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Donnerstag, 30. Oktober 2014

Asperger und das sinnlose Denken

Ich mache mir sehr viele Gedanken. Denke, wie ich was wie verändern könnte. Nicht nur  für mich, sondern auch, für die anderen. Das sie es gut haben. Das es für sie stimmt. Nun, ich verdenke mich dann. Vergesse dabei aber leicht, dass ich auch ein Leben habe. Dass ich auch zu mir schauen muss. Nicht immer nur für die anderen. Schauen sie für mich? Denken sie, das es für mich so stimmt? Nein, sicher nicht. Wieso sollten sie? Ich meine, für sie stimmt es. Für mich nicht. Also muss ich mir mehr vornehmen, dass ich mehr für mich denke und schaue als für die anderen. Sonst passiert das, was schon mal passiert ist. Burn-out. Das muss nicht mehr sein. Das will ich nicht mehr.
Der Unterschied zu damals ist, das ich heute um vieles weiss, was ich damals nicht wusste. Die Diagnose Asperger. Aber auch die vielen Gedanken. Die sinnlosen Gedanken. Die so viel Energie verbrauchten, dass für mich nichts mehr übrig blieb.
Sinnloses Denken, das ist etwas das ich gut kann. Ich kann über Dinge nachdenken, die keinen Sinn ergeben. Nicht für die Muggel. Für mich schon. Denn ich muss denken. Baue mir so meine Welt zusammen. Lebe so in ihr. Auch wenn es sinnlos erscheint, so ist es doch die einzige Welt die ich verstehe.
Ich verstehe nicht, wieso die Menschen immer nur an sich denken. Immer nur schauen, dass es für sie stimmt. Für mich?, das muss ich selbst tun. Das muss ich lernen. Damit muss ich klarkommen. Naja, daran arbeite ich. Das wollte ich nie. Aber es ist nur mal so. Die Welt hat ihre eigenen Gesetze. Regeln die ich nicht kenne. Die mir nichts sagen. Sie stimmen nicht mit dem überein, wie ich denke. Sie stimmen mit nichts in meiner Welt überein. Das macht das Leben nicht einfach. Aber es ist nur mal so. Ich muss damit klarkommen.
Denken ist das, was mich antreibt. Das was meinem Leben einen Sinn gibt. Wenn ich das nicht mehr kann, dann ist etwas nicht mehr in Ordnung. So wie jetzt. Ich kann nicht mehr denken. Nicht mehr sehen. Das gibt es manchmal. Damit komme ich klar. Für mich ist das nicht schlimm. Ich bin dann einfach. Denke nicht. Bin. Das ist auch sinnlos. Ist aber so.
Ich reagiere so eifach auf die Aussenwelt. Wenn sie mir zu viel wird. Wenn sie sinnlos wird. Dann lebe ich für mich. In mir. Auch ohne das Denken. Ist so. Sinnlose Gedankenfetzen. Ja, die habe ich. Auch sie sind ein Teil von mir. Auch sie sind ein Teil meiner Welt. Wobei ich ich frage, was ist sinnloser, meine Gedankenfetzen, oder die Welt. Ich meine, für die Muggel ergibt die Welt eines Sinn. Auch wenn sie mal nicht klarkommen, so denken sie nicht so viel. Ich denke, sie kommen damit besser klar. Nicht so wie ich. Dann heisst es nur, warten. Nicht denken. Nicht handeln. Sein, und warten.
Das sinnlose Denken ist aber auch gut, um einen anderen Blickwinkel auf die Welt und ihr komisches Wesen zu erhalten. Anders Denken nennen das die Muggel. Nun, es ist einfach das herumspielen mit Gedanken. Sinnloses Zeugs. Aber auch daraus kann etwas sinnvolles entstehen.