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Freitag, 9. November 2012

Autismus und das Paradox

Das Wollen und das effektive Tun, sind nicht das Gleiche. Das erlebe ich immer wieder auf Arbeit, aber auch bei mir selber. Ich nehme mir einiges vor, mache es aber nicht oder nur zur Hälfte. Dies, obwohl ich mir es fest vorgenommen habe.
Das Selbe erlebe ich, wenn ich jemandem Arbeit gebe. So heisst es schnell, dass sie nicht interessiert oder nicht wichtig sein. Frage ich dann, was gefallen würde, oder interessieren, so erhalte ich keine Antwort. Dies ist für mich das Paradox. Denn gibt es eine Aufgabe, so will man sie nicht, gibt es keine, so weiss man nicht was machen. Dieser Widerspruch ist sehr schwierig zu handhaben.
Bei mir ist es auch so. Weiss ich, was ich machen soll, so ist es ein leichtes, es tu tun oder erledigen. Kriege ich eine Aufgabe, so hinterfrage ich sie meistens. Ergibt sie keinen Sinn, so lasse ich sie bleiben, obwohl sie für jemand anders wichtig ist. Für mich nicht, also weg damit.
Dies Art zu arbeiten, ist sehr hinderlich. Denn so kann nie produktiv gearbeitet werden. Wenn der Arbeiter nicht weiss, was er will und der Arbeitgeber aber keine Arbeit geben kann, so wird daraus nichts. Es ist also eher eine Frage der Einstellung. Arbeit muss nicht immer nur Spass und Vergnügen sein. Nein, sie ist da, dass bestimmte Dinge gemacht sind, oder funktionieren. Der Grund wieso Arbeit sein muss, ist sicher in erster Linie das Geld. Ohne Geld wird es in unserer Gesellschaft sehr schwierig. Dass sehen aber einige nicht ein. Sie meine, es reicht, dass sie einfach sind. Werden sie aber gefragt, was sie vom Leben erwarten, so kommen erstaunliche Antworten. Meistens ist es der Wunsch, einen guten Job zu haben, gut ausgebildet zu sein, ein eigenes Leben führen. Naja, dafür muss etwas gemacht werden. Denn ohne Fleiss kein Preis. So ein altes immer noch gültiges Sprichwort.
Ich selber kämpfe auch immer wieder gegen mich selber an. Denn ich habe auch Ideen, welche ich umsetzten will. Scheiter jedoch auch manchmal daran, dass ich es einfach nicht umsetzten kann. Egal wiesehr ich mich anstrenge. Was ich aber mache, ist, dass ich einfach beginne, ohne gross darüber nachzudenken. So komme ich in die Aufgabe rein, und es packt mich dann doch. Dies ist eine Technik, die ich mir aneignen musste. Sie klappt auch nicht immer 100%. Aber doch besser als noch vor einiger Zeit. Es ist das eigene Bewusstsein, was man überlisten muss. Nicht immer denken, es geht schon, oder es erledigt sich dann von selbst. Nein, ich selber kann etwas beenden oder eben nicht. Es liegt in meiner Entscheidung, nicht in derer der anderen. Ich bin selber dafür verantwortlich. Dies ein zusehen, ist nicht so einfach. Jedoch hilft es sehr.
Was auch wichtig ist, ist das man fragen soll, wenn man nicht weiter kommt. Und nicht einfach die Arbeit oder Aufgabe beiseite legen, und hoffen, dass sie ein anderer macht. Das klappt auch nicht.
Wer einen Aufgabe übernommen hat, ist dafür verantwortlich, dass sie auch erledigt wird.
Das Paradox ist also der Widerspruch zwischen Wollen und Tun.