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Freitag, 25. April 2014

Asperger und die Ernährung

Essen ist so eine Sache für sich. Jeder muss, aber die Frage ist doch was? Muggel wollen immer mal wieder etwas anderes. Sie essen kaum zwei Mal hintereinander das Selbe. Es sei denn, es geht nicht anders. Aber im Normalfall wollen sie Abwechslung. Sie wollen auch mal was Neues ausprobieren.
Ich nicht. Ich kaufe immer das Selbe ein. Esse immer das Selbe. Will nichts anderes. Wieso sollte ich immer und immer wieder was Neues essen? Ich meine, dass ist für mich nicht logisch. Auch kochen tue ich nicht. Klar brauche ich Pfannen. Klar esse ich am Abend etwas Warmes. Aber das ist noch lange nicht, das, was Muggel unter kochen verstehen. Ich mache mir nicht die Mühe, für mich alleine ein Menu zuzubereiten. Wieso sollte ich?
Dazu kommt, dass wenn man immer wieder was Neues essen will, man auch länger im Einkaufsladen sein muss. Das vermeide ich, in dem ich immer das Selbe einkaufe. Indem ich genau weiss, was ich will. So kann ich die Aufenthaltsdauer stark reduzieren. Muss mich nicht lange dem Stress aussetzen. Dem Lärm und der Hektik.
Es gibt scheinbar ein Kochbuch für Autisten. Nun, ich finde, das ist ein Witz. Worin unterscheiden sich unsere Körper von denen der Muggel? In Nichts. Unsere Körper sind genau so aufgebaut wie die der Muggel. Wir brauchen kein eigenes Kochbuch. Aber es geht dabei sicher darum, mit dem Wort AUTISMUS Geld zu machen. Ich finde, das muss nicht sein.
Von meinen Eltern habe ich eine einfache Sache gelernt. Ich soll essen, was auf den Tisch kommt. Nun, das habe ich so gelernt. Wozu es dann ein eigenes Kochbuch braucht, weiss ich nicht. Ich meine, es ist doch eine Frage der Erziehung. Wir sind nicht anders als die anderen. Zumindest, was das betrifft. Klar gibt es Dinge, welche ich lieber mag als andere. Auch muss ich auf die Ernährung achten. Aber das hat mit meinem Körper zu tun, und mit dem Ratschlag meines Arztes. Aber sicher nicht damit, das ich Autist bin.
Ich acht einfach darauf, dass ich genügend gesunde Sachen, wie Salat oder Obst esse. Immer nur Pizza oder Fertiggerichte, das muss nicht sein. Will ich auch nicht. Zumal es auch eine Kostenfrage ist. Fertig zubereitetes Essen ist teuer und hat meistens viele Zusatzstoffe drin. Das muss nicht sein.
Auch habe ich mal gehört, das es Menschen gibt, die nur gelbes oder sonst irgendwie farbiges Essen essen wollen. Besonders Kinder und Jugendliche. Nun, ich weiss auch nicht. Meine Eltern hätten das nicht zugelassen. Es gibt was es gibt. Punkt. Auch beim Essen braucht es Grenzen. Ich denke, dass die Eltern da eine wichtige Rolle spielen. Sie können einem zeigen, was es heisst, das zu essen, was gekocht wurde.
Heute da ich erwachsen bin, kann ich selber bestimmen. Ich kann es mir aussuchen. Das mache ich auch. Wie Oben erwähnt, esse ich immer das Selbe. Damit meine ich, das jeder Tag SEIN Essen hat. So muss ich nicht denken, was ich wann esse. So habe ich eine Art Abwechslung. Obwohl es nur drei Menus zur Auswahl hat. Ich habe nur drei Menus. Damit meine ich, dass ich nicht für jeden Tag etwas anders habe. Also sieben Menus. Das wäre mit zu aufwändig. Zumal für mich das Essen nur Brennstoffaufnahme ist. Ich messe dem Essen keine besondere Bedeutung zu, wie es Muggel tun. Ich esse, weil mein Körper Nahrung braucht, nicht weil ich will, sondern muss. Das ist das, was Muggel meistens nicht verstehen. Für sie ist essen mehr als essen. Was genau, weiss ich auch nicht. Aber würden sie dem Essen keine Bedeutung schenken, dann gäbe es sicher nicht so ein Nahrungsangebot und so viele Restaurants. Ich vermute mal, das für sie das Essen etwas Soziales hat. Sie essen nicht alleine. Sie essen gerne in Gruppe. Lärmen herum und diskutieren laut. Das brauchen sie scheinbar. Ich vermeide das, wann immer ich kann. Denn ich brauche zum essen keine Gesellschaft. Für mich ist es eher ein lästiges Übel, dass aber sein muss.