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Montag, 29. Februar 2016

Asperger und ungewollte Ausraster

Ausraster können immer mal passieren. Die Nachrichten sind ja jeden Tag voll mit Meldungen, was NT wieder so alles angestellte haben. Sie zerstören etwas. Bringen jemanden um oder beginnen einen Krieg. Je nachdem. Nun, sicher, das sind die NT. Dennoch sind es nicht die Art von Ausraster die ich von mir kenne. Ausraster die zwar niemanden gefährden, aber dennoch sehr unangenehm sein können. Für mich wie für mein Umfeld.
Was mich immer mal wieder beschäftigt, ist die Frage nach dem WARUM. Ich meine, wie kann es dazu kommen? Wie kann so was verhindert werden? Das ist eine typische NT-Frage. Ich habe mir diese selber so noch nie gestellt. Und was viele interessieren wird, wie es einem in so einem Moment geht. Tja, viele Fragen, aber ich habe leider keine abschliessende Antworten.
Gründe sind sicher, Licht und Lärm. Wenn sie plötzlich sind. Das ertrage ich nicht. Stress. Wen ich plötzlich viel erledigen muss und immer noch mehr dazukommt. Wenn ich keinen Sinn in dem sehe, was ich tue. Also Sinnlosigkeit. Wenn ich nicht mehr weiter weiss. Keine Lösung für ein Problem finden kann. Solche Dinge können zu Ausraster führen.
Wie können sie verhindert werden. Nun, das ist einfach. All das was Oben erwähnt ist, darf nicht geschehen. Das wars. Nun, schön. Aber im realen Leben ist das nicht machbar. Nicht so, wie ich es brauche. Muss auch nicht sein. Ein möglicher Weg den ich gehe, ist eine kurze Meditation am Morgenfrüh. 5 Minuten. Das reicht mir oft um mich auf mich und den Tag zu fokussieren. Wenn es mal nicht reichen soll, ist ja immer noch die Mittagspause da. Damit habe ich bis jetzt Erfolg. Ich habe seit Monaten keinen ungewollten Ausraster mehr gehabt. Nur, wenn mir das jemand erzählt hätte, dass es so einfach ist, hätte ich es nicht geglaubt. Ich habe es einfach mal selber ausprobiert. Klar, aller Anfang ist schwer, aber mit der Zeit ging und geht es immer besser. Heute bin ich auch viel gelassener als auch schon.
Wie geht es mir wenn ich eine Ausraster habe? Keine Ahnung. Wieso? Weil ich mich schlicht und einfach nicht daran erinnern kann. Ich weiss nur, das was war, aber nicht was. Das ist das Unangenehme. Der Vorgang selber ist sehr erschöpfend. Massiv sogar. Ich lasse mir manchmal erzählen was ich alles gesagt habe. Nun, das bin dann nicht ich, auch wenn ich es bin. Paradox, ich weiss. Aber ich denke, das unterscheidet mich von den Ausraster der NT.
Das Mühsame ist, das ich es merke das so ein Ausraster kommt, ich kann ihn aber nicht verhindern. Keine Chance. Er ist dann einfach. Der Ausraster. Für mich heisst es dann, abwarten. Für mein Umfeld heisst es abwarten und das Gesagte nicht persönlich nehmen. DAS wiederum ist nicht so einfach. Denn, NT nehmen alles persönlich. Sie sind halt sehr emotional. Und so ein Ausraster ist in ihren Augen, sehr emotional. Für mich irgendwie, schmerzhaft.
Ungewollte Ausraster kann ich auch durch den Fokus auf meinen Atem entgegenwirken. Nur fokussieren wie ich atme. Dabei ändere ich den Atem nicht. Das ist aber nicht so einfach. Denn genau in so einer Situation wie kurz vor einem Ausraster habe ich fast keine Kontrolle mehr über meinen Körper. Dennoch, es gelingt mir immer besser. Daran habe ich jetzt einige Jahre gearbeitet. Nie habe ich eine Lösung gefunden. Bis ich Ende letzten Jahres (2015) die Lösung für mich entdeckt hatte. Nun, diese Lösung ist für mich. Ob sie auch bei anderen Personen funktioniert, weiss ich nicht. Ich jedenfalls bin schon mal froh, das sie bei mir funktioniert.
Ich lebe auch bewusster. Das was ich tue tue ich. Und denke dabei nicht noch an anderes. Auch das ist nicht so einfach. Hilft mir aber auch, dass ich nicht ausraste. Denn ich habe so ein anderes Bewusstsein für das was ich tue. Klingt abgehoben. Ist es aber nicht. Der Grund ist, dass ich mich so nicht selber stresse. Sprich etwas tue, etwas anderes denke und auch noch versuche ein Problem zu lösen. Das wird auf Dauer zu viel. Muss nicht sein.
Auf jeden Fall bin ich heute froh, dass ich einen Weg gefunden habe meine ungewollten Ausraster nicht wegzubringen, aber das sie weniger geworden sind. Das ist für mich angenehmer, aber besonders für mein Umfeld.