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Freitag, 1. April 2016

Asperger und unter NT

Unter NT zu sein, ist manchmal echt anstrengend. Sie verändern immer alles. Sie sind nur auf sich bedacht. Verstehen grosse Zusammenhänge nicht. Sind langsam. Sie wissen oft nicht mehr weiter. Brauchen für alles eine Schulung. Alles muss ihnen erklärt werden. Sie haben oft Angst. Sie sind komisch.
Nun, so sehe ich sie manchmal. Aber klar. Nicht immer. Meistens sind sie mir egal. Sprich, sie nerven mich nicht. Nur, manchmal eben nicht. Dann kann es mir kein NT recht machen. Nun, ich denke, damit bin ich nicht alleine. Ich denke, das auch NT NT auf die Nerven gehen können. Das auch sie manchmal genug von den anderen haben.
Bei mir ist es nicht das. Sondern, dass ich sehr viel um NT herum bin. Ich bin also unter ihnen. Manchmal denke ich, ist dies auch wörtlich zu verstehen. Unter NT. Naja, das ginge auch mit Bindestrich, Unter-NT. Hat auch was. Aber so komme ich mir nicht vor. Manchmal als den Behinderten, ja sicher. Aber das bin ich auch. Ich weiss auch, dass ich nie so wie die NT sein werde. Das ich nie verstehen werde, was ihnen wichtig ist. Das ich nie erkennen werde, was sie wirklich wollen. Für mich kommt immer alles plötzlich. Die NT aber die können Ereignisse voraus ahnen. Ich nicht. Ich muss sie mir im Voraus überlegen. Denken. Das ist den NT nicht gegeben. Nicht, dass sie nicht denken, aber einfach nicht so viel und genau. Aber das ist was anderes.
Jedenfalls lebe und arbeite ich unter den NT. Damit habe ich mich abgefunden. Naja, muss ich ja. Es gibt ja nicht so viele von uns. Im Verhältnis zu den NT. Also geht es doch darum, das Beste aus der Situation zu machen. Sprich, dem Leben. Das ist ja so eine Art Situation, einfach viel länger.
Ich lebe seit ich denken kann unter NT. Aber trotz dem, habe ich so manches nicht begriffen. Habe nicht verstanden, was wirklich zählt. Ich kann es mir nur denken. Nur, damit liege ich oft falsch. Aber ich denke auch das, kennt ihr. Damit bin ich nicht alleine. So hoffe ich jedenfalls.
Wie dem auch sei. Ich versuche so gut ich kann, mich in dieser Welt zurecht zu finden. Versuche so gut ich kann, das zu tun, was ich tun muss, oder eben soll. Was nicht immer einfach ist. Denn es kann auch mal passieren, das ich nichts tun kann. Ja, mich fast nicht bewegen. Was dann? Warten. Etwas anderes kenne ich nicht. Funktioniert auch nicht. Nur meine Frau, kann mich aus so einer Starre wirklich holen. Wie sie das macht? Ihr Geheimnis. Keine Ahnung.Muss ich auch nicht wissen, so lange es funktioniert, ist es ja gut.
Das Leben unter NT ist oft anstrengend. Denn ich verstehe oft ihre Sprache nicht. Verstehe oft gar nichts. Aber das macht nichts. Denn ich kenne es nur so. Für mich ist das also normal. Ich kann damit gut leben. Für mich ist es nicht ein müssen, sondern ein wollen. Ich denke, es kommt auf die Einstellung an und nicht auf eine Diagnose oder sonst was. Sondern einfach, das Menschen mit Menschen zusammen sind. Das Menschen für Menschen da sind. Auch wen sie manchmal nerven. So sind und bleiben es Menschen. Es spielt also keine Rolle was man ist, sondern wie man zum Leben und auch sich selber eingestellt ist. Dann klappt es auch unter den NT.