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Sonntag, 16. Oktober 2016

Asperger und dir das Wort Invalid

Invalid. Ungültig. Nicht entsprechend.
Naja, in der Schweiz heisst die Versicherung für Behinderte Invalidenversicherung. Wir sind als Invalide. Eben Invalid. Die Frage die sich mir stellt. Ist dieser Ausdruck falsch oder gar diskriminierend? Viele stören sich ja an ihm
Ich nicht. Ich finde er passt. Denn er zeigt doch sehr schön, wie die NT uns sehen. Invalid. Wir sind nicht entsprechend. Sind ungültig. Wir gehören nicht dazu. Egal was sie unternehmen, wir werden es sicher für sehr lange Zeit nicht sind. Sie haben ja bis heute Probleme mit dem Unterschied von Frau und Mann. Selbst das kriegen sie nicht auf die Reihe. Wie sollen sie also mit uns fertig werden? Wenn sie sich selber nicht verstehen.
Ich finde den Ausdruck INVALID nicht diskriminierend. Aber das ist meine persönliche Meinung. Einfach auch, weil ich mir oft auch so vorkomme. Nicht zu dieser Welt gehörend. Ich verstehe sie oft nicht. Vieles ist nicht so wie es scheint. Nur, aus meiner Sicht, bin nicht ich es der invalid ist, sondern die NT. Denn sie verstehen mich nicht. Uns. Sie verstehen nicht wie man die Welt aus Zahlen aufbauen kann. Wieso man kein Licht braucht. Wieso alles immer zu laut ist. Alles zu komisch. Anstrengend. Wieso man so sein muss wie alle anderen.
Sind wir Invalide. Ja sicher sind wir das. Nach der Definition der NT schon. Aber nach unserer? Nein, sicher nicht. Wir sind gültig. Also VALID. Wir sind genau so Menschen wie DIE auch. Wir sind auch Menschen die unsere Träume haben. Die wir verwirklichen wollen. Wenn auch oft nicht können. Aber das ist bei den NT auch nicht anders. Egal. Wir sind also VALID. Gültig. Nur, die NT scheinen dies noch lange nicht zu verstehen. Die meinen, das die Massnahmen die sie treffen genügen. Genügt, es, wenn es heisst, wir verstehen dich, aber versuche doch bitte so zu sein wie wir. Denn, wir verstehen dich sonst nicht und haben Angst. Naja, sollen sie doch. Wieso sollte ich so sein wie sie? Sind sie denn so wie wir? Versuchen sie Autisten zu sein? Nein, sicher nicht. Sie wissen ja oft nicht einmal was das ist. Sie meinen, wir seien einfach die ruhigen. Die die alles immer schön ordnen. Wo der Tag immer der Selbe sein muss. Die haben keine Ahnung. Das muss so nicht sein. Ich jedenfalls kenne keinen Autisten, auf den das zutreffen würde. Das sind alles Fantasien der NT. Die wollen uns so sehen. Die machen uns künstlich krank. Die sagen uns Dinge, die wir nicht haben. Einige aber glauben, das es stimmt. Sie machen uns INVALID. Nicht wir uns. Wir haben unsere Diagnose nicht von uns, sondern von DENEN. Den Validen. Sie zeigen uns damit, das wir anders sind. Aber sie verstehen nicht, wie sie dieses ANDRSSEIN nutzen könnten. Nicht indem sie versuchen uns so zu machen wie sie sind. Sondern, indem sie uns so lassen wie wir sind.
Ich denke, das wäre das Beste. Aber leider sieht es in der Praxis anders aus. Die NT meinen, das Verständnis sei, wenn man den anderen so macht, wie man ist. Das nur das, was man selber für gut befindet, für den anderen auch gut sein muss. Das mag auf NT zutreffen, aber sicher nicht auf uns.
Denn wir haben andere Bedürfnisse. Eine andere Art zu denken. Eben nicht die der NT. Aber das verstehen nur wenige NT. Leider. Doch ich hoffe, dass es immer mehr werden.
Und, dass wir eines Tages einfach Menschen sind, die VALID sind, und nicht mehr INVALID. Denn für mich geht der Ausdruck auch deshalb in Ordnung, weil er zeigt, wie viele NT denken.