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Donnerstag, 10. Januar 2013

Asperger und Notizen

Notizen gehören zum Alltag hinzu. Viele verwenden irgendwelche Zettel oder haben immer irgendwo Papier und etwas zu schrieben rumliegen. Dies ist praktisch, da man so nicht immer an alles denken muss.
Meine Erfahrung mit Asperger ist jedoch, dass sie sich keine oder nur sehr wenige Notizen machen. Sie wollen immer alles im Kopf behalten. Meistens jedoch, passiert es, dass sie wieder etwas vergessen. Denn alles kann man einfach nicht im Kopf behalten. Jede noch so kleine Kleinigkeit. Das geht nicht.
Ich selber, habe mir angewöhnt, immer einen kleinen Block und einen Füllfederhalter bei mir zu haben. So kann ich jederzeit was aufschreiben. Meine Erfahrung damit ist, dass das Leben dadurch viel einfacher wird. Ich muss nicht immer an alles denken. Zudem erleichtern sie mir die Arbeit. Da ich viele Sitzungen habe, ist es nicht immer leicht, den Überblick zu haben.
Es ist aber auch einfach schön, mit einem Füllfederhalter zu schreiben. Ich geniesse das immer wieder. Es ist nicht das Selbe, wie mit einem Kugelschreiber. Das mag veraltet klingen, ist es aber nicht. Füllfederhalter sind meiner Meinung nach besser zum schreiben geeignet.
Notizen sind aber einfach Notizen. Wenn ich sie nicht mehr gebrauche, werfe ich sie weg. Es sind ja keine wichtigen Texte oder gar Kunst. Nein, sie sind nichts anderes, als eine Art erweiterter Hirnspeicher. Sich immer an alles erinnern zu müssen, ist nicht einfach. Zudem vergisst man in der Hektik des Alltages leicht etwas. Im privaten, mag das ja noch gehen. Jedoch auf Arbeit, ist es nicht erwünscht. Es erschwert die Arbeit, wenn man immer nur denken muss, jedoch nie etwas arbeitet. Das ist nicht produktiv. Zudem ist es doch schöner, etwas zu arbeiten, und am Ende des Tages zu sehen, was man geleistet hat.
Die Notizen sind da ein sehr wichtiges Instrument. Sie erleichtern die Arbeit extrem. Zudem, ist es für mich auch besser, wenn ich sehe, das mein Gegenüber sich Notizen macht. So weiss ich, dass ich nicht auch noch an das alles denken muss.
Jedoch braucht es einige Übung, sich Notizen zu machen. Man muss eine Art geistige Hürde überwinden. Dies ist nicht so einfach. Ich selbst kenne das nur zu gut. Es hat mich einiges an Energie gekostet, dass ich es gemacht habe. Doch mit der Zeit habe ich Freude daran bekommen, und kann es mir heute nicht mehr vorstellen, Notizen nicht mehr zu machen.
Ich finde, dass es gerade für Asperger wichtig ist, dass sie lernen, sich Notizen zu machen. Dass sie lernen, nicht immer nur alles im Kopf zu haben. Denn auch sie können sich nicht immer an alles erinnern. Zudem, ist es auch einfach schön, zu schreiben. Ein passendes Schreibgerät gehört aber dazu. es sollte ja auch Spass machen.