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Freitag, 11. Mai 2012

Autismus und Filme

Können Autisten überhaupt Filme schauen die viel Action zeigen? Machen Filme über Autisten für Autisten Sinn?
Es gibt Autisten, die sind echte Filmfans. Sie schauen sich jeden Film an der in die Kinos kommt. Je mehr Action desto besser. Was die Filme aber meiner Meinung nach nicht haben sollten, sind zuviele Gefühle und zwischenmenschliches. Denn dass ist verwirrend. Der Film wird dadurch sehr langweilig, weil wir das nicht verstehen können. Es ergibt einfach keinen Sinn.
Ich selber, mag Actionfilme sehr. Aber sie sollten nicht nur aus Schiessereien bestehen. Auch minutenlange Verfolgungsjagden machen keinen Sinn.
Ist ein Film in Schwarzweiss, so geht das auch in Ordnung. Ich erinnere an SinCity. Dieser Film ist genial. Er hat Action, und erzählt mehrere Geschichten in einem Film. Er wird also nie langweilig. Auch die SAW-Reihe ist sehr gut. Klar, sie ist zum Teil sehr brutal. Aber die Psychologie dahinter, ist super. Man sieht wie die Menschen auf bestimmte Situationen reagieren. Solche Filme mag ich. So kann ich auch das Verhalten den Menschen studieren, und sie helfen mir auch, die NT's besser zu verstehen.
Wogegen ich Filme wie RainMan oder ForestGump nicht mag. Diese Autisten-Filme. Das mag wür die NT's gut sein. Doch werden wir immer überzeichnet, und es schadet auch. Sagt man, dass man Autist ist, ist das Erste immer: RainMan.
Ich schaue mir solche Filme auch darum nicht an, weil ich selber Autist bin. Es ergibt für mich keinen Sinn, zu sehen wie ich bin, und was mein Handeln bewirken kann. Ich kenne das selber aus eigener Erfahrung.
Als ich ForestGump gesehen hatte, musste ich nie lachen. Alle anderen schon. Denn ich habe mich damals selber erkannt. Ohne aber zu wissen wieso. Heute weiss ich es.
Auch die Aufrufe, das ein neuer Autisten-Film im Kino kommt, finde ich mühsam. Denn ich schaue mir diese wie geschrieben nicht an. Die NT's sollen sie sich ruhig ansehen. Aber sie zeigen immer alles nur überzeichnet und irgendwie in eine Liebesgeschichte verpackt. Richtige Aufklärung wäre wichtiger, als solche Filme.
Besonders was Personalchefs anbelangt. Sagt man denen, das man Autist ist, ist es vorbei. Sie lehnen einem ab, weil sie keine Ahnung haben. So verschenken sie Potential, und das nur, weil sie nicht informiert sind.
Statt also auf Filme hinzuweisen, sollte mehr in Information gesteckt werden. Das würde uns mehr helfen, als einen eigenen Kosmos zu erzeugen. Autisten sind so immer unter sich, und tauschen ihre Sorgen und Probleme aus. Dabei ist es ein einfaches einfach mal mit NT's zu sprechen. Für Asperger-Autisten wie mich, ist es anstrengend, aber es lohnt sich. Denn ich bin ja in einer NT-Welt aufgewachsen. Also weiss ich einigermassen, wie sie funktioniert. Zudem lerne ich viel dazu. Denn ich weiss jetzt, worauf ich mich achten muss. Was ich kann, und was nicht.
Filme sind wie gesagt sehr gut dafür. Man muss sie nur anders betrachten. Die Dialoge, die Mimiken und Gestiken beachten. Sie geben einem sehr viele Hinweise.