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Donnerstag, 5. Januar 2017

Asperger und die NT-Verwirrung

Gestern habe ich gelesen, dass in der Schweiz 2016 über 30% mehr Schusswaffen verkauft wurden als 2015. Der Grund sei Verwirrung und Angst. Unsicherheit. Ist das eine Lösung?
Nun, mir geht es nicht um die Diskussion Gewalt. Das hat hier keinen Platz. Aber das Beispiel zeigt, wie die NT reagieren, wenn sie Angst haben. Wenn sie nicht mehr sicher sind. Wenn sie Verwirrt sind.
Ich verstehe das nicht. Wieso müssen die immer alles zerstören wollen? Sie machen das mit allem. Sie hören einfach nie zu. Sie sprechen nicht mehr miteinander. Und wenn, wollen sie immer recht haben. Muss das sein? Scheinbar ja. Ich selber bin da aber anderer Meinung. Es geht nicht immer um mich. Was ich denke und will. Nicht gerade typisch Autist. Aber ich habe in meinem Leben so manche Lektion lernen müssen. Harte und solche die mich fast wahnsinnig gemacht haben.
Aus all denen haben ich aber eines gelernt. Denke nach. Höre zu. Frage nach. Drei Dinge die einfach sind. Und doch sehr sehr schwierig. Besonders für uns Autisten. Aber ich denke, auch die NT haben immer mehr und mehr Mühe damit. Sie sind auch immer mehr in ihrem eigenen Ego gefangen. Verstehen die Welt nicht mehr. Sind eben verwirrt.
Ein Wort das ich in letzer Zeit immer mehr in den News lese. Komisch, früher war dem nie so. Verwirrt waren nur diejenigen welche eine Straftat begangen haben. Jetzt sind es die normalen Menschen. Menschen die harmlos scheinen. Doch sie kaufen Waffen. Sie wollen sich schützen. Wissen aber nicht, dass alles eine gute Ausbildung braucht. Auch das. Aber darauf kommen sie dann schon noch. So, genug davon. Ich will keine Werbung für Waffen oder Gewalt machen.
Doch leider ist es so, dass die NT-Welt immer verwirrter und wahnsinniger wieder. Die Meschen beginnen das was sie mal als krank bezeichnet haben, als normal zu betrachten. Einfach weil sie auch so werden. Wahnsinn wird normal. Gut werden die nicht auch noch Autisten.
Obwohl ich mich bei deren verhalten, die NT, frage, ob sie langsam aber sicher nicht auch so werden. Sie nehmen die anderen auch immer weniger wahr. Denken nur an sich. Interessieren sich auch nur noch für sich. Scheinbar ist das normal. Für ich aber eben nicht. Mir macht diese Entwicklung Sorgen. Denn ich will nicht in einer Welt leben, in der alle wahnsinnig werden. In der man sich nicht mehr sicher sein kann. Das ist fatalistisch? Denk mal darüber nach.
Jedenfalls bin ich nicht verwirrt. Sondern ich versuche alles mir klarem Blick zu begegnen. Klar, ich muss so alles hinterfragen, was nicht beliebt ist. Aber das ist mir egal. Ich will verstehen. Will nicht so werden wie DIE. NT.
Das ist auch einer der Gründe, wieso ich nicht mehr so viel weggehe. Nur noch wenn es sein muss. Nicht weil ich Angst habe oder weil ich verwirrt bin. Sondern einfach, weil sie, die NT, mich immer mehr stressen. Mit ihrem Lärm. Mit ihrer Menge. Mit ihrer Hektik. Mit ihrem Ego.
Ist das so ein einsames Leben? Nein. Denn ich will es so. Für mich passt das. Es ist auch eine Art Selbstschutz. Denn ich will mich nicht immer aufregen müssen. Mich nerven. Das habe ich hinter mir. Klingt so überheblich. Ich weiss. Dass sollte es aber nicht.
Es ist einfach meine Art und Weise wie ich mit all dem umzugehen versuche.
Trotz dem allem, höre ich den NT sehr genau zu. Ich lerne nach wie vor von ihnen. Den ich denke, das ist der Weg, das wir uns immer besser verstehen. Die Hoffnung habe ich nicht aufgegeben. Schlussendlich sollte es keine Rolle mehr spielen, ob jemand Autist ist oder nicht. Inklusion. Doch wir sind leider immer noch sehr weit davon entfernt. Aber durch die vielen Menschen, Autisten wie NT, die sich jeden Tag bemühen, wird das sicher eines Tages. So wäre wenigsten ein wenig Verwirrung weniger in der Welt.