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Samstag, 2. Januar 2016

Asperger und die Gesellschaft

Die Menschen in unserer Gesellschaft gehen davon aus, dass alle so sind wie sie. Sie versuchen die, die nicht so sind wie sie, zu ändern. Wollen ihnen ihre Art zu leben und denken beibringen. Doch was, wenn es Menschen gibt, bei denen das nichts bewirkt? Damit können sie nicht umgehen. Was tun sie also? Sie beachten sie nicht. Sie wollen sie nicht mehr unter sich haben. Sie stossen sie aus.
Nun, ist es nicht das, was mit den Autisten passiert? Ich bin nicht Teil der Gesellschaft, auch wenn ich es scheinbar bin. Sehe ich mich als jemanden der einfach versucht, so gut er kann, zu leben. Ist das schlimm für mich? Nein, sicher nicht. Es ist aber manchmal komisch, wenn ich all die anderen sehe, wie sie leben. Denen scheint alles zu gelingen. Sie sind fröhlich und können alles. Aber der Schein trügt, so musste ich erkennen. Denn auch sie sind nicht alles. Können nicht alles. Aber, sie können es nicht zugeben. Schuld ist etwas, das ein NT nicht eingestehen kann. Das geht nicht. Immer ist jemand, oder etwas anderes Schuld, ausser sie selber. Ich habe kein Problem damit. Wenn ich der Verursacher von einem Problem bin, so kann ich die Schuld eingestehen. Das macht mich für NT angreifbar. Verletzbar. Denn jemand, der seine Schuld eingestehen kann, wird rasch mal zum Sündenbock. Damit kann ich leben.
Was aber nicht so einfach ist, die NT davon zu überzeugen, dass auch wir Menschen wie sie sind. Das auch wir etwas können. Das es nicht darauf ankommt, was andere über einem sagen, sondern, was man von sich selber denkt.
Die Gesellschaft denkt aber als Kollektiv. Sie ist wie ein grosser Organismus. Auch wenn dieser aus lauter Einzelnen besteht. So haben sie doch ein grosses Denken und Verhalten. Dieses wiederum macht sie angreifbar. Manipulierbar. Nur, sie wissen es nicht, oder wollen es nicht wissen. Wie auch immer, in einer Gesellschaft zu leben zu der man nicht zugehört, ist nicht immer einfach. Aber es muss sein. Und, ich mache den NT keinen Vorwurf, weil sie so sind, wie sie sind. Sie wissen es nicht besser. Dieser Gedanke hilft mir jedenfalls meistens. Aber eben, nicht immer.
Die Gesellschaft hat ihre eigenen Regeln. Diese sind so ausgelegt, das sie dem Wohl der Menschen dienen soll. Aber eben soll. Die Regeln berücksichtigen nur die Art der NT aber nicht die der Behinderten. Für uns gibt es eigene Regeln und Gesetze. Diese sagen den NT wie sie sich uns gegenüber verhalten sollten. Dies auch deshalb, weil sie selber nicht darauf kommen würden. Aber haben sie uns gefragt ob wir so gesehen werden, wie sie uns sehen? Die NT. Nein, das haben sie nicht. Sie gehen einfach davon aus, das sie recht haben. Das das was sie tun, rechtens ist und uns passt. Nun, sicher, vieles passt schon. Aber es ist die Art und Weise wie NT mit Autisten umgehen, die ein wenig Wissen haben. Sie behandeln uns nicht wie sie ihre Art behandeln. Sondern oft wie Kinder. Muss das sein? Nein, aber es ist doch leider so. Dabei ist die Lösung für dieses Problem ganz einfach zu lösen. Jeder akzeptiert jeden so wie er ist und versucht ihn nicht zu ändern. Ich versuche aus den NT ja auch keine Autisten zu machen, oder ihnen zu sagen wie sie denken sollten, damit es mir passt. Für mich sind die NT so wie sie sind OK. Ich versuche so gut ich kann in ihrer Welt zurecht zukommen. Ja zu verstehen. Nur so kann ich einfach leben und arbeiten. Ganz einfach indem ich mich selber bin und nicht versuche so zu sein, wie ich sein sollte, damit ich der Gesellschaft entspreche. Denn das will ich nicht. Ich will so sein, wie ich bin. Alles andere wäre doch Verrat an der eigenen Person. Ist es aber nicht so, das viele Autisten genau das tun? Sie versuche so gut sie können so zu sein, wie die NT. Was aber selten gelingt.
Die beste Gesellschaft ist doch die, in der es keinen Unterschied macht, ob man NT oder Autist ist. Sondern das alleine der Mensch zählt. Das was er bereit ist zu leisten. Bereit ist zu geben. Nicht nur für sich, sondern zum Wohle aller.