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Freitag, 12. Januar 2018

Aspereger und die behindernde Welt

Ist unsere Gesellschaft Autistengerecht? Werden wird nicht durch die Welt behindert? Ich denke ja. Denn, es gibt so vieles, was ich nicht kann. Respektive, könnte, aber es würde zu viel Stress bedeuten.
ÖV zum Beispiel. Muss nicht mehr sein. Ist mir zu laut. Zu komisch. Und warten, ist nicht meine Stärke. Besonders dann nicht, wenn es kalt ist. Arbeit. Tja, das ist so eine Sache für sich. Arbeit ja, Menschen nicht zu viel. Denn, es geht den Menschen doch immer nur um sich. Sie sehen die Arbeit als Einschränkung an. Ich als Befreiung. Ich sehe die Arbeit als etwas an, dass der Gesellschaft hilft. Nicht als Last. Nur, die Arbeit ist eben nicht für sich alleine. Wenn da oft die Menschen nicht wären. Denn, sie sind laut. Sie sprechen über Dinge, die keinen Sinn ergeben. Sie nennen das Smalltalk. Ich nenne es sinnloses Geplapper. Das war hart, ist doch aber so nicht?
Die Welt behindert mich, oder aber bin ich der Behinderte. Nun, sicher, aus der Sicht der Menschen, ja. Aus meiner Sicht, ist es die Welt und wie sie beschaffen ist. Nicht das, was von der Natur kommt, sondern, was vom Menschen kommt.
Sie verursachen Chaos. Sind immer verwirrt oder haben Angst. Verstehe ich nicht. Wie wäre es mal mit denken? Nun, das geht nicht. Es gibt noch keine App dafür. Also behindern sich die Menschen, NT, doch selber, indem sie alles den Maschinen überlassen.
Nun, ich bin selber einer der Software schreibt. Also dafür sorgt, das die Arbeit schneller geht. Der NT weniger denken und tun muss. Was für ein Aufwand. Aber ich mag es so. Es behindert mich nicht, wenn ich programmiere. Nur, wenn die NT was von mir wollen. Was zum Glück, selten ist. Sie lassen mich in Ruhe. Denn, sie wissen nicht, was mit mir anfangen. Sprechen? Nun, ich spreche nicht so wie sie. Also bin ich behindert. In ihren Augen.
Mir ist das egal. Muss es auch sein. Vor Jahren, als ich die Diagnose Autismus bekam, war alles anderes. Ich verlies den Psychiater mit dem Gedanken, oha, ich bin jetzt behindert. Ich hatte ein falsches Bild davon. Wie die meisten NT. Doch mit den Jahren lernte ich, was es heisst behindert zu sein. Und, was wichtiger ist, dass ich es nicht bin. Sondern es nur eine Definition für ein Normabweichendes Verhalten ist. Mehr nicht. Es ist also nur ein Wort. Asperger. Autismus. Mehr nicht. Wichtiger ist doch, was du damit anfängst. Aufgeben oder weitermachen? Ich wollte aufgeben. Alles sein lassen. Den ich dachte, ich kann jetzt nichts mehr. Nun, dem war und ist nicht so. Ich musste vieles neue lernen. Sicher. Besonders, was und wer ich bin. Was und wer die NT sind. So fand ich Stück für Stück den Unterschied heraus, aber auch, was wir gemeinsam haben. Ja, das gibt es auch. Den eines Sache ist die Selbe. Wir beide sind Menschen. Nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn die NT das nicht so sehen. Für sie bin ich einfach der Autist. Der Behinderte. Nur, es sind sie, die mich behindern. Nicht ich. Also ist die Welt behindernd. Oder nicht? Was denkst du?