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Donnerstag, 5. November 2015

Asperger und zuviel Denken

Kriege ich eine Aufgabe, so denke ich sie immer zuerst zu Ende. Denke was ich alles tun muss. Denke wie ich alles mache. Was es alles braucht. Nur, das Problem ist, dass ich nicht alles tun kann. Das nicht alles so gewünscht wird, wie ich es mir ausdenke. Führt das zu Frust? Ja sicher tut es das. Aber es ist auch so, das ich lerne auf andere zu hören. Das ich nicht alles selber denken muss.
Aber auch, dass sie meine Gedanken sehen wollen. Wie? Ganz einfach, in Form von Dokumenten. In Form von Grafiken. Sie wollen Ergebnisse, und nicht nur viele Gedanken und Worte.
Das ist für mich, der viel denkt, neu. Aber ich denke, es ist ein Weg der sich lohnt zu gehen. Denn, so denke ich, das er weniger Energie benötigt. Das ich so meine Aufgabe besser tun kann. Dass ich nicht immer abschweife. Nicht nur mit den Gedanken, sondern auch mit dem Handeln. Mit dem mit anderen zusammen zu arbeiten.
Auch das ist neu, wie so Vieles. Aber es ist auch gut so. Denn ich lerne immer wieder, dass es nicht möglich ist meine Gedanken vollständig umzusetzen. Das ich kleiner Schritte nehmen muss. Machen muss. Es geht dabei nicht so sehr um mich, als um die anderen. Denn sie können meinen Gedanken nicht folgen. Weil sie zu viele sind. Sie meinen auch, dass ich einfach was tun will, das sie nicht wollen. Dem aber ist nicht so. Ich folge nur meinen Gedanken. Meinen Bildern. Das ist was anderes. Nur, das einem NT klar machen, das geht nicht. Also muss ich schauen, wie ich meine Gedanken so ihnen präsentieren kann, das sie mich verstehen. Dabei geht es nicht darum, das sie dumm sind. Sondern das sie die Menge an Informationen die ich liefere nicht verarbeiten können und nicht zuhören. Das bringt ja dann auch nichts.
Ich will ja mit den NT arbeiten. Will ja nicht nur denken. Das muss ich lernen. Denn ich bestehe nur aus Denken. Bestehe nur aus Gedanken. Die NT sind diejenigen die mich auf die Idee gebracht haben, mal was anderes auszuprobieren. Nicht so werden wie sie. Sondern einfach versuchen meine Welt in die ihre zu bringen. Und zwar so, das sie es verstehen. Denn Gedanken in Worte fassen, das ist nicht einfach. Das kennt ihr sicher auch. Man will etwas sagen, kann es nicht, weil man die Worte nicht hat. Aber die Gedanken. Die müssen halt nicht Worte sein. Wie bei mir. Sondern es sind Bilder. Wie also die Bilder in Worte fassen. Gar nicht. Sondern auch wieder in Bilder. In Form von Diagrammen oder MindMaps. Wieso auch nicht? Es ist für mich eine interessante Erfahrung das mal auszuprobieren. Vielleicht funktioniert es ja, und die NT nehmen mich so besser wahr.
Also habe ich mir gesagt, ich denke weniger und handle mehr. Was nicht einfach sein wird. Aber es ist eine Herausforderung. Deshalb denke und hoffe ich, das ich es hinkriegen werde. Das ich von den NT verstanden werde. Ja, dass sie auf mich hören. Nur, meine Sprache die ich spreche, die kann ich nicht anpassen. Nicht wenn ich was beschreibe. Aber das macht nichts. Ich versuche es einfach mit Bilder. Gedanken die Bilder sind, wieder in Bilder darstellen. Mal sehen, wie das wird.