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Mittwoch, 16. Juli 2014

Asperger und das ausgenutzt werden

Ausnützen ist etwas das die Muggel gut können. So lange sie etwas nicht selber tun müssen, sind sie zufrieden. Besonders dann nicht, wenn ihnen etwas das sie tun müssen, nicht passt. Sie versuchen dann alles um es nicht zu tun. Sei es, sie lassen es, und erfinden Ausreden, oder sie finden jemanden der das Unbeliebte für sie tut.
Ich habe das in meinem Leben schon viele viele Male erlebt. Immer und immer wieder wurde ich ausgenutzt. Gemerkt habe ich das aber nie. Wie auch. Ich habe immer nur das verstanden, was mir gesagt wurde, aber nicht die Absicht dahinter. Konnte auch nie NEIN sagen. Habe immer getan, was von mir verlangt wurde. Nun, gebracht hat es mir nichts. Ich bin so nicht weiter gekommen. Wenn ich aber mal versucht habe, NEIN zu sagen, dann hat es jedes Mal ein riesen Theater gegeben. Die Muggel haben Mühe wenn jemand mal NEIN sagt. Sie verstehen das nicht. Obwohl sie das auch tun, so kapieren sie einfach nicht, dass auch ich mal NEIN sagen kann.
Leider war ich immer zu gutmütig. Wollte es immer alles recht mache. Ohne das ich wusste wieso. Es war auch eine Art des anpassens. Des sich verstellen. Ich wollte ich dazugehören. Wollte so sein, wie die anderen. Wusste aber nicht, dass ich das gar nicht kann. Wusste nicht, das ich anders bin. Ganz anders. Heute weiss ich den Grund. Weiss, dass ich mich nicht mehr verstellen muss. Aber auch dieses Wissen schützt mich nicht davor ausgenutzt zu werden. Schützt mich nicht vor den Muggel. Ich kann einfach nicht NEIN sagen. Kann nur mal sagen, das mir was nicht passt. Das ist schon ein grosser Fortschritt für ich. Aber NEIN sagen?
Asperger sind leichte Ziele für Muggel. Sie merken, das wir anders sind. Das wir einfach tun was sie wollen. Sie nutzen das auch aus. Das finde ich nicht richtig. Denn wir tun das mit ihnen ja auch nicht. Aber das schein sie nicht zu stören. Sie nutzen uns aus, und wenn wir ausgedient haben, lassen sie uns fallen. Sie wollen uns nicht mehr. Uns aber helfen, das wir ein besseres Leben haben, das tun nur die wenigsten. Viele die meinen, sie verstehen uns, tun dies nicht. Sie tun nur so. Sie wollen nur unsere Arbeitskraft. Wollen unsere Ideen und unsere Perfektion. Ihnen geht es nicht um das Soziale sondern nur ums Geld. Sie verstehen nicht, das wir uns nicht wehren können. Verstehen nicht, dass wir in einer Welt leben, die die Muggel nicht verstehen. Eine Welt die anders funktioniert. Die anders ist. Nichts mit der sogenannten realen Welt zutun hat.
Die Absichten der Muggel sind aber nicht immer böse gemeint. Sie handeln einfach so, wie sie handeln müssen. Handeln aus einem Instinkt heraus. Der Schwächere wird ausgenutzt. Sie handeln ohne zu denken. Deshalb bin ich ihnen auch nicht böse. Ich sage mir einfach, dass sie es nicht besser wissen oder können. So kann ich mich durch die Welt bewegen, ohne dass ich mich ständig aufregen muss. Ohne dass ich ständig ausflippe.
Ich schaue immer, dass ich andere nicht ausnutze. Sage ihnen immer, wieso ich was von ihnen will. Das ist meine Art mit den Menschen umzugehen. Offenheit. Leider bin ich manchmal zu ehrlich. Zu offen. Das wird dann wiederum ausgenutzt. Ich meine es nur gut. Aber die anderen nutzen das wieder schamlos aus. Dagegen kann ich nichts tun. Es ist nun mal meine Art, wie ich bin. Verstellen tue ich mich nicht mehr. Zu oft habe ich das getan. Zu oft habe ich versucht so zu sein, wie die anderen.
Die Sprache der Muggel ist mir bis heute ein Rätsel. Ich meine, ich verstehe sie und doch nicht. Ich verstehe, was sie sagen, aber nie, was sie meinen. Das ist sicher auch ein Grund, wieso ich ausgenutzt werde. Würde ich die Absichten erkennen können, könne ich reagieren. Könnte sicher auch mal NEIN sagen. Nun, ich habe aber gelernt damit zu leben. Heute ist es nicht mehr so schlimm wie auch schon. Da wo ich arbeite passt es für mich. Auch wenn nicht alles perfekt ist, so ist des doch die perfekteste Stelle die ich je hatte. Ich selbst trage ja auch meinen Teil dazu bei. Bin selber einer der Personen, welche entscheidet. Ich nutze dafür auch meine Erfahrung in der Industrie. Nutze das Wissen um das ausgenutzt werden. Versuche es besser zu machen. Versuche niemanden auszunutzen, sondern versuche ihnen einen Arbeitsplatz zu geben, der passt. Das ist nicht immer einfach, aber ich denke, es gelingt mir doch zum Teil.
Ich lies mich ausnutzten. Doch ich wusste es nicht. Ich lies vieles zu, ohne zu wissen wieso. Heute denke ich nicht mehr darüber nach. Bringt ja nichts. Vergangen ist vergangen. Doch die Zukunft ist noch vor mir. Die will ich besser gestallten. Will, dass sie so ist, wie ich denke, das ich in ihr leben kann. Ohne das ich ausgenutzt werde.