke ich sie immer zuerst zu Ende. Denke was ich alles tun muss. Denke wie ich alles mache. Was es alles braucht. Nur, das Problem ist, dass ich nicht alles tun kann. Das nicht alles so gewünscht wird, wie ich es mir ausdenke. Führt das zu Frust? Ja sicher tut es das. Aber es ist auch so, das ich lerne auf andere zu hören. Das ich nicht alles selber denken muss.
Aber auch, dass sie meine Gedanken sehen wollen. Wie? Ganz einfach, in Form von Dokumenten. In Form von Grafiken. Sie wollen Ergebnisse, und nicht nur viele Gedanken und Worte.
Das ist für mich, der viel denkt, neu. Aber ich denke, es ist ein Weg der sich lohnt zu gehen. Denn, so denke ich, das er weniger Energie benötigt. Das ich so meine Aufgabe besser tun kann. Dass ich nicht immer abschweife. Nicht nur mit den Gedanken, sondern auch mit dem Handeln. Mit dem mit anderen zusammen zu arbeiten.
Auch das ist neu, wie so Vieles. Aber es ist auch gut so. Denn ich lerne immer wieder, dass es nicht möglich ist meine Gedanken vollständig umzusetzen. Das ich kleiner Schritte nehmen muss. Machen muss. Es geht dabei nicht so sehr um mich, als um die anderen. Denn sie können meinen Gedanken nicht folgen. Weil sie zu viele sind. Sie meinen auch, dass ich einfach was tun will, das sie nicht wollen. Dem aber ist nicht so. Ich folge nur meinen Gedanken. Meinen Bildern. Das ist was anderes. Nur, das einem NT klar machen, das geht nicht. Also muss ich schauen, wie ich meine Gedanken so ihnen präsentieren kann, das sie mich verstehen. Dabei geht es nicht darum, das sie dumm sind. Sondern das sie die Menge an Informationen die ich liefere nicht verarbeiten können und nicht zuhören. Das bringt ja dann auch nichts.
Ich will ja mit den NT arbeiten. Will ja nicht nur denken. Das muss ich lernen. Denn ich bestehe nur aus Denken. Bestehe nur aus Gedanken. Die NT sind diejenigen die mich auf die Idee gebracht haben, mal was anderes auszuprobieren. Nicht so werden wie sie. Sondern einfach versuchen meine Welt in die ihre zu bringen. Und zwar so, das sie es verstehen. Denn Gedanken in Worte fassen, das ist nicht einfach. Das kennt ihr sicher auch. Man will etwas sagen, kann es nicht, weil man die Worte nicht hat. Aber die Gedanken. Die müssen halt nicht Worte sein. Wie bei mir. Sondern es sind Bilder. Wie also die Bilder in Worte fassen. Gar nicht. Sondern auch wieder in Bilder. In Form von Diagrammen oder MindMaps. Wieso auch nicht? Es ist für mich eine interessante Erfahrung das mal auszuprobieren. Vielleicht funktioniert es ja, und die NT nehmen mich so besser wahr.
Also habe ich mir gesagt, ich denke weniger und handle mehr. Was nicht einfach sein wird. Aber es ist eine Herausforderung. Deshalb denke und hoffe ich, das ich es hinkriegen werde. Das ich von den NT verstanden werde. Ja, dass sie auf mich hören. Nur, meine Sprache die ich spreche, die kann ich nicht anpassen. Nicht wenn ich was beschreibe. Aber das macht nichts. Ich versuche es einfach mit Bilder. Gedanken die Bilder sind, wieder in Bilder darstellen. Mal sehen, wie das wird.

Montag, 2. November 2015

Asperger und der Alltagstrott

Wer kennt das nicht? Jeder Tag scheint gleicht zu sein. Ist das schlimm? Für mich nicht. Denn diese Gleichförmigkeit gibt mir Sicherheit. So ein Alltagstrott hat ja was. Aber dann doch immer nur das Selbe, das muss auch nicht sein. Denn ab und zu muss auch mal Abwechslung in den Alltag.
Dies einfach indem ich mal was anderes esse. Oder auf Arbeit mal was anderes mache. Mal versuche flexibel zu sein. Das verändert den Alltagstrott. Zumindest für mich.
Jedoch ist es nicht so einfach, einfach mal was anderes tun. Was anderes essen. Wieso? Weil es so am einfachsten ist. Ich muss nicht nachdenken. Habe mehr Zeit für andere Gedanken. Muss mich auch nicht auf Neues einstellen.
Jedoch will ich gerade das. Denn das brauche ich. Herausforderungen. Diese sind für mich ein Training in der Welt besser zurecht zu kommen. Sie helfen mir auch, die NT besser zu verstehen.
Nun, muss ich die NT verstehen? Sicher muss ich das. Denn ich arbeite und lebe ja mit ihnen. Nur, alles hat seine Grenzen. Der Alltagstrott stelle ich nie ganz um. Das wäre dann doch zu viel und würde mich irritieren. Das will ich dann auch nicht. Denn sonst würde ich für die NT nicht aushaltbar. Sie wüssten nicht was los ist und ich müsste mich wieder mal erklären. Das muss nicht sein.
Auch wird doch immer behauptet, Autisten wollen immer, das alles so ist, wie es ist. Nun, das mag stimmen. Aber trifft auf mich nicht zu. Denn ich muss mich ändern. Muss mich den neuen Gegebenheiten anpassen. Ob mir das leicht fällt? Nein, sicher nicht. Aber es ist ja nicht zu meinem Nachteil. Sondern zu meinem Vorteil. Nicht alles was von Aussen kommt, ist schlecht. Das musste ich auch lernen. Aber ich denke, ich habe meine Lektion gelernt. Heute kann ich besser mit Vorschlägen umgehen. Kann sie besser in meinen Alltagstrott einordnen. Ja, sie integrieren. Das ist für mich auch neu. Aber ich will es auch so.
Wieso den NT immer Widerstand bieten? Sie meinen es ja nicht schlecht. Manchmal wissen sie es auch nicht besser. Also lasse ich sie. Es ist ja nicht so, dass ich alles weiss. Aber ich weiss, was ich will und was nicht. Das ist ja auch was.
Wie dem auch sei. Der Alltagstrott hat auch sein Gutes. Denn ich weiss immer, was für ein Tag ist. Die Woche ist ja so schnell vorbei. Da ist es nicht leicht für mich, die Orientierung zu behalten. Aber mit meinem System kann ich es ohne Probleme.
Denn jeder Tag hat sein Form. Seine Farbe. Aber auch, was ich am jeweiligen Tag tue ist immer gleich. Also weiss ich immer welcher Tag in der Woche ist. Für mich ein einfaches System. Es hilft mir nicht nur den Tag zu strukturieren, sondern auch die Woche. Nur, darauf kommen musste ich. Das war nicht so einfach.
Dank meiner lieben Frau aber, kann ich den Tag die Woche noch besser strukturieren. Sie hilft mir mehr, als sie denkt. Ohne sie wären die Wochen dann wirklich nur noch ein Trott. Aber mit ihr habe ich doch auch Abwechslung welche ich sehr schätze. Auch wenn ich es ihr nicht immer gleich sagen kann. So hilft sie mir, das ich meinen Alltagstrott nicht zu sehr lebe. Sondern auch mal einfach lebe.

Samstag, 31. Oktober 2015

Asperger und neue Wege

Es ist doch so. Man lebt so in den Tag in das Jahr hinein. Nichts ändert sich. Das mag ja gut sein. Aber irgendwann denkt man, wie wäre es wenn das IST nicht mehr sein wird. Wenn alles neu wäre. Was dann? Nun, das ist manchmal gar nicht schlecht. Denn es macht einem im Kopf wieder frei für neue Gedanken. Für neue Ideen. Doch das Wichtigste meiner Meinung nach ist, das man wieder Energie hat. Ja, man kann es Lebensfreude nennen. Obwohl, ich kenne diesen Ausdruck, weiss aber nicht was er ist. Dennoch finde ich diesen Ausdruck schön. Lebensfreude bedeutet doch auch, neue Wege gehen. Auch wenn sich gegen Aussen nichts oder nicht viel ändert. So geht es doch um die innere Einstellung. Denn Weg den man Innen geht. Altes loslassen. Sich auf Neues einstellen. Wieso auch nicht? Ich meine, das braucht es ab und zu.
Ich denke, ich bin damit nicht alleine. Denn das geht euch sicher auch manchmal so. Einfach loslassen und Neues beginnen. Altes Altes sein lassen. Sich auf die Zukunft konzentrieren. Nicht mehr auf das was war. Wie auch immer, so was geht aber nicht einfach so. Für mich bedeutet das, das ich alles umstellen muss. Meine Gedanken. Aber auch wie ich mit den Menschen umgehe. Viel Arbeit die mit dem Eigentlichen nichts zu tun hat. Aber mir mir. Nur, ich mache das gern. Denn es bringt mich weiter. Weiter in eine Zeit die ich nicht kenne. Einen Weg den ich nicht kenne. Dennoch, mir macht so was keine Angst. Ich nutze die Chance. Oder versuche es. Ich werde es sehen.
Neue Wege sind immer ein Risiko. Aber wer nichts riskiert, der bleibt stehen. Da ich nun mal die Herausforderung mag, ist das für mich genau richtig. Was ich aber einsehen musste, ist dass es diesmal nicht ich war, der mich auf die Idee und den Weg brachte, sondern andere. Das war für mich neu. Denn normalerweise bin ich es der alles bestimmt. Der alles bedenkt. Aber, wieso sollte ich mich nicht auch mal auf die Ideen anderer, NT, einlassen. Es wenigstens versuchen. Denn, wenn ich es nicht versuche, so weiss ich auch nicht ob es funktioniert. Für mich ist es einfach eine Erfahrung mehr. Etwas Neues. Etwas das ich so nicht kenne.
Für Autisten soll das schwierig sein. Nun, es kommt, wie Oben erwähnt auf die innere Einstellung an. Verweigere ich mich, oder lasse ich es zu. Das ist ein grosser Unterschied. Verweigern bedeutet doch, viel Energie verbrauchen. Für Nichts und wieder Nichts. Am Ende ist man der Verlierer. Doch sich darauf einlassen kann bedeutet, Energie zu gewinnen. Ja, Gewinner zu sein. Wieso also nicht? Ich sehe das Ganze mal nicht unter dem Blickwinkel des Autismus an. Sondern einfach von meiner Seite her. Bedeutet, ich lasse mich einfach darauf ein und denke nicht zu viel darüber nach. Sonder vielmehr was ich alles neu zu organisieren und erledigen habe. Statt passiv zu sein, versuche ich aktiv zu sein. Mal sehen, wie das wird. Für mich war bis dato aktiv sein, denken. Nicht handeln. Jetzt versuche ich es mal mit handeln. Das ist für mich ein völlig neuer Weg den ich nicht kenne. Ich werde sehen wohin er mich führen wird.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Asperger und die Lichtdiskussion

Die Diskussion um das Licht führe ich immer mal wieder. Denn normal ist, dass überall Licht ist. Die NT verlassen sogar Räume ohne das Licht auszumachen. Für sie ist es nicht vorstellbar, dass irgendwo wo sie waren, kein Licht ist. Sie scheinen das zu brauchen. Das Licht. Nun ich nicht. Ich schreibe ab und zu darüber. Einfach weil das so eine Art Bestseller ist. Das Thema Licht ist einfach nicht wegzukriegen. Für mich schon. Ich schalte es einfach aus. Ich arbeite zum Beispiel am Morgen im im Dunkeln. Das einzige Licht das ich habe, ist das des Monitors. Das reicht mir mehr als genug. Ja es ist mir sogar zu hell. Aber arbeiten muss ich ja dennoch. Also habe ich ansonsten dunkel um mich herum. Nur, das hält nicht lange an. Dann kommen weiter Mitarbeiter. Und aus ist es mir der Dunkelheit. Sie machen überall Licht. Die Fenster werden auf geöffnet. So das es ja auch noch laut ist. Die scheint das nicht zu stören. Ja sie kommen nicht einmal auf die Idee, das es für mich sehr unangenehm ist. Ja eine Belastung. Nur, ich sage nichts. Wieso auch? Sie sind die Mehrheit. Ich kann ja nicht verlangen, das sie sich mir anpassen. Also muss ich mich so gut ich kann eben einrichten. Aber ich denke, damit bin ich nicht alleine. In der Welt der NT herrschen eben andere Regeln. Die der NT. Dazu gehört nun mal das Licht.
Die können nicht genug davon haben. Alles ist immer superhell. Extrem grell ist diese Welt. Jetzt wo es wieder früher dunkel wird, ist meine Zeit angebrochen. Endlich ist es angenehm Auto zu fahren. Wenn da nur nicht die NT wären, die dann herumschleichen. Die nicht wissen wie langsam sie fahren sollen. Ich habe aber keine Ahnung, wieso sie das machen. Weil sie Angst haben? Nichts sehen? Ich weiss es nicht. Aber solche Fragen stelle ich mir. Auch wenn sie sinnlos sind. Ich mache es trotzdem. Irgend was muss ich ja tun, wenn ich Auto fahre.
Naja, jedenfalls ist es nicht so einfach in so einer hellen Welt. Einer Welt die sogar immer heller wird. Gutes Beispiel sind die Einkaufszentren. Sie sind weiss und extrem hell. Aber sie sind nicht überall gleich hell. Aber das spielt für mich nicht so eine Rolle. hell ist hell. So hell, das ich mir ab und zu die Augen zukneifen muss, wenn ich einkaufen gehe. Daran denken die Macher dieser Zentren nicht. Wie auch? Sie sind ja nicht für Solche wie mich gemacht, sondern für die NT. Die brauchen Licht. Viel davon. Wie sie das aushalten weiss ich auch nicht. DAS kann ich mir dann nicht vorstellen. Dazu kommt ja noch, das wo es hell ist auch meistens Lärm ist. Denn Licht gleich NT. NT gleich Lärm. Für mich jedenfalls. Ich ertrage ihr Geschwätz und Rumgelärme oft nicht. Aber wenn ich was will dann muss ich wohl. Gut nur, dass ich zum Einkaufen meine geliebte Frau dabei habe. Mit ihr kann ich es ertragen. Aber auch nur mit ihr. Sonst wäre es jedes Mal wieder eine riesige Herausforderung. Nicht nur das Einkaufen, sondern das sich durch die helle Welt bewegen. Eine Welt die halt eben nicht für uns Autisten ist. Wir aber, ob wir wollen oder nicht, darin unsern Platz finden müssen. Die NT muten uns mehr zu als sie denken. Müssten sie in unserer Welt leben, sie könnten es nicht. Leben im Dunkeln. Nein, das würden sie nicht aushalten. Ich dafür schon. verkehrte Welt. Aber so ist es nun mal.

Montag, 26. Oktober 2015

Asperger und nicht Sprechen

Das Sprechen ist eine sehr wichtige Kommunikationsform der NT. Sie sprechen viel ohne etwas zu sagen. Ich weiss auch nicht. Wie kann man einfach sinnlos sprechen? Sie wiederholen alles immer drei Mal. Sie brauchen sehr viel Bestätigung. In allem was sie tun.
Nun, manchmal ist es besser nicht oder nicht viel zu sprechen. Wieso? Weil es beruhigt. Schweigen hat etwas beruhigendes. Ja, fast meditatives. Ich jedenfalls tue dies ab und zu. Einfach auch dann, wenn mir alles ein bisschen zu viel wird. Wenn ich die NT nicht oder fast nicht mehr verstehe. Dann muss ich auch nicht mit ihnen sprechen. Es würde eh nichts sinnvolles dabei rauskommen.
Wie dem auch sei. Ich denke das kennt ihr auch. Von Autisten wir ja gesagt, dass sie verschlossen und verschwiegen seinen. Nun, es gibt auch NT die so sind. Ich jedenfalls spreche gerne und manchmal auch zu viel. Aber, was manchmal zu viel ist, kann auch in das Gegenteil umschlagen. In ein nicht oder fast nicht mehr sprechen. Wieso fast nicht. Ganz einfach. Auf Arbeit geht es schlecht überhaupt nicht zu sprechen. Besonders in Sitzungen nicht. Dennoch versuche ich ab und zu so wenig wie möglich zu sprechen.
Das wiederum gibt mir auch wieder mehr geistige Energie. Denn, das Sprechen ist für mcih sehr anstrengend. Schwindel ist da oft die Folge. Es ist auch nicht so einfach einer Gesprächsrunde zu folgen. Zu begreifen und verstehen was die NT sagen aber meinen. Denn das ist ja nicht das Selbe. Nur ich muss das in Echtzeit herausfinden. Das geht aber nicht. Denn ich kann die Absichten die hinter den Wörter sind, nicht erkennen. Ich sehe und verstehe eben nur die Information. Deshalb ist es für mich manchmal auch besser nichts zu sagen. Denn das bedeutet auch, das ich nicht zugetextet werde. Mich also auch auf anderes konzentrieren kann. Das ist eine Erfahrung die ich ebenfalls erst am lernen bin. Denn ich dachte, dass ich immer sprechen muss. Mit der Welt immer in Kontakt sein. Nur so kann ich was bekommen oder tun. Nein, es geht scheinbar auch anders.
Nur, die Frage ist wie die NT reagieren. Denn sie mögen es nicht, wenn man sie nur anschaut und nichts oder fast! nichts sagt. Das irritiert sie. Macht ihnen sicher auch Angst. Wieso? Weil sie nicht wissen was gedacht wird. Was passieren könnte. Nun, denen sage ich, euer Problem. Denn, wenn ich schweigen will, dann tue ich es. Wer will mich hindern? Gibt es ein Recht auf, man muss SPRECHEN? Nein, ich denke nicht. Spreche ist freiwillig. Die Menschen tun es einfach, weil es einfacher ist, als alles aufzuschreiben oder zeichnen. Das mag jetzt ein wenig drastisch sein, aber es ist doch so. Sprechen verkürzt die Kommunikation. Macht sie direkter. Aber sie ist auch sehr fehleranfällig. Sie ist ungenau. Zumindest die Sprache der NT. Die ist so unpräzise, das sie Ausreden haben, wenn sie etwas nicht genau sagen. Ob es Ausreden sind, weiss ich nicht. Aber ich stelle es mir einfach mal so vor.
Wie auch immer. Schweigen ist auch gut für die Gedanken. Denn so kann ich sie auch mal wieder in Ruhe ordnen. Denn, wenn ich nicht mit den NT spreche, so sprechen sie auch nicht mit mir. Komische Sache das. Wieso muss ich?, der Autist auf die NT zugehen und mit ihnen sprechen. Können sie es nicht? Auch das ist ein Rätsel das ich noch nicht gelöst habe. Denn ich kann nicht gut auf Menschen zugehen. Sie ansprechen. Das ist nicht Meins. Aber genau das erwarten die NT scheinbar. Denn sonst würden sie mich wohl kaum in Ruhe lassen wenn ich nicht mit ihnen spreche.
Wie auch immer. Ich jedenfalls habe so auch mal meine Ruhe und ein NT-Freier-Tag. Auch wenn ich von ihnen umgeben bin, so meiden sie mich doch. Denn keine Kommunikation, keine NT. Keine NT. Ruhe. So hat doch jeder was davon.
Ich jedenfalls geniesse es ab und zu mal einen Tag wenig zu sprechen. Das zeigt mir auch eine völlig neue Perspektive auf. Eine Sichtweise die ich so nicht kenne. Einfach mal ausprobieren und stauen was passiert.

Freitag, 23. Oktober 2015

Asperger und sich fokussieren

Gedanken kommen und gehen. Manchmal bleibt man an einem oder mehreren hängen. Man verliert sich in ihnen. Verliert das was man tun sollte aus den Augen. Verliert aber auch viel Energie.
Sich fokussieren ist daher nicht so einfach. Jedenfalls nicht für mich. Denn, ich denke viel. Viel zu viel. Alles muss genau bedacht sein. Durchdacht sein. Da kann man schon mal fast wahnsinnig werden. Aber eben, ich versuche mich auf nur eine Sache zu fokussieren. Auf das was ich gerade tue. Wie diesen Beitrag schreiben. Nur das zählt. Nur, das ist nicht so einfach. Lernen muss ich das zuerst. Aber so habe ich mal wieder was das mich herausfordert. Schlecht ist es jedenfalls nicht. Ich merke auch, wie ich wieder mehr Energie bekomme. Auch wieder mehr tun kann. Mich nicht immer verliere. Naja um darauf zu kommen, habe ich aber Jahre gebraucht. Doch ich denke es ist ein guter Weg den ich versuche zu gehen. Nicht, das mich das zu einem NT machen wird, aber ich kann so doch länger und besser an etwas sein. Lenke mich nicht immer nur ab. Verliere mich nicht immer nur in allem anderen.
Von Autisten wird ja gesagt das sie das besonders gut können. Das sich fokussieren. Nun, mag sein, aber ich kann es nicht. Nicht so wie die Literatur es immer behauptet. Vieles lenkt mich leicht ab. Aber ich lenke mich auch selber leicht ab.
Jedoch so denke ich, muss ich es einfach immer mal wieder versuchen und nicht gleich aufgeben. So habe ich wieder was das mich ruhiger macht. So kann ich mich auch besser auf mich konzentrieren. Muss nicht immer an alle anderen denken. Sondern auch mal an mich. Das ist neu für mich. Denn ich dachte immer zuerst an alle anderen und das es für sie passt. Nur, mir selber brachte das nichts. Aber mit der Methode des sich Fokussierens hoffe ich das ich mehr von mir haben werden. Ein Versuch ist es wert. Wieso auch nicht?
Immer nur gleich sein, will ich auch nicht. Ab und zu muss Veränderung sein. Nur, ich bestimme wie und wann. Auch das ist neu. Naja so vieles ist neu wie ich die Welt sehe. Wie das kommt? Keine Ahnung. Es ist ist einfach da. Wie eine Eingebung. Aber ich denke ich bin nicht der Einzige dem das so geht. Plötzlich hat man das Gefühl sich ändern zu müssen. Sich neu erfinden. Wie der Phönix aus der Asche. Wieso nicht?
Ich jedenfalls übe das Fokussieren fleissig weiter. Mal sehen wo mich das hinführt. Das Ziel kenne ich nicht. Den Weg nicht. Aber ich gehe ihn einfach mal. Auch das ist neu. Denn ich habe das nicht durchdacht. Ich tue es einfach mal. Wieso nicht?

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Asperger und genau eine Aufgabe

Im Leben ist es doch so, das man nicht nur eine einzige Sache tun kann. Sonst wird das ja nichts mit dem Leben. Jedoch denke ich, das man nur in einer Sache wirklich gut sein kann. Man kann sicher viele können. Auch gut. Aber wirklich gut wird man doch erst in einer Sache, wenn man sie jeden Tag macht. So wird man ein Meister darin.
Nur, das ist nicht so einfach. Ich jedenfalls kann es mir nicht einfach aussuchen, was ich am liebsten tun würde. Kann nicht einfach das tun, was ich will. Ich meine, wer bezahlt das? Eben, das ist ja das Problem. Ich muss ja etwas finden, das auch von Nutzen ist. Nicht nur für mich, sondern auch für die Firma. Zuerst dachte ich, das sei einfach. Aber ist es eben nicht.
Zumal dies auch heisst, Altes los zulassen. Nicht mehr in alten Strukturen zu denken. Neue Wege zu gehen. Womit ich mal wieder bei der Veränderung bin. Das ist also nicht so einfach. Das mit den Veränderungen. Aber eben, manchmal muss es eben sein.
Doch genau eine Aufgabe zu haben, ist für mich ungewohnt. Denn ich denke sehr viele. Und ich interessiere mich für so vieles. Das ist eben so. Nur, wie kann ich die Energie die ich für das Viele brauche, auf eine Sache konzentrieren. Daran arbeite ich noch. Denn es braucht eine Umstellung des Denkens. Das, so denke ich, fällt nicht nur mir schwer, sondern würde sicher vielen von euch auch so gehen.
Ich jedenfalls sehe es auch als Chance. Denn so komme ich weiter. Ob ich will oder nicht, aber manchmal ist es besser nicht immer nur seinen Gedanken zu folgen, sondern denjenigen von anderen. Wieso auch nicht? Ich meine, ich weiss ja auch nicht alles. Manchmal sehe ich vor lauter denken und planen nicht mehr was ich will. Sehe den Weg nicht mehr. Denn muss dann jemand für mich wieder freiräumen. Das ist sicher nicht einfach. Zumal ich alles immer begründen kann. Zumal ich immer eine Ausrede finde, wieso ich keine Veränderungen will. Dabei, will ich sie ja. Und ich denke es ist an der Zeit, das ich mich mal wieder Verändere. Richtung Vorne. Aber diesmal, so versuche ich es, nicht alleine. Denn ich habe sehr viele liebe Menschen um mich. Wieso also nicht mal auf sie hören? Wieso auch nicht mal auf meine liebe Frau hören, statt immer alles alleine tun zu müssen. Das ist sicher nicht einfach. Ich behaupte auch nicht, das es mir vollständig gelingen wird. Aber ich denke mit der Hilfe am Arbeitsplatz und meiner Frau werde ich es schaffen.
Nun, es ist nicht so das ich mich verändern muss. Das es mir schlecht geht. Nein, es ist einfach mal wieder nach ein paar Jahren an der Zeit. Wieso auch nicht? Wie eine Schlange die sich häutet. So lerne ich nicht nur mal wieder was Neues, sondern sehe auch wie ich mich neuen Gegebenheiten anpassen kann, oder eben nicht. Somit ist das Projekt EINE AUFGABE gar nicht mal so schlecht. Sicher, es wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Aber wie schon so oft geschrieben, ich mag eben Herausforderungen.