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Freitag, 10. März 2017

Asperger und die schnelle Welt

Die Menschen wollen immer mehr. Alles muss immer JETZT sein. Sie haben keine Zeit mehr, zu ruhen. Sie geben aber anderen, dem sogenannten System die Schuld. Nur, sie selber sind ja ein Teil dessen. Das wollen sie nicht einsehen.
Die schnelle Welt. Wie kann sie wieder langsamer gemacht werden? Nun, indem man nicht bei allem was IN ist, mitmacht. Nicht alles haben muss. Mal zufrieden ist, mit dem, was man hat.
Ich selber habe mich lange Jahre bemüht da mitzumachen. Trends zu folgen. Dazuzugehören wollen. Aber das alles hat nichts gebracht. Ausser einen Zusammenbruch.
Heute sehe ich das Ganze aus der Distanz an. Lese nicht mehr so viele News. Lese nicht nicht mehr so viel, was man muss und sein muss. Ich bin ich. Egoistisch? Autistisch? Vielleicht. Aber ich denke, nein. Sondern einfach die Erkenntnis, das es besser ist, bei sich zu sein, als bei der Welt. Die ist mir zu schnell. Die Meschen verstehe ich oft nicht, was sie sagen oder tun. Ich habe mich bemüht, aber ich musste einsehen, dass es nicht klappt. Ich finde den Zugang zu ihnen nicht. Also lasse ich es.
Ich versuche einfach so gut ich kann, durch das Leben zu kommen. Durch diese Welt. Nicht meine. Aber ich muss in ihr sein. Muss arbeiten. Leben. Ob es mir passt oder nicht.
Die Menschen, NT, täten oft auch gut daran, mal Abstand von allem zu nehmen. Damit meine ich nicht Ferien. Das ist auch wieder müssen. Verreisen. Weg sein. Organisieren. Nein. Ich meine, geistigen Abstand zu allem haben.
Wie mache ich das? Ausser das ich nicht mehr so viele News lese? Nun, ich habe es schon einige Male geschrieben. Meditation. Sie half und hilft mir bis heute. Es ist aber nicht so, dass ich einfach den ganzen Abend meditiere. Sicher nicht. Sondern einfach, wenn mir danach ist. Wenn ich merke, dass mich alles gestresst hat. Ich unruhig bin. Dann meditiere ich.
Es ist nicht immer einfach, so zur Ruhe zu kommen. Muss es auch nicht vollständig. Sondern einfach ein wenig. Auch kann ich so meine Gedanken wieder auf das lenken, was wichtig ist. Die innere Ruhe. Nicht der Stress. Nicht das Müssen. Sondern das Sein.
Damit haben viele Menschen, Autisten wie NT Mühe. Es ist nicht einfach so zu leben. Aber es geht. Denn es heisst, dass man nicht bei allem mitreden kann. Das man nicht so ist wie die anderen sind. Nicht verstanden wird. Das hat so nichts mit dem Autismus zu tun, sondern mit der Erfahrung die ich bis jetzt gemacht habe. Mit mir selber.
Die Menschen selber sind die Ursache für die schnelle Welt. Für den Stress. Die Verwirrung. Sie denken nicht mehr. Maschinen tun dies. Sprich, Handys Apps. Die denken für sie. Wann warst du das letzte Mal einfach in einem ruhigen Raum nur für dich? Nicht für Minuten, sondern Stunden. Einfach nur du. Überlege mal?
Die meisten können diese Frage nicht beantworten. Eben weil sie es nicht können oder wollen. Sie wollen mit der Welt verbunden sein. Facebook und WhatsApp. All diese Dinge tragen doch nur dazu bei, das der Mensch immer weniger Mensch ist. Das er immer mehr nur noch ein Ding wird. Übertrieben formuliert. Aber viele kommen mir so vor. Sie sind nicht mehr bei sich. Auch wenn sie nur noch an sich und die eigenen Bedürfnisse denke. Daran ist nichts auszusetzen. Doch muss man manchmal über sich hinaus denken. Denken, was anderen dienlich ist. Nicht immer nur sich selber. Ich jedenfalls denke so. Dass das das Leben nicht einfacher macht, weiss ich. Aber es ist bei mir nun mal so.
Deshalb versuche ich, wenn ich alleine bin, die Zeit zu nutzen um meine innere Ruhe zu finden und halten. zu entwickeln. Nicht was die Welt will, sondern was ich will. Es ist wie mit allem. Es ist nur eine Frage der Übung. Eine Frage der Einstellung und der Bereitschaft nicht bei allem mitzumachen. Nicht überall dabei zu sein. Sondern einfach sich selber sein. Denn dann spielt es keine Rolle, ob die Welt einem schnell vorkommt oder nicht. Sie ist dann einfach da. Mehr nicht.