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Samstag, 12. März 2016

Asperger und das Gamen

Die Welt in der ich lebe, ist komisch. Sie ist nicht so, wie ich denke, dass sie ein soll. Alles ist ein ständiger Kampf. Ich bin abhängig von so vielen Faktoren, damit ich mein Leben leben kann. Wirklich selber entscheiden kann ich nicht viel.
Doch es gibt eine andere Welt. Eine Welt in der ich was erreichen kann, wenn ich mich anstrenge. Wenn ich mich in sie hinein begebe. Die Welt der Games. Eine Welt die aber auch ihre Gefahren hat. Denn es kann leicht passieren, dass ich mich in ihr verliere. Nur noch da sein will. Damit dies aber nicht passiert, habe ich ein paar Regeln. Eine ist, nicht mehr als 60 Minuten pro Tag. Maximal. So verhindere ich, dass ich stundenlang game.
Jedoch weiss ich auch, dass viele Autisten sich in Games verlieren können. Sie zocken die ganze Nacht und kommen am nächsten Tag nicht zur Arbeit. Das will ich nicht. Den so wichtig ist mir das Gamen auch wieder nicht. Denn, dadurch könnte ich all das verlieren was ich habe. Das muss nicht sein.
Jedoch ist es auch ein guter Ausgleich. Ein Ausgleich zum Stress und der Hektik der Welt. In der Gamewelt kann ich jemand anderes sein. Kann Aufgaben lösen. Muss mir einen Weg suchen, wie ich die Aufgaben lösen kann. Dadurch lerne ich auch, mich auf genau eine Aufgabe zu konzentrieren. Das ist ja für mich nicht so einfach. Insofern bringt mir das Gamen auch was für das reale Leben. Ich kann mich besser fokussieren. Fokussieren auf mich und auf eine Aufgabe.
Doch, ich muss auch aufpassen, dass ich nicht mit den Gedanken am Abend beim Game bin. Das ich nicht darüber nachdenke was ich als nächstes tun werde. Welche Aufgaben ich lösen muss oder soll. Das muss nicht sein. Das verhindere ich, indem ich im Kopf die Gamewelt von der realen Welt trenne. Erst wenn auch zu Hause alles erledigt ist, dann und nur dann, kann ich gamen. Wenn überhaupt. Manchmal game ich auch nicht. Das muss ja nicht jeden Tag sein. Wieso? Weil sonst eine Sucht entstehen könnte. Was bei vielen, die ich kenne, der Fall ist. Sie merken dies nicht einmal mehr. Merken nicht, das sie Game süchtig sind. Streiten dies ab.
Ich denke, mein Alter hilft mir dabei. Aber auch meine Lebenserfahrung. Denn ich weiss heute, was ich vertrage und was nicht. Was mir schaden kann. Aber auch, was mir etwas bringt, damit ich ruhiger werde. Gamen ist da nur ein Aspekt. Aber sicher nicht der Einzige. Dann wäre das Leben für mich sinnlos.
Gamen muss für mich nicht nur am PC oder der Konsole sein. Nein, es kann auch einfach Sport mit meiner Frau sein. Das bringt mir auch sehr viel. Denn nur immer alles alleine tun, ist nicht meins. Mit meiner Frau zusammen habe ich das was ich brauche. Klar, manchmal brauche ich auch einfach meine Ruhe. Will weder von der Welt da draussen, noch von den Games etwas wissen. Das kann es auch geben. Aber ich denke, ich bin damit nicht alleine. Das kennt ihr sicher auch. Und ich denke, dass hat mit dem Autismus nichts zu tun, sonder ist menschlich. Was wir ja auch sind. Nur, das vergessen die NT manchmal. Das wir auch Menschen sind und nicht Autisten. Das ist nur eine Definition. Wie auch immer. Jedenfalls game ich gerne. Aber eben, alles im Mass.
Wenn ich mich mal zu fest in der Gamewelt verlieren, dann rächt sich das. Denn ich kann dann nicht mehr richtig schlafen. Ja mich konzentrieren. Dann weiss ich, dass es zu viel war. So kontrolliere ich mich selber. Für mich ist dies wichtig. Denn wenn ich einfach tue, was ich will. dann wird es nichts mehr mit dem Leben. Dann lebe ich nur noch in meiner eigenen Welt. Das will ich aber nicht.
einen Ausgleich zu der Welt da draussen, ja. Aber im Mass. Gamen hilft mir auch, dass ich auf andere Gedanken komme. Das ich auch erkenne, wenn ich an etwas dran bin, ich das Ziel auch erreichen kann. Dies übertrage ich auf das echte Leben. Denn oft beginne ich etwas, und lasse es dann.
So bringt mir das Gamen etwas für mich aber auch für mein Leben. Ich kann mich besser fokussieren. Kann an etwas dran bleiben. Aber im mit der Hintergedanken, dass ich es nicht übertreiben darf.