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Freitag, 16. September 2016

Asperger und immer mehr haben

NT sind komische Wesen. Irgendwie sind sie nie mit dem, was sie haben zu frieden. Sie wollen immer mehr haben als andere. Wenn jemand in den Ferien war, so war MAN an einem krasseren Ort. Wen man etwas kauft, so hat MAN etwas Besseres.
Nur, NT wissen nicht, wieso sie das tun. Sie tun dies doch nur, damit alle Aufmerksamkeit bei ihnen ist. Das sie bewundert werden. Dass sie nicht Ausgeschlossen werden. Ja, das sie dabei sind. Das soll mal einer verstehen. Ich jedenfalls tue dies nicht.
Mir reicht das, was ich habe. Ich muss niemand sagen, was ich habe. Wo ich war. Wozu auch? Brauche und suche ich die Aufmerksamkeit von anderen? Nein, sicher nicht. Nur, das wiederum verstehen die NT nichts. Sie verstehen nicht, wie es Menschen geben kann, die nicht immer mehr haben wollen. Die nicht angeben müssen mit dem, was sie haben. Was sie meinen, das sie sind.
So was ist nicht logisch. Aber sind die NT denn logisch? Nein, sicher nicht.
Sie verstehen sich ja selber nicht. Wieso sie warum handeln. Sie hinterfragen sich und andere nicht. Was ich früher auch nie tat. Erst durch die Diagnose habe ich mich mit dem Verhalten von Menschen zu befassen begonnen. Ich musste ja herausfinden, was an mir den anders ist. Was mich von den NT unterscheidet.
So bin ich auf deren Verhalten gekommen. Eines davon ist eben das immer mehr haben wollen. Immer das Neuste zu besitzen. Macht sie das glücklich? Für den Moment sicher. Aber auch nicht für länger. Sie brauchen immer Neues. Wollen sich beweisen. Wollen Aufmerksamkeit. Wenn sie sie nicht kriegen, werden sie wütend. Also unternehmen sie alles, damit sie im Gespräch bleiben. Damit man sie beachtet.
Ich brauche das alles nicht. Es lebt sich viel besser ohne dieses Rattenrennen. Ohne das ständige Müssen. Ohne nach dem Verlangen nach Aufmerksamkeit. Diese dauert eh nur kurz. Denn, NT sind nur an sich und mit sich beschäftigt. Etwas, das man uns zuschreibt. Es wird doch gesagt, das ein Autist nur an sich denken kann. Nur, NT können eben auch nur an sich denken.
Wie auch immer. Jedenfalls macht einem doch dieses Rattenrennen nach immer mehr, krank. Mich würde es jedenfalls krank machen. Und ein Drittel der arbeitenden NT sind es auch. Sie haben Burn-out und weiss nicht was alles noch. So eine aktuelle Studie. Also, Was bringt das denen, wenn sie immer mehr haben wollen. Schlussendlich nichts. Die Frage ist aber, wieso hören sie nicht damit auf? Wieso machen sie immer weiter? Nun, weil es immer noch so viele gibt, die nicht einen Zusammenbruch erlitten haben. Diejenigen denen das passiert ist, die setzen auf einmal die Prioritäten anders. Denen ist plötzlich anders als immer das Neuste wichtig. Sie sind sich bewusst, dass alles nur von kurzer Dauer ist. Das es nicht so wichtig ist, das Neuste zu haben. Sondern, zufrieden zu sein mit dem was man hat. Nicht nach den anderen schauen, was diese haben oder sind.
Das kann man lernen. Was ich auch musste. Dank der Diagnose bin ich auf das alles gekommen. Klar, nicht von jetzt auf gleich. Aber mit den Jahren. Ja sicher. Denn ich denke, der Mensch sollte sich wieder mehr Gedanken zu seinen Mitmenschen machen. Auch wie mit ihnen umgehen. Nicht immer nur an sich und das Mehr denken. Nicht immer meine, dass man sonst nichts wert ist. Im Gegenteil. Der wahre Reichtum ist nicht der des Besitzes, sondern wie man ist. Der innere Reichtum. Davon kann ich jedenfalls nicht genug bekommen. Aber das ist für mich. Und die Mitmenschen haben auch was davon. Nämlich, dass ich umgänglicher werde und sie besser verstehen kann. Ja, auf sie eingehen kann. Es kommt eben doch drauf an, von was man immer mehr haben will. Nur, dies muss jeder für sich selber entscheiden.