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Samstag, 12. November 2016

Asperger und die Verwirrung

Wenn ich mir die jüngsten Ereignisse in Amerika so ansehe, frage ich mich was mit den NT los ist. Sie sind verwirrt. Denn, wenn sie sich was vorstellen, und es nicht eintritt, sind sie ratlos. Verwirrt eben. Sie wissen dann nicht mehr weiter.
Nun, Verwirrung entsteht doch nur dann, wenn man nicht in Optionen denkt. Das heisst, nicht alle Möglichkeiten berücksichtigt. Das, so denke ich, können die NT nicht. Denn sie sind zu sehr von ihren Emotionen geleitet. Sehen nicht weiter als das was sie fühlen. Sie denken eben nicht so viel.
Für mich ist das nicht verständlich. Denn ich denke sehr viel. Manchmal auch zu viel. Aber ich kann es eben nicht ändern. Nur, das ist sicher einer der Gründe, wieso ich nicht verwirrt bin. Wieso mich vieles, was die NT erstaunt, eben nicht erstaunt. Denn ich kenne das mit den Emotionen, so wie es die NT kennen, nicht. Das ist etwas, das mir verschlossen bleibt. Macht nichts. Denn ich kenne es nicht anders.
Nur, ich versuche den NT zu zeigen, dass sie mehr denken sollen. Achtsamer sein. In Optionen denken. Das verstehen sie nicht. Die denken ich spinne. Womit sie aus ihrer Sicht recht haben. Aus meiner Sicht aber, spinnen sie.
Wie auch immer. Verwirrung kommt auch von Nichtwissen. Das heisst, sie lesen nicht mehr viel. Denken darüber nach. Sie sehen Youtube-Videos. Konsumieren und denken sich nichts dabei. So ist sie nun mal, die neue NT-Welt. Konsumieren und nicht nicht denken. Oder wie die alten Römer schon erkannt haben. Brot und Spiele. Nur, das wir heute nicht mehr Brot und Spiele haben, sondern Shopping und YouTube. Der Effekt ist aber der selbe. Nur nicht denken. Aber wenn einem was nicht passt, gleich auf die Strasse gehen und randalieren. Das soll mal einer verstehen. Ich jedenfalls tue es nicht.
Verwirrung ist bei den NT allgegenwärtig. Das ist eine Behauptung von mir. Ob sie stimmt, weiss ich nicht. Dazu kommt, das sie immer Angst haben. Eines der Worte die in den News immer und immer wieder auftaucht. Verstehe ich auch nicht.
Ergo, ich verstehe so manches nicht. Manchmal frage ich mich, wie ich überhaupt in der NT-Welt zurecht kommen kann. Nun, komme ich in ihr zurecht? Auf meine Art ja. Aber der Kontakt den ich zu ihr habe, ist nur minimal. So wenig, das es ein NT nicht könnte. Die brauchen mehr als ich. Ist ja nicht verwunderlich. Sie sind NT und ich Autist. Ist das Leben so besser? Anders.
Bin ich verwirrt deswegen? Nein. Wieso? Weil ich das Verhalten der NT seit Jahren studiere und mich damit befasse. So kann ich vieles erkennen auch wenn ich es nicht verstehe. Aber dafür kann ich die NT fragen. Und, sie geben mir sogar Antwort. Ohne das sie die Absicht erkennen. So lerne ich von ihnen. Nur, ich lerne von ihnen. Aber wollen die NT auch von uns lernen?
Sie lesen unsere Bücher. Gut. Sie sehen Autisten-Filme. Auch gut. Aber frage sie uns. Sprechen sie mit uns? Nein. Muss man ihnen alles erklären? Ja.
Wenn NT das erste Mal auf einen Autisten treffen, sind sie oft verwirrt und haben Angst. Sie wissen nicht, was sagen oder wie reagieren. Dabei, könnten sie einfach mal denken, das auch wir normale Menschen sind. Das wir auch normal behandelt werden wollen. Damit meine ich, das sie uns ernst nehmen sollten. Und nicht einfach nur als Behinderte sehen. Was viele aber leider tun.
Nun, das ist jetzt ein wenig über die NT hergezogen. Aber das muss auch ab und zu sein.
Im Grunde genommen, mag ich die NT. denn sie können genau wenig etwas dafür, wie sie sind, wie wir auch. Schlussendlich geht es doch darum das wir alle friedlich miteinander leben. Was bleibt usn anderes übrig. Sich einfach der Welt verschliessen? Nein, das ist nicht mein Ding. Einfach nur in meiner eigenen Welt leben? Nein.
Ich denke, dass Verwirrung dadurch aufgehoben werden kann, wenn die Menschen ruhiger wären. Wenn sie achtsamer wären. Nicht immer müssten. Nicht immer dem Nächsten nachrennen. Immer alles haben müssten. Und vor allem, wenn sie erkennen würden, das andere Menschen auch andere Meinungen haben können.