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Dienstag, 17. Januar 2017

Asperger und Demut

Demut. Ein Wort das religiöse Menschen brauchen. Doch was macht es in meinem Blog? Es geht mir nicht um Religion. Sondern um das Wort und was es bedeutet.
Demut heisst, gegebenes so hinnehmen wie es ist. Nicht immer unzufrieden zu sein. Immer mehr wollen.
Wieso ich diese Wort mal vorstelle. Ganz einfach. NT wissen nicht was das ist. Demut. Für sie geht es immer nur darum, was sie wollen. Zufrieden sind die Wenigsten mit dem was sie haben oder sind.
Demut ist also nicht einfach ein Wort das nur für die Religion ist, sondern es ist auch ein Geisteshaltung.
Ich denke, das viele Autisten demütig leben. Denn, sie haben sich mit der Leben, das sie haben, abgefunden. Damit meine ich nicht resigniert. Das ist nicht das selbe. Ich meine, das viele Autisten eingesehen haben, dass sie in der NT-Welt nicht weiter kommen, so wie sie sind. Das die NT-Welt ihnen keine Chance gibt. Sondern sie einfach mit einer kleinen Rente und Therapien an den Rand der Gesellschaft drängt.
Sicher, nicht alle. Es gibt auch solche, die sich für die Autisten einsetzen. Wie ich selber. Doch ich sehe mich nicht als einer, der immer mehr will. Auch ich habe mich damit abgefunden, dass das Ziel das ich mir gesetzt habe, ich nie erreichen werde. Inklusion. Das ist eine Vision. Mission. Aber erreichen, werden wir sie nicht. Die Inklusion. Wieso nicht? Nun, die NT die verstehen uns nicht. Auch wenn sie sich noch so Mühe geben, es klappt nicht. Der Aufwand ist enorm. Sicher, er lohnt sich. Aber dennoch bringt er uns oft an die Grenzen.
Dann besinne ich mich wieder auf die Demut. Das ich auch mal einfach alles so sein lassen kann, wie es ist. Das ich nicht immer versuchen muss, die NT von unserer Art zu überzeugen. Vorbild zu sein. Nein, dass muss nicht immer sein. Denn manchmal will auch ich nur einfach arbeiten und leben. Ohne Mission und Vision. Doch das geht nicht lange so. 2 Tage, dann geht es wieder los. Ich kann halt nicht anders.
Also betrachte ich das ebenfalls demütig. Es ist wie meine Aufgabe. Ich versuche sie gut ich kann, sie zu erledigen. Ohne zu murren. Was nicht immer leicht ist. Doch nach all den Jahren habe ich schon so einiges an Übung darin.
Dennoch, so denke ich, sollten besonders die NT mal über das Wort Demut nachdenken. Wie könnten sie sie in ihr geistiges Leben integrieren. Und liebe NT. Demut heisst nicht verzichten. Ich sage es jeweils so. Ich gebe nur das Geld aus was ich brauche. Sprich ich spare nicht. Ich gebe nicht aus. Das ist ein Unterschied. Kapiert? Es geht im die Gier. Neid. Es geht darum, dass man nie zufrieden ist.
Wer nicht ausgibt, den giert es irgendwann nicht mehr nach Dingen. Auch wenn ich es mir leisten kann, so tue ich es trotzdem nicht. Oder eben genau deshalb. Aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls geht es doch darum, dass die Menschen wieder lernen einfacher zu leben. Damit meine ich auch, das auch solche Menschen wie wir einen Platz in der Gesellschaft haben. Das auch wir ernst genommen werden.
Seinen wir mal ehrlich. Wäre ich kein Autist, würdest du diesen Blog lesen? Ja, gäbe es diesen Blog überhaupt? Keine Ahnung. Aber es ist doch so, dass ich versuche uns eine Stimme zu geben. Und, was mich freut ist, dass in den letzten Jahren viele andere auch dazu gekommen sind. Das sie den NT zeigen, das Leben auch anders geht. Das man nicht alles haben muss. Sondern bei sich sein soll. Mit sich. Nicht Egoismus. Den meine ich nicht. Sondern was wer im Geiste frei ist, wirklich frei ist. Das ist für mich Demut.