Dieses Blog durchsuchen

Translate

Freitag, 29. November 2013

Asperger und das Interesse

Es gibt sicher kaum ein Mensch, welcher sich nicht für irgendwas interessiert. Welcher nicht ein Hobby hat. Viele machen ihr Hobby sogar zum Beruf. Sie erkennen das ihr Interesse und ihre Fähigkeiten ausreichen um damit Geld zu verdienen. Sie können sich so voll und ganz dem Beruf hingeben. Weil es dadurch nicht einfach ein Beruf ist, sondern das was sie wirklich machen wollen.
Ich mache auch das, was mich interessiert. Ich bin Informatiker. Und das auch gerne. Es ist aber nicht so, dass alles immer super und toll ist. Aber im grossen und ganzen gefällt mir meine Arbeit. Ich war mir aber von Anfang an bewusst, das Informatik nichts mit gamen zu tun hat, sondern harte Arbeit ist. Das es darum geht, Probleme zu lösen, und nicht einfach am PC zu sitzen und machen was man will.
Ich erlebe es immer wieder, dass Asperger einfach nur das machen wollen, was sie interessiert. Sie sehen nicht, das das nicht reicht. Sie meinen, dass das was sie machen gut ist. Dabei geht es nicht so sehr darum, was sie interessiert, sondern wie sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen könnten. Es gehört immer mehr dazu, als einfach einbisschen was zu machen. Oder noch schlimmer, zu sagen, dass die Arbeit nicht gemacht, wird weil sie nicht interessiert. Das finde ich am schlimmsten. Arbeit einfach verweigern. Wieso ist man dann zur Arbeit gegangen? Wieso ist man dann an diesem Platz?
Nun, viele sind es einfach nur gewohnt, dass sie machen können, was sie wollen. Sie wissen gar nicht mehr, wie es ist, Arbeiten auszuführen. Sie sind es gewohnt, ihren eigenen Interessen nachzugehen. Wissen gar nicht, was es heisst, jeden Tag volle Leistung zu bringen. Arbeit beinhalten im Normalfall viel mehr, als einfach nur das was einem interessiert.
Ich finde aber genau das das spannende. Das ist es doch, was die Arbeit ausmacht. Das Neue, das Unbekannte. Auch wenn es manchmal Mühe bereitet, etwas Neues zu lernen, so ist es am Ende jeweils doch schön zu sehen, dass man wieder was erreicht hat. Ich für mich habe meine Arbeit als ganzes zu meinem Interesse gemacht. Dazu gehören Sitzungen, Gespräche , Testen , Programmieren. Es ist abwechslungsreich. Ich weiss am Morgen wenn ich ins Büro komme, meist nicht was mich erwartet. Das ist für mich nicht schlimm, denn es ist Teil meines Berufes. Dies kann ich aber nur genau weil, es mein Interesse ist. So erleichtere ich mir meiner Arbeit sehr, und kann auch Dinge tun, welche mir egal sind. Welche mich nicht interessieren. ich erledige sic aber trotzdem, eben, weil sie zu meiner Arbeit gehören. Viele Asperger die ich kennen, tun sich aber genau damit schwer. Sie meinen, dass sie einfach anwesend sein können  und tun was sie wollen. Gamen oder anwesend sein, reicht nicht. Sie sehen es aber nicht ein.
Auch geht es nicht immer darum, dass man machen kann, was man will. Es geht viel mehr darum, zu tun, was die Firma will. Was man in der Firma erreichen will. Was für Ziele man sich steckt. Doch dazu, muss man zuerst Ziele haben. Dies ist gar nicht so einfach. Ich weiss. Aber nur, wer eine Vorstellung hat, was er will, kann es auch erreichen. Dafür ist aber immer eine Anstrengung nötig. Diese scheuen aber viele Asperger. Sie sehen nicht, wieso sie Arbeiten tun sollen, die sie nicht interessieren. Wieso sie für ihr Geld arbeiten sollen. Doch es gibt auch andere. Solche die es begriffen haben. Solche die wollen. Solche die sehen, das Arbeit eifach Arbeit ist. Sie erledigen diese jeweils perfekt und schnell. Sie freuen sich über jede Art von Auftrag. Das gibt es auch. Ich denke, dass es bei den Muggel sicher nicht anders ist.