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Dienstag, 11. November 2014

Asperger und keine Beziehung zum Aussen

Die Innenwelt braucht eine Beziehung zum Aussen. Zumindest meine. Ich kann für mich sein, aber ich brauche auch den Austausch mit anderen. Einfach nur zu sein, ist mir zu wenig. Das erlebe ich im Moment. Ich bin einfach. Alles ist wichtiger. Alles. Nun, daher habe ich beschlossen, das ich keine Beziehung mehr zum Aussen habe. Die einzige Beziehung die ich noch zulasse, ist die zu meiner Frau. Sie liebe ich und sie mich. Hätte ich sie nicht, so hätte ich keine Beziehung mehr zum Aussen. Ich wäre nur noch für mich. So aber, habe ich noch eine Verbindung zum Aussen. Diese reicht, damit ich noch was tun kann. 
Sonst aber, sind mir die anderen egal. Ich meine, ich bin ihnen ja auch egal. Es sei denn, sie wollen was von mir. Dann bin ich wieder gut genug. Naja, das ist das Leben. Nehmen und nicht geben. Ich verstehe das nicht. Aber wie es scheint, muss man in der Aussenwelt nur nehmen, aber nicht geben. Das scheint keinen zu stören. Nur, wie nehmen, wenn man keine Verbindung mehr zu ihr hat? Das ist nicht einfach. Ich bin in der Aussenwelt. Mein Körper. Mein Geist? Nein. Wieso sollte er? Das ergibt für mich keinen Sinn. Ich bin einfach. Die anderen tun, was sie wollen. Wenn sie mich brauchen, dann muss ich rennen. Muss tun was sie wollen. Nur, damit sie gut dastehen. Und ich? Ich meine, wieso tue ich das? Weil ich nicht NEIN sagen kann. Im Geiste sage ich NEIN. Im Geiste bin ich nicht hier. Im Geiste. Aber nicht im Aussen. Da sage ich JA. Dumm ist das. Aber ich kann nicht anders. Versucht habe ich es schon viele Male. Aber gelungen ist es mir nur selten. Das nutzen die Muggel aus. Ich sage immer JA. Sie meinen, dass das ein JA sei, aber nicht immer. NEIN, das ist das was es ist. Aber sie verstehen nicht. So bleibe ich gefangen. Gefangen in einer Welt die ich nicht verstehe. Die mich Umgibt, mir aber immer mehr egal wird. Das ist nicht gut. Aber es ist. Eine Tatsache. Wie sollte ich mich in einer Welt zurechtfinden, wenn ich keine Beziehung zum Aussen habe? Ich meine, ich lebe einfach in mir. In meiner eigenen Welt. Da kann ich sein. Da muss ich nicht müssen. Wenigstens da. Aber das ist nicht das, was ich will. Aber ich muss, weil mir nichts anderes mehr übrig bleibt. 
Nun, ich mache niemanden dafür verantwortlich. Die liegt nur bei mir. Tut sie das? Ich denke ja. Ich bin der Meinung, das jeder für sich verantwortlich ist. Nun, das hat aber nichts damit zu tun, das man einfach nicht beachtet wird. Nur dann, wenn man mal wieder was tun muss. Oder helfen. Dann wird einem gedenkt. Sonst nicht. Naja, damit lebe ich. Mir ist es egal. Das ist reiner Selbstschutz. Wie sollte ich sonst überleben? Geistig. Wie? Mir Gedanken über Gedanken machen? Wieso warum? Nein, das tue ich nicht mehr. Es ist nicht, dann ist es nicht. Schwarz weiss. Mehr nicht. Ich schaue zu mir. Ich bin mit mir und nicht mit dem Aussen. Was habe ich davon? Ausser, dass ich immer ausgenutzt werde und sich keiner interessiert, was ich will. So muss ich für mich schauen. Das tue ich auch. Ich sehe mich nicht als Teil dieser Welt, sondern nur noch als Teil meiner Welt. Einer Welt, die nur ich verstehe. Die nur ich sehen kann. So habe ich auch etwas. Es ist nicht das, was ich will, aber besser als nichts.