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Freitag, 22. Februar 2013

Asperger und das Körpergefühl

Das Körpergefühl ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Das sich selber wahrnehmen.
Das ist aber nicht so einfach. Besonders für Autisten nicht. Sie geben nicht so viel auf ihren Körper. Der Geist ist ihnen wichtiger. Denken statt Sport ist das Motto.
Für mich ist der Sport genau so wichtig wie das Denken. Wenn ich meine Körper nicht mehr wahrnehme, weiss ich, das etwas nicht mehr stimmt. Das muss dann weniger mit dem Körper zu tun haben, als mit dem Geist. Bin ich extrem gestresst oder beschäftigt mich etwas sehr, so merke ich meine Körper nicht mehr. Ich weiss dann, dass ich mal eine Pause mache sollte, oder mit jemandem sprechen. Das hilft meistens gut. Jedoch, war der Weg dazu sehr weit. Ich habe das jahrelang nicht gewusst. Heute ist es für mich ein sehr wichtiges Signal geworden. Dafür musste ich aber lange trainieren und mich intensiv mit mir auseinandersetzen.
Heute habe ich eine einfaches Mittel gefunden. Es ist die Umsetzung der Erkenntnisse der letzen Jahre. Ich mache ganz einfach 5 Mal in der Woche 20 min Kraftsport. Dazu, wenn es schön ist, noch joggen. Das wars schon. Der Kraftsport hilft mir, dass ich meinen Körper spüre. Denn, Gewichte stemmen, erfordert einiges an Kraft. Diese kann man nur erzeugen, wenn die Muskeln gebraucht werden. Genau sie sind es, welche mir mein Körpergefühl geben. Ich mache das jetzt seit einpaar Monaten. Der Effekt ist gewaltig. Ich habe nicht nur ein viel besseres Körpergefühl, sondern auch noch einen neuen Körper. Denn durch das Training haben sich grössere Muskeln gebildet. Das wirkt sich auch optisch aus.
Dazu kommt, dass ich mehr Selbstvertrauen habe. Da ich nicht mehr in einem gebrechlichen Körper bin, sondern einen stärkeren habe. Der Körper wirkt sich bei mir positiv auf den Geist und das Selbstvertrauen aus. Ich kann das nur jedem empfehlen. 20 min am Tag sind nicht viel. Soviel Zeit sollte jedem sein Körper wert sein. Ausreden habe ich niemals. Wenn ich zu hause bin, mache ich immer meine Übungen. Auch nach der Arbeit.
Auch die Ernährung ist nicht unwichtig. Immer nur Junk-Food bringts nicht. Er ist auch für ein kein Körpergefühl zuständig. Ausgewogen sollte die Ernährung sein. Gemüse, Früchte, Kohlenhydrate und sicher auch Fleisch. Jedoch im Masse. Durch den Junk-Food wird man träge und fett. Das Körpergefühl nimmt ab. Und nicht nur das, sondern auch die Vitalität und das Selbstvertrauen.
Es braucht meiner Meinung und Erfahrung nach keine Diäten. Sondern nur ein wenig Sport, auf die Ernährung schauen. Das wars. Sich aber auch bewusst sein, wie viele Kalorien man so zu sich nimmt. Es geht dabei nicht um das Kalorienzählen, sondern einfach darum, dass man sich bewusst ist, was man isst.
So habe ich doch einiges abgenommen (10kg) und fühle mich heute wieder richtig wohl und gut. Dafür habe ich aber keinen Trainer oder Bücher gebraucht. Ich habe einfach mal begonnen. Mehr nicht. Jeden Tag. Mit der Zeit hat sich dann der Oben erwähnte Effekt eingestellt. Auch meiner Frau gefällt, was sie sieht. Mit nur ein wenig weniger und einbisschen Sport kann man sein Leben massiv verändern.
Auch kriegt man so eine andere Einstellung zu seinem Körper. Dass er ebenso wichtig ist, wie der Geist. Und, gesund ist es auch noch. Es hat also nur Vorteile, sich zu bewegen, und zu wissen, was und wie viel man isst.
Dadurch habe ich mich auch begonnen, anders zu kleiden. Da ich mir gefalle, will ich auch Klamotten, welche mir gefallen. Das wiederum wirkt sich auf die anderen aus. Ich habe ja mal über die Wirkung der Kleider geschrieben. Es ist genau so. Jedoch, muss man immer noch sich selbst bleiben. Ich mache das nicht für die Anderen, sondern für mich. Es geht ja um meinen Körper.
Ich kann es nur empfehlen, es selbst auch mal zu versuchen. Wer es alleine nicht schafft, dem empfehle ich ein Fitnesszenter. Obwohl diese immer volle Menschen sind, gibt es immer Zeiten, in welchen nicht so viel dort sind.
Oder sich einer lokalen Laufgruppe anschliessen. So kann Sport sogar Spass machen. Jedem das Seine. Wichtig ist nur, dass man etwas macht und das regelmässig. Auch, dass man nicht gleich Erfolge und Veränderungen erwarte soll, gehört dazu. Es braucht einige Zeit, bis sich eine Veränderung einstellt. Aber dann, macht alles doppelt Spass.