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Dienstag, 23. Mai 2017

Asperger und die Öffentlichkeit

Es gibt immer mehr Autisten die in der Öffentlichkeit stehen. Aber viele, die sich nicht getrauen, oder nicht wollen, dass das Umfeld weiss, dass sie Autisten sind. Es ist ja immer so eine Sache, wenn so was bekannt wird. Wie geht man selber damit um. Wie das Umfeld.
Ich habe vor Jahren den Weg an die Öffentlichkeit gesucht. Nicht, um mich selber darzustellen. Nicht um bekannt zu werden. Sondern einfach als Mission. Als Auftrag den ich mir selber gegeben habe. Wieso dies? Nun, ich dachte, dass es vielleicht dem einen oder anderen helfen kann, wenn ich mich äussere und erzähle, was ich so denke un tue. Zu Beginn, war es so, dass kaum jemand von mir Notiz genommen hat. Doch jetzt Jahre später, ist es anders. Ich kann Vorträge halten. Kann anderen Autisten helfen. Werde gehört. Aber, und das ist mit immer wichtig gewesen. Meine Meinung und Sichtweise ist nicht absolut. Es ist einfach eine mögliche Antwort. Eine mögliche Sichtweise.
In all den Jahren musste ich auch lernen mit den Medien umzugehen. Musste lernen, was es heisst, wen ich was sage, das auch gedruckt wird. Sprich, ich muss mir genau überlegen was ich sage. Das war nicht so einfach. Es war, wie so Vieles, ein Lernprozess.
Heute macht es mir nichts mehr aus, wenn ich ein Interview geben darf. Wenn ich mit Foto auf einer Webseite oder Zeitung gezeigt werde. Wenn die Menschen über mich lesen können.
Das ist für viele nicht vorstellbar. Und für einige ist es genau so normal wie für mich. Nun, die meisten NT wollen auch nicht in der Öffentlichkeit stehen. Sie wollen ihre Ruhe.
Mir geht es auch darum zu zeigen, dass es trotz Autismus möglich ist, ein fast normales Leben zu führen. Dass es aber auch ein Umfeld braucht, dass dieses mit trägt. Das es nicht immer einfach ist. Und, dass sich manchmal aus scheinbaren Niederlagen doch noch was Positives entwickeln kann.
Kurz es soll einfach zeigen, dass wir Menschen sind wie die NT auch. Einfach mit Einschränkungen was den Alttag betreffen kann. Das es manchmal eine kleine Veränderung braucht, damit es klappt.
Dieses Mal schreibe ich nicht mehr viel, sondern ich habe dir ein aktuelles Interview dabei.
Du findest es unter folgendem Link:
https://www.bluewin.ch/de/leben/nachhaltigkeitsblog/2017/17-05/autismus-zum-trotz---ich-will-normal-leben-.html



Mittwoch, 17. Mai 2017

Asperger und Lügen

Lügen sind in der NT-Welt allgegenwärtig. Werbung, Politiker, Arbeitskollegen. Doch was ist eine Lüge überhaupt? Ist es einfach die Unwahrheit sagen versprechen? Ja, was ist den die Wahrheit? Wer bestimmt, was sie ist, die Wahrheit?
Nun, Lügen sind für uns Autisten nicht oder nur sehr schwer zu erkennen. Stichwort, alles wörtlich nehmen. Daher sind wir doch anfälliger für Lügen. Ich denke nicht unbedingt. Denn wir haben einen Vorteil. Alles was nicht von uns kommt, ist nicht. Alles was wir nicht selber erfahren und gedacht haben, ist nicht. Mir geht es jedenfalls so.
Was andere sagen oder meinen, ist deren Sache. Ich bilde mir immer eine eigene Meinung. Denn die Meinung anderer ist gefärbt mit Persönlichem. Meine nicht? Sicher, aber es ist so meine Meinung. Mein Gedanke. Wenn ich was als wahr betrachte, ist es das für mich auch. Nur, für mich ist selten etwas wirklich wahr. Alles sehe ich als relativ an. Daher ist es mir auch egal, ob jemand lügt oder nicht.
Aber die NT scheint das nicht zu stören, das sie belogen werden und auch selber lügen. Auf die Frage, wie geht es dir, sagen sie oft immer, Gut. Nein, das kann so nicht stimmen. Aber es scheint keinen zu stören. Es ist eine Lüge, die nicht als solche betrachtet wird. Da es alles tun.
Oder, ja, ich habe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen. Auch eine Lüge. Wer liest die schon ausser ich vielleicht. Keiner. Macht nicht. Denn, wer nicht zusagt, der kann das Produkt nicht verwenden. So einfach ist das.
Nur, wieso stört es die NT nicht, wenn sie in der Werbung belogen werden? Wieso schauen sie sich Werbung an. Reden über sie? Ist sind doch alles nur Lügen. Verstehe ich echt nicht. Für mich ergibt das keinen Sinn. Aber das mag daran liegen, dass ich eben kein NT bin. Mir das verborgen bleibt. Was auch gut so ist. Ich habe meine eigenen Gedanken, und die drehen sich nicht um so was.
Wie auch immer. Die Welt ist also eine Lüge. Aber ist sie denn nicht auch die Wahrheit? Oder beides zugleich? Niemand kann das sagen. Was auch nichts macht. Denn selbst wenn wir es wüssten, würde das unseren Alltag nicht ändern.
NT belügen sich auch gerne selber. Was für mich wiederum keinen Sinn ergibt. Wieso nicht ehrlich zu sich sein. Beispiel. Viele meinen, sie können Dinge die sie nicht können, aber sagen, das sie es können. Sie sagen sich, das alles OK ist, aber es ist nicht OK. Wieso sie das tun? Nun, sie leben in einer Illusion. Die Lüge ist ihre stärkste Waffe. Nur wer erkennt, dass alles Illusion ist und nichts Bestand hat, der erkennt, dass es weder Lüge noch Wahrheit gibt.
Das klingt jetzt deprimierend. Ist es aber nicht. Es ist einfach so, dass viele Menschen nicht darüber nachdenken, was sie umgibt. Wer sie sind. Sie definieren sich über das was sie HABEN. Was sie KAUFEN. Aber sie wissen nicht, WER sie sind. Kurz alles ist eine Lüge. Da dies alle tun, das hatten wir schon, stört es keinen. Mich auch nicht. Denn ich lebe so wie ich will. Mir sind die Versprechen der NT egal. Wieso? Nun, ich wurde zu oft belogen. Wurde zu oft hinters Licht geführt. Bis ich eines Tages erkannt habe, das sich auf mich hören sollte und nicht auf die NT. Denn die denken nur an sich und ihren Vorteil. Nicht an andere oder nur in sehr wenigen Fällen. So kommt mir diese Welt jedenfalls vor. Muss nicht so sein. Aber es ist mein Eindruck.
Wie den auch sei. Es macht doch einfach mehr Sinn auf sich zu hören, statt immer auf die anderen. Denn, die wissen es meist nicht besser und anders.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Asperger und die X-Men

Wenn du dich jetzt fragst, was dieser Titel soll, so lies einfach weiter. Mir geht es nicht um die Comic-Verfilmung X-Men. Auch werde ich die Filme nicht kommentieren.
Es geht mir um das Thema, das sie behandeln. Die X-Men sind Menschen, die eine besondere Gabe haben. Die an einem einzigen Ort ausgebildet werden. Sie sind da vor der Welt verborgen. Ja, so sollen sich den Menschen nicht als das offenbaren, was sie wirklich sind. Wegen ihrem Anderssein. Kommt dir das bekannt vor? Mir schon. Denn, wir sind doch wie die X-Men. Anders. Viele von uns haben Fähigkeiten, die wir vor den NT verbergen. Wieso tun die X-Men das? Nun, sie wollen unauffällig leben. Nicht gejagt werden. Es gibt sogar einen Film, indem ein Gegenmittel gefunden wird. Einige wollen ihren Mutation loswerden, während andere finden, das gehe überhaupt nicht. Sie bekämpfen also die Menschen. Nicht, weil sie sie hassen, sondern weil sie so sein wollen wie sie sind.
Was ist das Problem? Nun, die normalen Menschen fürchten die X-Men. Sie fürchten uns. Aber, wenn es Not tut, dann müssen sie zur stelle sein. Dann sollen auch wir helfen. Nun, das ist doch paradox nicht? Auf der einen Seite bekämpfen die Menschen die X-Men, auf der anderen Seite wollen sie ihre Hilfen. Wie immer, die NT wollen einfach immer aus allem und jedem einen Nutzen ziehen können. Hauptsache, sie müssen keine Angst haben. Das ist jetzt einfach dargestellt. Aber es hat doch was.
Jedenfalls erkenne ich mich in den X-Men wieder. Es ging und geht mir oft so. Ich komme mir als jemanden vor, der seine Fähigkeiten verborgen halten muss. Der nicht so sein darf kann wie er ist.
Ich denke anders. Ich spreche anders. Ich bin anders. Und doch wirke ich gegen Aussen fast normal. Eine Tarnung. Diese muss ich nicht mehr so sehr aufrecht halten, wie früher. Den die NT wissen zum Teil, das wir unter ihnen sind. Das wir ihnen nichts tun. Sondern einfach in Ruhe gelassen werden wollen. Unser leben leben. Wie sie, die NT, auch.
Nur, bei uns wird doppelt hingeschaut, wenn wir was tun. Es wird anders beurteilt. Weil wir Autisten sind. Ist das fair? Nein. Aber es ist nun mal so. Ich kann es den NT nicht übel nehmen, dass sie so handeln. Weil sie es nicht besser wissen. Sie handeln so wie sie müssen. Es ist ihre Natur andere, die anders sind, anders zu behandeln. Sie meinen es nicht böse.
Nun, ich mag die X-Men Filme. Eben weil sie eine Thematik haben, die den meisten NT verborgen ist. Sie wissen nicht wie es ist, anders zu sein. Unter Menschen zu leben die keine Ahnung haben, von dem was man ist. Was man kann.
Das ist nicht immer einfach. Du kennst das sicher auch. Es kosten sehr viel Energie so zu sein, dass man nicht so sehr auffällt. Aber das ist eben der Preis in dieser Welt. Das ist eben das was nervig ist, aber es ist eben nun mal so. Damit kann ich leben. Nicht immer gut, aber ich komme zu recht. Dies auch, weil ich es so will. Es geht ja nicht immer darum, was ich will, sondern was zweckdienlich ist.
Wer die Filme noch nie gesehen hat, dem empfehle ich sie mal anzusehen. Eben unter dem Blickwinkel, was die Thematik ist. Und sich nicht so sehr von der Action und den Kostümen irritieren zu lassen.

Sonntag, 7. Mai 2017

Asperger und Förderung

Gestern war ich an einem Anlass von einer Elternvereinigung welche sich für autistische Kinder einsetzt. Dabei ist mir aufgefallen, dass es ein sehr grosses Bedürfnis nach Förderung ist. Nur, war immer die Rede von, was die Anderen tun müssten oder sollten. Was also schlussendlich ihnen selber zu gute kommt. Daran ist sicher nichts falsch. Ich sehe das aber nach all den Jahren in welchen ich mich mit dem Thema Autismus beschäftige, als zu einseitig gedacht. Verstehen tue ich die Eltern sehr wohl. Denn, sie wollen nur das Beste für ihren Nachwuchs.
Doch auf der anderen Seite sind da die NT. Sprich die Lehrer oder Arbeitgeber. Die haben meistens kein, oder nur sehr wenig Wissen über den Autismus. Was ich nicht als negativ abtun will. Denn, sie können ja nicht auf jedem Gebiet Spezialisten sein. Müssen sie auch nicht. Oft reicht einfach mal nachfragen oder denken.
Das aber Förderung für Autisten wichtig ist, sehe ich schon auch ein. Aber man sollte uns auch mal machen lassen. Denn, es kann eben auch dem Guten zu viel sein. Sprich, irgendwann, werden diese Kinder Jugendliche Erwachsene. Und dann? Ja, was dann? Sie sollten, wenn ihre Einschränkung nicht zu gross ist, so selbstständig wie möglich leben können. Oder sogar ganz selbstständig. So wie viele von uns das auch können. Aber das wird nicht gesehen. Es geht immer nur um das Nehmen und Wollen. Ich habe bin eben für das Geben. Was kann ich tun, damit ich der Gesellschaft nicht zur Last falle? Die Frage ist nicht, was die Gesellschaft für einem tun kann, sondern, was man für die Gesellschaft tun kann. Aber damit bin ich sicher eine Minderheit.
Wieso dies? Nun, auch die NT wollen immer mehr bekommen. Sie erheben auch immer mehr den Anspruch auf individuelle Förderung. Alles muss genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sein. Was natürlich so nicht möglich ist. Dann kommen noch wir Autisten. Einen Minderheit. Auf wen wird zuerst gehört. Auf die Mehrheit oder die Minderheit? Frage dich selbst.
Nun, vieles von dem was heute gefördert werden muss, war früher normal, dass man es sich selber bei brachte. Lernte durch Fehler. Heute sind Fehler eine grosse psychische Belastung. Die Frage ist, muss das so sein? Kann man heute nicht mehr aus Fehler lernen? Müssen die Menschen schon als Kind Erwachsene sein? Es kommt mir manchmal so vor. Sie dürfen nicht mehr Kinder sein. So mein Eindruck. Ist jemand auffällig, wird er ruhig gestellt. Es gibt einen Therapeuten. Früher gingen wir raus spielen. Energie abbauen. Das wir normal. Wir alle waren auffällig, um es mit einem Modernen Wort zu sagen. Waren wir das? Nein. Brauchen wir Förderung? Nein. Brauchten wir Therapeuten? Nein. Und doch sind wir erwachsen geworden. Haben unsern Weg gemacht.
Heute, so heisst es, seinen andere Zeiten. Alles ist komplexer geworden. Schneller. Anspruchsvoller. Das hat es damals auch schon geheissen. Es geht mir nicht um, früher war alles besser. Sondern einfach darum zu zeigen, das es auch anders geht. Mit dem Willen geht vieles. Nur, der Wille wird heute vielen Kindern weggenommen. Sie dürfen nichts mehr wagen. Alles muss geregelt sein. Alles strukturiert. Von dem her, bin ich froh, muss ich in der heutigen Zeit kein Kind mehr sein. Aber das ist einfach gesagt. Aus der Distanz der Zeit.
Grundsätzlich finden ich Förderung gut. Aber eben, sie darf nicht einseitig sein. Es braucht, wie so oft beide Seiten. Wenn nur eine Seit fordert und sich beklagt, wird das nicht. Schlussendlich geht es doch wie immer um Toleranz und Respekt. Damit kann mehr erreicht werden, als mit all den Schulungen und Vorträgen. Denn, wenn der Mensch will, kann er alles erreichen. Es ist eben doch nur eine Frage des Willens.

Montag, 1. Mai 2017

Asperger und Supersinne

Haben Autisten Supersinne? Was denkst du? Ich denke ja. Denn einige von uns haben einen Sehsinn, den NT nicht haben. Einige haben einen Gehör das NT sich nicht vorstellen können.
Doch was bringt das alles? Nur Stress. Ich kenne das von mir. Mein Gehör ist extrem. Ich kann Gespräche hören, von denen NT glauben niemand hört sie. Ich kann Geräusche hören, die NT nicht hören können. Ich kann Töne sehen. Meine Augen sind extrem lichtempfindlich. Fehler sehe ich sofort. Auch die kleinsten.
So wird die Welt nicht besser. Sondern sie wird zu einem Puzzel. Denn wer das Ganze nicht sehen kann, der muss sich seine Welt aus lauter Einzelzeilen zusammenfügen. Was anstrengend ist. Auch sehe ich nicht sehr in die Breite. Auch nicht 3-Dimensional. Muss ich auch nicht. Es würde mich nur irritieren.
Aber zurück zum Thema. Supersinne. Was sind sie den eigentlich? Nun, ich bin der Meinung, und das ist meine Meinung, das sie etwas sind, was sich die meisten Menschen nicht vorstellen können. Ja, das ihnen Menschen mit solche Sinnen Angst machen. Das sie sich fürchten. Denn sie denken, wir können zaubern. Dabei ist es nur etwas, das wir besser können. Der Preis ist, das wir anderes nicht oder nur sehr schlecht können. Alles muss eben im Gleichgewicht sein. Vom Einen mehr. vom anderen weniger. So ist es eben nun mal. Ich kann damit leben. Muss es ja. Ob ich will oder nicht.
Jedenfalls ist es manchmal auch praktisch. Musik hören ist mehr ein sehen. Als ein hören. Ja es ist etwas, dass ich so nicht beschreiben kann. Etwas das nur diejenigen kennen, die das selbe haben.
Auf der anderen Seite ertrage ich keinen Lärm. Es sollte sehr sehr ruhig sein. Was in der NT-Welt leider nie der Fall ist. Irgendwo her ist immer Lärm. Die scheinen das zu brauchen. Ich nicht.
Auch das Sehen ist so eine Sache für sich. Manchmal habe ich Mühe die Welt zu sehen. Die Menschen. Das liegt nicht daran, das ich schlecht sehen. Woran es liegt, weiss ich nicht. Ich vermute aber, das es eben mit dem Lärm zusammenhängt. Und, mit der Menge an Licht. Wobei mich Sonnenlicht nicht stört. Nur Kunstlicht, oder Licht das durch Scheiben in einen Raum fällt. Das kann dann sehr unangenehm werden. Versteh NT nicht. Für sie kann es einfach zu hell sein. Für mich ist es auch noch sehr unangenehm. Was ein Unterschied ist.
Jedoch erwarte ich nicht, dass die NT das verstehen. Ich verstehe auch vieles von dem was sie können, nicht. Macht nichts. So hat eben jeder seine Eigenarten. Das Wichtigste ist doch, das am lernt mit dem, wie ein anderer ist, zurecht zu kommen. Und nicht versucht, ihn zu ändern. Was NT von uns immer wieder, leider, verlangen. Wir sollten doch so sein wie sie. Denn, sie meinen, dass sei dann wahre Lebensqualität. Nun, nein. Nicht für mich. Auch nicht für die vielen Autisten die ich kenne. Die wollen einfach so sein, wie sie sind. Wie die NT auch. Wieso die immer meinen, sie müssen uns ihre Welt und Sichtweise beibringen, ist mir nicht klar. Wir haben unsere und die haben ihre.
Supersinne sind also etwas, was mehr hinderlich als super ist. Das einem in der NT-Welt eher im Wege steht. Das zu Stress führen kann. Aber auch schöne Moment, wie das Musikhören, geben kann.
Ich jedenfalls möchte trotz alledem nicht auf meine Sinne verzichten. Zumal sie mir helfen mich in der Welt zu orientieren. Wie die Fledermaus. Die ist auch blind und sieht doch mehr als wir. Einfach wegen ihrer Supersinne. Ich hoffe, dass uns die NT irgendwann mal verstehen werden. Auch wenn sie es nie nachvollziehen können.

Mittwoch, 26. April 2017

Asperger und die NT-Unsicherheit

In letzter Zeit lese ich immer wieder, dass die NT verunsichert sind. All das was auf der Welt passiert, scheint sie zu verunsichern. Sie sind verwirrt. Sie wissen nicht mehr weiter. Komisch. Ich habe das nicht. Ich sehe die News. Lese sie. Aber ich bin nicht verunsichert. Auch mache ich mir keine Sorgen. Wozu? Ich kann es ja eh nicht ändern.
Das mag wohl mal wieder einer der kleinen Unterschiede zwischen NT und Autist sein. Wobei, so klein der Unterschied auch nicht ist. Denn er hat erhebliche Auswirkungen auf die Gedankenwelt.
Ich befasse mich nicht mit der Welt und ihren Probleme. NT scheinbar schon. Es irritiert sie. Sie suchen ihr Heil in Gegenständen die mit Märchenfiguren wie Einhörner bebildert sind. Sie suchen die heile Welt in einem Gegenstand. Sie sehen nicht, dass sie diese nur in sich selber finden können. Aber wenn sie unsicher und verwirrt sind, wie sollen sie dann die innere Ruhe finden? Geht nicht. So jedenfalls nicht.
Die NT-Unsicherheit kann ich weder sehen noch wahrnehmen. Aber NT können das scheinbar. Sie stecken einander so an, wie wenn sie eine Krankheit hätten. Ich denke, sie werden unruhig. Sie begehen Dinge, die sie sonst nicht tun würden. Wieso sonst die die Welt voller Terror und Verbrechen? Eine Frage die mich beschäftigt. Denn, ich weiss, dass viele NT uns fürchten. Nur, wie tun das, was sie tun nicht. Die Frage ist, wer müsste sich vor wem fürchten. Eher wir uns vor ihnen. Aber das ist nur ein Gedankenspiel. Mit der Realität hat das nichts zu tun. Ich fürchte mich unter den NT nicht. Sie sind einfach da. Mehr auch nicht. Ich sehe sie. Aber auch auch nicht immer.
Manchmal kommt mir meine Umgebung sehr leer vor. Ich registriere die NT nicht. Aber ich höre sie. Das kann ich nicht ausschalten. Aber sehen? Nicht immer. Die müsste mich unsicher machen. Tut es aber nicht. Denn, für mich ist so was normal. Ich weiss nicht einmal wie es anders sein könnte.
Unsicherheiten wegen der Welt-Lage, habe ich nicht. Wie Oben geschrieben. Aber was mich auch beschäftigt ist, dass die NT immer mehr Überwachung und Polizei wollen. Dies, weil sie Unsicher sind. Weil sie Angst haben. Verstehe ich nicht. Aber es ist nicht meine Welt. Es ist die der NT. Wenn sie das wollen, so soll es so sein. An mir soll es nicht liegen.
NT wollen im Grunde genommen doch auch nur, das alles immer so ist wie es war. Das sie sich auf Gewohntes verlassen können. Nur keine Veränderungen. Etwas, das uns exklusiv zugeschrieben wird. Von den NT. Nur, sie sind auch so. Somit ist es für mich nicht eine Frage von Autist oder nicht. Sondern, es ist einfach nur menschlich. Das mit dem nicht mögen der Veränderungen. Veränderungen führen auch zu Unsicherheiten. NT mögen das nicht. Also tun sie alles damit sie verschwindet. Damit alles wieder so ist wie es war. Damit sie keine Angst haben müssen. Damit sie nicht verwirrt sind.
Das muss echt mühsam sein so zu leben. Was mir übrigens NT auch schon bestätigt haben. Wenn ich so was höre, bin ich froh, dass ich nicht so bin. Aber wie so alles im Leben, hat alles auch seine Nachteile. Manchmal wäre es eben praktischer, wenn ich ein wenig weniger Autist wäre. Aber dann sage  ich mir, das es nun mal so ist. Dass ich so wie ich bin, in der Welt zurecht kommen muss. Und nicht, dass die Welt mit mir zurecht kommen muss. Denn ihr bin ich egal. Aber sie mir nicht.
Das heisst nicht, dass ich allen egal bin. Aber die Mehrheit der Menschen kennt mich nicht. Ich sie nicht. Also spielt es keine Rolle, ob ich verwirrt bin. Ob ich Angst habe. Nicht weiter weiss. Ja, hier bin. Nur für mich und meine Umfeld. Da spielt es eine Rolle.
Damit will ich sagen, dass es einfacher ist, zu schauen, dass alles im Umfeld OK ist. Die Welt kann Welt bleiben. Die würde sicher viele die unsicher sind, wieder sicher machen.

Freitag, 21. April 2017

Asperger und Software entwickeln

Software entwickeln ist keine einfach Sache. Jeder der das mal versucht hat, wird schnell feststellen, das es sehr viel zu üben und lernen gibt. Aber ist ein Irrglaube, dass alle Autisten das einfach können und auch wollen. Denn die meisten sind nicht dafür geeignet. Dabei geht es nicht im Intelligenz. Ist ja bei den NT auch nicht anders. Die machen ja auch nicht nur eine Sache. Wieso also sollten wir dies tun? Aber eben, es ist eine Lehrmeinung die ich nicht teile. Denn meine Erfahrung lehrt mich eines Besseren.
Was braucht es, um Software zu entwickeln? Nun, sicher das Wissen und die Erfahrung. Aber das ist nicht alles. Es geht vor allem darum, sich vorzustellen, was der Benutzer will. Wie er die Software einsetzt. Wie er sie bedienen soll. Alles Dinge, die nicht so einfach für Autisten sind. Besonders die Sache mit dem Benutzer. Den, man muss sich in die Lage und Situation einer solchen Person versetzen können. Und, man muss planen können. Weit voraus. Denn, eine Sache ist eine Software nie. Fertig. Es gibt immer Fehler. Dinge die verbessert werden können. Neue Anforderungen.
Wie auch immer. Es ist ein Beruf wie jeder andere auch. Klar ist es auch manchmal Kunst. Es ist auch Leidenschaft. Aber braucht es diese nicht bei anderen Berufen auch? Sicher. Also ist doch das Softwareentwickeln nicht anders als eine Tätigkeit die bezahlt wird. Die Anforderungen und Termine hat. Die auch qualitativ gut sein muss.
Wieso schreibe ich das alles eigentlich? Nun, ich arbeite ja als Softwareentwickler. Wieder. Nach all den Jahren in den ich nichts mehr geschrieben habe. Ich dachte, ich werde das nie mehr tun. Was mein Plan war. Nun, er ist fast aufgegangen. Aber wie das Leben so ist. Es hat seine eigene Logik.
Also musste ich mich wieder in sie Sache reingeben. Wieder Freude entwickeln. Was nicht einfach war. Dafür habe ich Monate gebraucht. Aber jetzt habe ich es geschafft. Habe wieder meine Spass daran. Sehe die Sache mehr als ein Hobby das bezahlt wird. Klar, es ist keine Hobby, aber ich halte es im Geiste so. Wieso? Nun, so kann ich auch Dinge tun, die ich nicht mehr tun will oder wollte.
Denn die Softwareentwicklung hat mich unter anderem in die Klink gebracht. Also wollte ich das alles vermeiden. Nur nicht mehr coden. Aber ich tue es wieder. Mit Freude.
Ja, ich lerne sogar nach Feierabend manchmal noch zu hause. Probiere was aus. Oder denke nach, was ich am nächsten Tag einbauen will. Welche Probleme ich noch lösen muss. Aber nicht so, dass mich das alles belasten würde. Sondern aus Spass an der Sache.
Ich denke, das ist das Wichtigste. Das einem das, was man tun Spass macht. Dass man es gerne macht. Auch wenn man es nicht tun will. Aber es dennoch sinnvoll ist.
Was für mich wichtiger ist, als was ich will. Mir geht es darum, dass ich was für andere tun kann. Das ich einen Mehrwert erbringen kann. Das kann eben auch Software sein. Und ich lerne so auch viel über die Menschen. Denn, ich muss mit ihnen sprechen. Ihre Bedürfnisse verstehen. Aber auch mal NEIN sagen können, wenn die Sache zu gross wird.
Alles in allem ist Software entwickeln nicht anders als Teamarbeit. Es ist wie einen Text schreiben. Des halb nennt man das Werkzeug dafür auch Programmiersprache. Sprache. Die hat ihre Regeln. Ihre Gesetze. Wie unsere Sprache auch. Im Grunde genommen ist es nicht anders, als das was ich jetzt gerade tue. Einen Text schreiben. Nur mit dem Unterschied, das man noch was damit machen kann. Was mit meinen Texten ja nicht der Fall ist. Man kann ihn lesen und darüber nachdenken. Mehr auch nicht. Insofern ist also nichts Spezielles an der Softwareentwicklung. Ausser, dass die Welt immer mehr davon braucht. Alles muss immer digitaler werden. Deshalb kann es nicht schaden, sich die Sache mal anzuschauen und auszuprobieren. Einen Versuch kann es ja wert sein.

Sonntag, 16. April 2017

Asperger und spezielle Bedürfnisse

Ich weiss nicht, wie es dir geht. Aber ich lese immer mehr, dass es immer mehr Menschen gibt, die spezielle Bedürfnisse einfordern. Einfach weil sie denken, sie seine anders. Ist das Zeitgeist? Ist das einfach ein Ausdruck der Individualität die die Menschen entdecken? Ich weiss es nicht. Was ich aber weiss, ist, dass es für uns so nicht einfacher wird. Es gibt so viele Bedürfnisse, die heute die Menschen, NT, haben, dass wir als Minorität einfach nicht mehr gehört werden. So kommt es mir jedenfalls vor. Muss nicht stimmt. Ist einfach mein Eindruck.
Ich werde immer und immer wieder gefragt, was für Bedürfnisse den Autisten haben. Wie muss ihr Arbeitsplatz aussehen. Wie eine Wohnung? Keine Ahnung, wie das für andere Autisten sein muss. Ich denke, es gibt nicht DEN Arbeitsplatz. DAS Bedürfnis. DIE Wohnung. Das muss doch jeder für sich selber entscheiden. Oder nicht? Für mich sind solche Fragen überflüssig. Denn es gibt das Selbe auch nicht für die NT. Sie sind auch alle verschieden. So wie wir auch. Wieso also dieses Fragen? Nun, sicher aus Nicht-Wissen. Denn sie meinen, dass Autist Autist ist. Sie irren.
Was aber könnten den spezielle Bedürfnisse sein? Nun, bei mir ist es sicher die Ruhe. Das Licht. Nur keine Licht. Oder aber, das ich genau weiss, was ich zu tun habe. Das heisst, nicht, dass ich die Lösung kenne, sondern nur, was ich zu erledigen habe. Oder die Wohnung. Nun, sie muss ruhig sein. Im Grünen. Sicher nicht in der Stadt. Aber das sind alles Dinge, die ich selber bestimmt habe. Nicht aus der Literatur habe. Vieles wie mein Leben ist, hat sich auch einfach ergeben. Manchmal ist es doch besser nicht zu viel über alles nachzudenken, sondern einfach zu leben.
Die Bedürfnisse von Autisten können genau so wenig alle erfüllt werden, wie die der NT auch.
Was mir aber auffällt, ist das es unter den NT immer mehr Menschen gibt, die Welt mit ihren Bedürfnissen terrorisieren. Sie wollen, dass alle so sind wie sie. Das alles so eine muss, wie sie es wollen. Nun, ich denke, die sind sich einfach nicht bewusst, dass es noch andere Menschen mit anderen Bedürfnissen um sie herum hat. Wohl bemerkt, NT, nicht Autisten. Wobei ich mich frage, ob nicht viele NT auch immer mehr durch ihr komisches Verhalten zu Autisten werden. Aber das ist ein anderes Thema.
Wie auch immer. Ich jedenfalls, versuche so wenig wie es nur geht, mir Gedanken zu machen, was für spezielle Bedürfnisse ich brauche. Das mach das Leben doch nur komplexer. Muss nicht sein. Ich mach es einfach. Je mehr Bedürfnisse erfüllt werden müssten, desto mehr Menschen sind in die Sache involviert. Muss nicht sein. So wenig Mensche wie es nur geht. Aber nicht Null. Auch ich brauche Menschen um mich. Auch so was. Denn viele denken, wir Autisten wollen keine Menschen um uns herum. Sie irren. Sicher mag es solche geben, aber sicher nicht alle.
Manchmal denke ich, dass es für die Welt besser wäre, wenn die NT endlich mal wieder denken würden. Den sogenannten gesunden Menschenverstand gebrauchen würden. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass dieser der Welt abhanden gekommen ist.
Das wäre eines meiner Bedürfnisse. Das die NT wieder ruhiger werden. Das sie wieder realisieren, dass sie nicht alleine sind. Das sich nicht alles um sie dreht. Sondern, dass wir eine Gesellschaft sind, in der jeder seine Aufgabe hat. Das die Menschen einfach wieder menschlicher werden. Das wäre mein Bedürfnis und auch mein Wunsch.

Mittwoch, 12. April 2017

Asperger und sich selber überwinden

Früher habe ich dies nicht verstanden. Wie soll ich mich selber überwinden. Ich bin doch kein Hindernis. Wie also kann ich mich selber überwinden?
Bis ich erkannt habe, dass sich die meisten Menschen selber im Wege stehen. Sie wollen etwas und tun es nicht. Sie denken aber handeln nicht. Aus Faulheit? Als Trägheit? Ich weiss es nicht. Was ich aber vermute, ist, dass die meisten Menschen eines nicht wollen. Veränderungen. Also tun sie nichts oder nur das, was sie kennen und können.
Beendet so was Leiden? Nein, sicher nicht. Geht es um das Beenden von Leiden? Dem Meisten nicht. Sie leiden, weil sie meinen, es gehört zum Leben. Es muss so sein. Das heisst, sie geben sich auch keine Mühe mal zu überlegen, wie sie Leiden beenden können. Nicht nur ihres, sondern auch das anderer. Klingt nach Buddha. Ich weiss. Darum geht es mir aber nicht.
Sondern, wie kann ich selber in der Welt mehr leisten. Wie kann ich mehr vom Leben haben? Wie es besser geniessen? Nun, das ist nicht einfach für mich. Denn ich bin oft, sehr oft, einfach in meinen Gedanken gefangen. Will was tun, kann nicht. Da ich nicht exakt weiss, was mich erwartet. Kling öde. Ist es manchmal auch. Doch dann sage ich mir, dass ich es wenigstens versuche. Mir Mühe gebe. Auch wenn es oft nicht von Erfolg gekrönt ist. Muss es das immer sein? Nein, sicher nicht.
Ich musste lernen, wieder in einer NT-Welt zu arbeiten. Musste lernen, dass ich wieder einfach ein Mitarbeiter bin. Dass ich genau ein Gebiet habe. Nicht wie früher mehrer. Ich konnte mitbestimmen, was im Geschäft entschieden wurde. Heute nicht mehr. Ich musst mich dafür selber überwinden. Musste einsehen, das es eine neue Chance ist. Klar, ich habe ein paar Monate gebraucht. Aber was ist das schon gegen die Jahre zuvor. Sprich, ich musste mich geistig neu ausrichten. Was ich noch immer tue. Ich musste ein Teil meines Denkens ändern. Musste Interesse und Freude für das entwickeln, was ich tue. Softwareschreiben. Aber nicht für irgend wen, sonder für die Leute mit denen ich zusammenarbeite. Das musste ich zuerst einsehen. Musste einsehen, dass ich einfach ein Teil eines Grösseren bin. Das es nicht darum geht, was ich will, sondern wie ich meinen Beitrag leisten kann. Wie ich helfen kann. Ich schweife ab.
Zurück tum Thema. Nun, also, sicher selber überwinden erfordert eine Sache. Arbeit. Man muss lernen an sich zu arbeiten. Über sich nach zu denken. Zu meditieren. Zu sein. Kein Lärm. Das ist ja was, womit viele NT so ihre Probleme haben. Die müssen immer was tun. Es muss immer irgendwo Musik sein. Ein Video. Der TV. Hauptsache keine Ruhe. Nur, so kann man sich eben nicht überwinden. Einsehen, dass man selber die ein Teil des Leides ist, welches man hat. Klar, nicht alles. Aber es ist ja auch immer eine Frage der Einstellung. Sind immer alle anderen Schuld, oder erkenne ich, das ich es auch sein kann.
Was ich entscheide, entscheide ich. Dazu muss ich stehen. Eine wichtige Erkenntnis. Die vielen logisch erscheint, in der Praxis aber nicht umgesetzt wird. Denn, NT weisen meistens die Schuld von sich. Sie sind es nicht gewesen. Wozu haben wir sonst Gerichte? Anwälte? Die Schuldfrage.
Menschen sind oft sehr mit dem verhaftet, was sie besitzen. Was sie meinen zu sein. Sie können oft nicht loslassen. Das ist auch ein Teil des Überwindens. Erkennen, dass alles nur temporär ist. Nichts ist für immer.
Dazu kommt, das auch NT immer nur vom ICH sprechen. MEIN. Egal was. Alles ist MEIN. Auch wenn es nicht so ist. Sie können diesen Gedanken nicht überwinden. Würden sie es tun, dann würden sie erkennen, dass das Leben einfach wird. Aber Achtung. Es geht mir nicht um Gleichgültigkeit oder Egoismus. Es geht einfach darum, dass wir mit so vielen Dingen belastet sind, die uns im Grunde genommen nicht gehören und um die wir uns auch keine Sorgen machen müssen. Fällt das weg, im Kopf, so wirst du merken, dass es ein anderes Leben ist. Ein Leben das freier ist. Im Geiste. Das wieder Ressourcen frei macht für anderes. Für die Familie, Arbeit oder einfach nur für sich selber.
Probiere es einfach aus. Es ist nicht einfach und braucht sehr viel Übung. Und, Rückschläge gehören dazu. Auch ich kann es nicht perfekt. Muss auch nicht sein. Denn trotz Autismus bin ich eines. Ein Mensch.

Samstag, 8. April 2017

Asperger und der Vollmond

Wenn sich jetzt einige von euch fragen, was dieser Titel soll, so fragst du dich zurecht. Es geht mir jetzt nicht darum, etwas über den Vollmond zu schreiben. Sondern er soll etwas aufzeigen.
Etwas, das ich habe. Das ich erst vor ein paar Jahren entdeckt habe. Nun, es geht um eines meiner Lieblingsthemen. Die Aussenwahrnehmung. Was also hat der Vollmond damit zu tun, wirst du dich jetzt fragen. Für mich, sehr viel.
Denn, ich kann die Umwelt die Umgebung, nicht wahrnehmen. Nichts. Ich weiss nicht, bin ich Draussen, oder Drinnen. Bin ich neben jemandem oder nicht. Nichts. Das ist auch der Grund, wieso ich mich durch die Welt tasten muss. Einfach weil ich sie nicht wahrnehmen kann.
Was hat das mit dem Mond zu tun? Sehr viel. Mehr, als mir lieb ist. Denn, ich merke, wenn es vor dem Vollmond ist. 2 Tage zuvor. Ich kann nicht mehr schlafen. Mein Kopf fühlt sich an, als ob er im Dauerstress ist. Kann nicht mehr abschalten. Alles in den Beinen kribbelt. Ist dann aber Vollmond dann ist alles wieder vorbei.
Nur das was ich Oben geschildert habe, kann ich von der Aussenwelt merken. Ausgerechnet den Mond! Etwas, das nicht mal auf diesem Planeten ist. Schon verrückt. Für mich ist es das. Ich wusste dass mein Leben lang nicht. Bis ich eines Tages untersucht habe, wieso ich immer zu einer bestimmten Zeit im Monat nicht schlafen konnte und kann. Es hing wie gesagt, immer mit der Zeit 2 Tage vor dem Vollmond zusammen. Was habe ich unternommen um dem Herr zu werden? Nichts. Es gibt einfach nichts. Weder Temesta noch sonst was. Ist so. Ich kenne es nicht anders.
Was aber hat das alles mit dem Autismus zu tun, wirst du dich jetzt sicher fragen. Wieso schreibt der so was? Nun, eben, es geht um die Aussenwahrnehmung. Die ist, bei uns eben anders als bei den NT. Nur, dass ich gar keine habe. Das ich nichts registrieren kann. Für mich ist das kein Problem. Nur, als ich erfahren habe, dass das nicht normal ist, brach für mich eine Welt zusammen. Denn, ich dachte nicht, das man die Welt wahrnehmen kann. Ja, ich kam nicht einmal auf die Idee. Das war hart. Aber ich habe dann lernen müssen, dass es einfach so ist. Heute ist es für ich kein Problem mehr.
Auch habe ich viel weniger blaue Flecken als früher. Ich konnte mir diese nie erklären. Heute kenne ich den Grund. Ist das schlimm, wenn ich die Welt nicht wahrnehmen kann? Nicht so wie die NT? Nein. Wie gesagt, ich kenne es nicht anders. Für NT wäre es sicher schlimm.
Aber es zeigt mir auch, dass Wahrnehmung relativ ist. Das niemand weiss, wie der andere die Welt wahrnimmt. Dass niemand dies absolut sagen kann. Was ich aber weiss, ist das die NT sicher nicht so wahrnehmen wie ich. Nichts. Das nicht. Denn sonst würde nicht immer vom Fühlen gesprochen werden. Sicher, sie meinen die Emotionen. Aber nicht nur. Sondern auch andere Menschen. Sie merken wenn sich jemand im Raum befindet. Sie merken Blicke. Sie merken Stimmungen. Ich nicht. Nichts. Das ist nicht immer einfach gewesen. Heute? Sicher. Denn ich bewege mich nur in der NT-Welt, wenn ich muss. Und wenn, habe ich meine Strategie. Eine ist, Augen auf. Schauen. Eine andere ist meine geliebte Frau. Sie ist oft meine Rettung. Sie stoppt mich. Zieht mich zurück. Macht mich aufmerksam auf andere. Dafür bin ich dankbar. Denn ich kann das nicht. Diese Art von Hilfe hätte ich früher abgelehnt. Heute nicht mehr. Heute nehme ich sie dankbar an. Auch wenn sie mir manchmal zeigt, dass ich behindert bin. Damit komme ich aber klar.
Der Vollmond. das waren meine kurzen Gedanken dazu. Hat wenig damit zu tun und doch sehr viel. Vielleicht hilft euch dass, wenn ich mal wieder schlaflos im Bett liegt. Schaut doch das nächste mal den Vollmondkalender an. Vielleicht hilft er euch den Grund zu finden. Mir jedenfalls half er. Heute nerve ich mich nicht mehr, sondern ich weiss wieso ich nicht schlafen kann. Aber sicher, nicht immer ist der Vollmond die Ursache.