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Donnerstag, 27. Oktober 2016

Asperger und die Sozialisation

Immer mal wieder lese ich, was die NT alles tun, damit wir in ihrer Welt zurecht kommen. Das sie uns akzeptieren. Nur, das ist wenig, gegen das, was wir tun müssten. Wir müssten so werden wie sie. Müssten uns eben sozialisieren. NT werden. Ist das möglich?
Nein. Wie kann ein Blinder sehen? Ein Tauber hören? Das geht auch nicht. Dennoch sind sie bestrebt uns genau das beizubringen. Mit ihren Büchern und Kursen. Wir sollen lernen, wie sie zu sein.
Nun, das geht schon. Aber dann bleibt für alles andere keinen Platz mehr. Sprich man gibt sich auf.
Müssten die NT so werden wie wir, gäbe es ein Geschrei. Das Dumme ist aber, das sie leider in der Mehrzahl sind. Sprich, sie bestimmen. Oder meinen, sie tun es.
Ich selber, wehre mich dagegen. Beispiel. Für die NT ist es enorm wichtig, das man ihnen in die Augen schaut. Ich kann das nicht. Ja, es kommt mir nicht mal in den Sinn. Wie also soll ich das können? Lernen? Sicher, bei meiner geliebten Frau kann ich das. Aber nur bei ihr. Bei allen anderen sehen ich ja nicht einmal das Gesicht. Das verstehen sie nicht.
Auch meinen sie, das wir das mit der Körpersprache können sollten. Vergesst es, NT! Ich sehe das nicht. Kann es nicht sehen. Das hat nichts mit wollen zu tun. Dafür kann ich anderes, was sie nicht können. Ich denke, das kennt ihr nur zu gut. Ihr habt auch Fähigkeiten, die die NT nicht haben, dafür könnt ihr anderes, was diese können nicht.
Sie meinen, dass wenn wir so werden wie sie, dass es dann klappen würde. Nein, sicher nicht. Denn der Mensch hat ein Recht auf sich selber zu sein. So zu sein, wie er ist. Das ist zu respektieren. So die Menschenrechte. Aber die kennt wohl kaum einer. Ich habe sie gelesen. Muss sagen, sie ergeben Sinn. Nur halten sich die NT nicht daran. Unter sich und auch uns gegenüber.
Sie meinen, dass sie uns helfen. Aber sie irren. Es ist mühsam, so zu sein, wie sie. Es ist nicht das was wir sind. Ich denke, die NT müssen besser lernen, wie wir sind. Auch müssen sie lernen, dass es Menschen gibt, die nicht so sind wie sie. Wirklich anders. Nicht bloss so tun, wie einige NT die meinen, sie seien etwas Spezielles.
Ich denke auch, dass die Gesellschaft noch nicht so weit ist, zu erkennen, was wir sind. Wer wir sind. Sie schlagen sich ja immer noch mit der Geschlechterfrage (Genderfrage) rum. Wir sind noch nicht an der Reihe.
Aber, es gibt sehr viele Bemühungen, auch von NT um dies zu ändern. Worüber wir froh sein können. Denn ich brauche zum Beispiel einen Übersetzer. Nicht immer, aber in wichtiger Sitzungen mit NT. Das ist etwas was die NT nicht kennen. Sie meinen, nur weil ich Schweizerdeutsch spreche, spreche wir die selbe Sprache. Nein, ich brauche für vieles andere Worte. Auch sind meine Sätze sehr direkt. Antwort gebe ich anders als sie es gewohnt sind. Auch beschönige ich nichts. Kann ich was dafür? Können wir was dafür? Nein. Aber sie wissen es leider noch nicht. Die NT.
Ich jedenfalls halte von der ganzen Sache nichts. Denn ich will, das alle Menschen so sein dürfen, wie sie sind. Wir müssen ja auch mit den NT leben. Wollen wir sie ändern? Nein. Wieso also wollen sie das mit uns tun?
Mir ist klar, dass das provokativ ist. Aber ich denke, dass muss so sein. Sonst denkt man ja nicht darüber nach. Das soll aber nicht heissen, dass man einfach tun und lassen kann was man will. Es gibt Regeln. Sicher. Aber die Regeln die ich meine, die können die wenigsten NT benennen. Denn sie wissen einfach nicht was sie tun. Sie befassen sich ja nicht mit sich und ihrem Verhalten. Ich aber musste es. Wegen der Diagnose. Ich wollte den Unterschied wissen. Erkennen. Heute weiss ich ihn. Habe ihn erkannt. Und was sich sehe, ist, das wir uns nicht ändern können. Sicher nicht in dem Mass, wie die NT meinen, das wir es tun können oder müssen.