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Samstag, 21. März 2015

Asperger und das sich vergleichen

Jeder Mensch ist für sich. Nun, das dachte ich zumindest. Aber dem ist ja nicht so. Menschen vergleichen sich ständig mit anderen. Sie haben Angst dass sie weniger können als andere. Weniger haben. Sie vergleichen sich.
Das tue ich nicht. Ich bin mein eigener Massstab. Bin mir selber genüge. Das war aber nicht immer so. Ich verglich mich auch oft. Sah, dass ich weniger habe. Weniger kann. Auch wurde mir immer wieder gesagt, das das was ich tue nicht reiche. Das was ich bin. Nur, ich wusste nicht, was ich war. Heute weiss ich es. Weiss, was ich bin. Deshalb muss ich mich nicht mehr vergleichen. Aber auch, weil ich nicht wahnsinnig werden will. Das stresst. Sich immer zu vergleichen. Immer das Neuste zu haben. Immer überall mitreden zu können. Alles zu kennen.
Nein, das muss nicht mehr sein. Das ist auch nicht mehr.
Seither lebe ich besser. Viel besser. Ich kann das Leben auch mal geniessen. Was ich früher nie konnte. Ich wusste nicht einmal was das ist.
Vergleichen ist, so denke ich, dem Menschen angeboren. Sie verstehen nicht, wenn das jemand nicht macht. Wenn es einem egal ist, was andere über einem denken. Ich denke ja auch meine Gedanken über andere. Aber ich sage sie nicht. Zumindest nicht alles. Das würden sie eh nicht begreifen. Ich fand heraus, das sie anders denken. Das den NT's andere Dinge wichtig sind. Das ihnen das Äussere wichtiger ist, als das Innere. Aussehen und Ansehen sind alles. Die innere Welt nichts. Sie verstehen nicht, das Autisten so nicht sind. Sie verstehen nicht, das uns unsere eigene Welt das Wichtigste ist. Das was uns ausmacht. Nicht das, wie uns die NT's definieren. Für sie sind wir einfach die Autisten. Die Komischen. Sollen sie doch. Mir ist das egal. Für mich sind sie auch nur die NT's. Einfach die Normalen. Das hören sie nicht gerne. Das macht sie zu einfach Menschen. Nichts besonders. Wir aber sind etwas besonders. Autisten. Sie nicht. Sie vergleichen unsere Fähigkeiten mit denen die sie haben. Erkennen, das sie das was wir können nicht könne. Sind neidisch. Aber sie sehen nicht, was der Preis dafür ist. Das wir vieles, was sie einfach können, nicht können. Die einfachsten Dinge. Nun, sie wollen alles. Wir wollen nur in Ruhe gelassen werden. In der eigenen Welt leben.
Aber das geht ja nicht. Zumindest für mich nicht. Ich will arbeiten. Will ein Teil der Gesellschaft sein. Eben auf meine Art. Ohne mich zu messen. Ohne mich zu vergleichen. Das ist auch das was ich tue. Ich denke oft, das es einfach ist, zu sein, wie ich bin, als so zu sein, wie die anderen. Das wäre nur ein Theater. Das muss nicht mehr sein.
So kann ich mehr leisten und besser leben, wenn ich bin wie ich bin. Wenn ich nicht schaue, was andere haben oder sind. Mir ist das was ich habe genüge. Das was ich bin, reicht mir. Wieso immer mehr wollen? Immer etwas anderes. Ist es nicht so, das man so immer unzufrieden ist? Nie ankommt? Ich denke ja. Denn wenn man nicht immer mehr will, hat man mehr vom Leben. Dieses ist ja so schon schwer genug. Wieso sich also das Leben noch schwerer machen? Ich verstehe die NT's nicht. Sie tun genau das. Klagen und sind nie zufrieden. Klar habe ich ich Dinge die mir nicht passen. Aber ich sage mir, dass alles einen Grund hat. Das alles gut so ist, wie es ist. Das hilft mir enorm. So muss ich mich auch nicht vergleichen.