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Dienstag, 21. Oktober 2014

Asperger und Chaos

Die Welt ist für mich ein riesiges Chaos. Alles ist ein Durcheinander. Dabei ist es nicht so, das die Muggel Chaos sind, sondern deren Lärm. Ihre Stimmen. Ich nehme das als Chaos war. Das irritiert. Das bringt mich dazu das ich nicht denken kann. Nicht weiss wo ich hingehöre. Nur Chaos. Das Chaos ist in meinem Kopf. Vor meinen Augen.
Chaos ist für mich etwas, das Normal ist. Das ist normal weil ich es nicht anders kennen. Nicht anders wahrnehme. Ich wusste ja lange nicht, was mich irritiert. Was ich vom  Handeln, Denken. Was es ist. Das weiss ich heute. Das war mühsam. Aber ich habe es herausgefunden. Nur, was tue ich mit diesem Wissen? Ich meine, bringt mir das was? Ja, es bringt mir was, da ich weiss, was mich irritiert. Aber nein, da ich nichts dagegen tun kann. Wieder einmal ein Paradox. Ja und nein. Aber so bin ich nun mal. Paradox. Ja und nein. Schwarz und weiss.
Chaos und kein Chaos. Nur so kenne ich die Welt. Nur so nehme ich sie wahr. Bin ich mit meiner Frau zusammen, so habe ich kein Chaos. Bin ich alleine in meiner Wohnung, so habe ich kein Chaos. Bin ich draussen, am arbeiten, so habe ich Chaos. Dies wegen der Sinneseindrücke. Wegen dem, wie ich auf Licht und Lärm reagiere. Dagegen kann ich nichts tun. Auch ist es so, das ich immer empfindlicher werde. Früher war es noch nicht so extrem. Aber mit den Jahren schon.
ich hoffe, das sich das nicht noch viel mehr steigert, denn sonst kann ich nicht mehr raus. Nicht mehr arbeiten. Brauche nur meine Ruhe. Wobei, Ruhe nicht das richtige Wort ist. Kein Lärmchaos. Keine Muggel die lärmen. Manchmal macht mir das nichts aus. Manchmal. Aber eben, je länger je weniger.
So wird jeder Tag zu einem Kampf. Ein Kampf gegen mich. Gegen das Chaos. Das Chaos das ich nicht besiegen kann. Das Chaos mit dem ich leben muss. Aber das nicht eifach ist, mit dem zu leben. Nun, ich muss aber. Sonst kann ich ja nichts mehr tun. Das will ich auch nicht. Ich will arbeiten, leben, lieben. Das will ich. Nicht verdammt sein. Verdammt sein zum nichts tun. Das ist nicht mein Ding.
Also muss ich das Chaos ertragen. Muss mich ihm stellen. Nur, besser wird es nicht. Entgegen dem, was immer behauptet wird. Man gewöhnt sich an alles. Nein, an das gewöhne ich mich nie. Das kann ich jetzt nach vielen Jahren mit Gewissheit schreiben. Nur, das bringt, wie geschrieben, nichts.
Was soll es. Ich muss mich dem stellen. Auch wenn es nicht einfach ist. Auch wenn ich an manchen Tagen nichts tun kann. Oder nicht viel. Das ist halt so. Muss ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben? Was ist das? Nein, das habe ich nicht. Ich bin wie ich bin. Damit muss ich zurecht kommen. Aber auch mein Umfeld. Ob sie wollen oder nicht. Ich kann und will mich nicht ändern. Schliesslich bin ich es, der unter dem Chaos der Muggel leidet. Der das ertragen muss. Nicht sie. Also ist es mir egal, was sie denken.
Ich versuche das Beste zu geben. Nur, das Beste ist nicht immer das, was sichtbar ist. Gegen Aussen. Aber ich denke viel. Wenn ich kann. Wenn ich nicht wegen des Chaos leere Gedanken habe.