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Montag, 25. Januar 2016

Asperger und die eigene Stärke

Sich auf sich selber verlassen können, ist nicht einfach. zu oft wird man doch von Meinungen anderer beeinflusst. So schwindet die eigene Stärke. Man vertraut nur noch dem, was andere sagen, aber nicht mehr sich selber.
Dabei ist doch die eigene Stärke das, was einem angeboren ist. Jeder hat sie. Nur um sie wissen, das tun nicht viele. Dazu gehört, dass man sich selber entdeckt. Sich mit sich auseinandersetzt. Auf sich hört. Dazu muss man aber wissen, was man kann und was eben nicht. Was man will. Aber auch, was gefordert ist. Man kann ja nicht einfach tun und lassen was man will.
Nun, mir ging es viele Jahre so, das sich auf andere hörte. Alles was sie sagten war für mich richtig und das was ich dachte falsch. Ich verlernte, auf mich zu hören. Verlernte, mich zu sein. Seit der Diagnose vor 5 Jahren, hat sich das langsam wieder geändert. Ich entdeckte, dass auch ich was kann. Das auch ich Stärken habe. Das auch ich auf meine Art meinen Beitrag leisten kann. Nicht nur andere. Ja, das meine Meinung manchmal sogar gefragt ist. Das war neu für mich. Heute ist es normal. Aber, es ist nicht so, das ich mir dessen nicht bewusst bin, das es auch anders sein könnte. Ich schätze es sehr, dass ich die Möglichkeit habe, mich zu sein. Das ich auch gelernt habe, auf mich zu hören. Auch wenn mal was schief läuft, ist das nicht mehr schlimm. Das kann es geben. Daraus lerne ich. Ich sehe das positiv. Nicht mehr so wie auch schon. Negativ. Versagen. Nun, das ist das Gegenteil von Stärke. Stärke heisst für mich nicht, alles zu können, sonder es zu versuchen etwas zu können. Auf sich zu hören. Auch mal dem sogenannten Bauchgefühl zu folgen. In der NT-Sprache ausgedrückt. Für mich ist es, meinen Gedanken folgen. Meinen Bilder. Aber auch auf andere hören. Ihre Aussagen abwägen. Zu erkennen, dass auch ich noch viel lernen kann. Nicht nur von mir, sondern auch von NT. Wieso auch nicht?
Wichtig ist doch, dass man zuhören kann. Das man aufeinander eingeht. Und nicht nur so tut als ob. Das ist für mich eine Stärke. Zuhören. Nicht immer nur auf der eigenen Meinung beharren. Nicht immer recht haben wollen.
Das musst ich auch lernen. Musste lernen, wann es sinnvoll ist auf mich zu hören und wann mal auf andere. Denn, niemand weiss und kann alles. Auch Autisten nicht. Auch wenn das gerne ab und zu so dargestellt wird. Autisten sind eben auch nur Menschen. Menschen mit Stärken und Schwächen. Wie die NT auch. Nur, das die Stärken zum Teil extrem sein können. Was wiederum bedeutet, das die Schwächen auch extrem sind. Ich denke, das die NT im allgemeinen nicht besondere Stärken und Schwächen haben. Sie sind ausgeglichener. Oder können zumindest so tun als ob. Ich weiss es nicht. Bei mir merke ich immer wieder das ich Dinge extrem gut und schnell tun kann. Aber auf der anderen Seite auch mit vielen Dinge sehr viel Mühe habe, die für NT kein Problem sind. So hat eben jeder seine Stärken und Schwächen. Wichtig ist nur, sie zu erkennen. Für mich ist es wichtig das ich mich nicht auf meine Stärken berufe, sondern an meinen Schwächen arbeite. Das ich sie vielleicht auch in Stärken verwandeln kann. Einen Versuch ist es ja mal wert.