Dieses Blog durchsuchen

Translate

Sonntag, 26. Juni 2016

Asperger und die Verwirrung

Letzten Freitag als England den Austritt aus der EU bekanntgab, hörte ich immer nur Eines. Ich bin verwirrt. Nun, wie es scheint, können die NT nicht in Optionen denken. Denn, wer in Optionen denkt, der kann nicht verwirrt sein. Wieso? Weil er mit jedem möglichen Ereignis rechnet.
Verwirrung so scheint es mir, ist ebenfalls so keine komische Eigenschaft der NT. Neben der Angst. Sie, so denke ich, kommen mit dem Leben nicht zurecht. Auch wenn sie dies nicht zugeben würden. Sie sind ständig damit überfordert. Eben verwirrt.
Von Autisten habe ich das noch nie gehört. Klar, sie sind leicht mit einer neuen Situation oder Person überfordert. Aber das gibt sich meiner Erfahrung nach schnell wieder. Sie müssen auch nicht darüber diskutieren.
Die NT aber, die müssen, wenn sie verwirrt sind, diskutieren bis zum geht nicht mehr. An jenem Freitag, 24.6.2016, gab es Sondersendungen. Talkshows. Die NT mussten ihre Angst und Verwirrtheit loswerden. Sie musste verarbeiten. Denn, so denke ich, dass sie eben mit Unerwartetem nicht umgehen können. Eine Eigenschaft die sie und exklusiv zuschreiben. Dabei sind sie es, denen diese Eigenschaft gehört. Nicht uns.
Nur, weil wir uns nicht so äussern können wie sie, heisst das noch lange nicht, das wir mit so was fertig werden können. Nur weil sie es nicht können.
Wie auch immer. Verwirrung, ist auch eine Sache, die jedem Täter angedichtet wird. Darüber habe ich schon mal geschrieben. Immer sind sie geistig verwirrt. Oder einfach verwirrt. Nun, ist dem so? Oder sind die NT diejenigen welche verwirrt sind? Diese Verwirrung einfach auf andere projizieren? Ich denke ja. Sie weisen eh immer alle Schuld von sich. Sie sind es nie gewesen. Nun, das klingt jetzt hart. Aber solche Dinge überlege ich mir halt. Denn ich versuche nur, die NT zu verstehen. Aber je länger ich mich mit ihnen befasse, desto weniger sehe ich klar. Denn sie sind immer wieder für Überraschungen gut.
Ich denke manchmal, dass ich auch mal einen Tag einer von ihnen sein möchte. Einfach um zu sehen, wie das ist. Ein NT zu sein. Die Welt so wahrzunehmen wie sie. Ich denke, das ich nach einer Minute nicht mehr wollte. Aber eben, das geht ja nicht. Also versuche ich durch beobachten und denken herauszufinden wie sie sind. Sie tun das Selbe ja auch mit uns.
Verwirren uns sogar. Indem sie sagen, was wir nicht können. Können dürften. Nur, ich halte nichts davon. Mir wurde auch so einiges gesagt, was ich nicht kann. Das hat mich zu Beginn auch verwirrt. Wieso? Nun, weil ich es ja vorher konnte. Und plötzlich soll ich es nicht mehr können? Zum Beispiel an andere denken. Oder auf andere eingehen. Mit ihnen sprechen.. Das kann ein Autist nicht. So die NT. Nun, das stimmt so eben nicht. Viele von uns können das. Genau so wie die NT. Nur eben ist die Kommunikation eine andere. Aber die verstehen die meisten NT eh nicht.
Wenn ich mit NT spreche die noch nie mit einem Autisten gesprochen haben, so sind sie zu Beginn immer verwirrt. Wieso? Ich schaue sie nicht an. Gebe Antworten die sie nicht erwarten. Und, ja, ich frage nicht nach. Es kommt mit nicht einmal in den. Sinn. Für solche die uns kennen, ist das kein Problem. Aber für Normale? Ist es ein Problem. Sie sind dann eben verwirrt.
Ich denke, wenn die NT mehr von unserer Denkweise hätten, so wären sie weniger verwirrt und würden nicht immer ein solches Chaos veranstalten. Sie würden ruhiger sein. Aber eben, das wird nie der Fall sein. Also heisst es, mit ihnen leben so gut es geht. Sie müssen ja auch mit uns leben. Jedoch sind sie mehr als wir. Das heisst, anpassen. Aber das ist ein anderes Thema.
Ich jedenfalls bin schon lange nicht mehr verwirrt gewesen. Manchmal gedankenlos. Aber das ist ja nicht das selbe. Eben weil ich in Optionen denke. Was nicht immer einfach ist. Aber auf lange Sicht lohnt es sich doch sehr.