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Mittwoch, 29. Januar 2014

Asperger und das getäuscht werden

Die Muggel versuchen immer, dass sie gut dastehen. Dass sie einen Vorteil herausholen können. Dafür sind sie bereit, andere zu täuschen. Sie sagen das Eine, meinen das Andere. Sie wollen dies, wollen aber das. Sie sind bedacht, dass sie das bekommen, was sie wollen. Sie denken nur an sich. Können sich nicht vorstellen, dass sie mit diesem Verhalten andere schaden könnten. Ich frage mich manchmal, ob es die Empathie wirklich gibt, oder ob sie nur eine Erfindung ist. Ich habe den Eindruck, dass sie nur eine Erfindung ist. Gäbe es sie wirklich, so wäre die Welt nicht so, wie sie ist. Ein riesen Chaos.
Das Problem ist aber, dass die Muggel erkennen können, was jemand meint, ohne das dieser sagt, was er meint. Sie verstehen das "zwischen den Worten". Ich nicht. Ich verstehe nur das, was gesagt wird. Mir vorzustellen, was es bedeuten könnte, kann ich nicht. Das ist viel zu komplex. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten. Dies ist ja aber genau das Problem von Autisten. Sie verstehen nur das, was gesagt wird. Nicht das, was gemeint ist.
So lies und lasse ich mich immer wieder täuschen. Denke, dass alles passt. Dabei passt überhaupt nichts. Ich kapiere das aber nicht. Auch denke ich, dass ich vielleicht mehr fragen sollte. Nun, das mache ich nur dann, wenn ich nicht sicher bin. Oder wenn mir eine Sache wirklich was bedeutet. Sonst komme ich nicht einmal auf die Idee zu fragen.
Auch denke ich, wieso muss immer ich fragen? Wieso muss immer ich auf die Menschen zugehen? Wieso können die das nicht mal von sich aus? Darauf habe ich keine Antwort gefunden. Bis heute nicht. Ist aber nicht schlimm, da es für mich normal ist, dass immer ich machen muss. Ich bin es nicht gewohnt, dass jemand auf mich zukommt, und mir seine Hilfe anbietet. Oder mal mitdenkt. Davon ausgenommen, sind meine Frau und Familie.
Wenn ich arbeite, so denke ich manchmal, wieso denke ich für die anderen? Wieso sie nicht mal an mich? Nun, das mag daran liegen, dass ich immer mitdenke. Will, dass was aus der Firma wird. Und ich denke, dass sie sich einfach daran gewöhnt haben, das ich an alles oder vieles denke. Das ist auch so ein Effekt der Muggel. Sie gewöhnen sich rasch daran, wenn sie nichts machen müssen. Nicht denken müssen. So kommt es mir jedenfalls vor. Manchmal, sind mir die Muggel auch nur lästig. Wie Fliegen. Sie sind laut. Stehen im Weg rum. Bewegen sich komisch. Manchmal lache ich über ihr Verhalten. Aber ich denke, sie machen das Selbe mit mir auch. Mir ist das egal.
Muggel wollen sich auch täuschen lassen. Sie fallen immer wieder auf die Werbung herein. Sie wissen, dass das alles nur Lüge ist. Doch lassen sie sich gleichwohl verführen. Oder hat es damit zu tun, dass sie so nicht denken müssen? Obwohl ja alle grosse Denker sind. So denke ich, dass sie eben keine sind. Sie wollen einfach ihr Leben. Wollen alles Möglich, jetzt und sofort. Sie wollen immer nur. Sie täuschen. Sie verraten. Sie bekriegen sich. Wie auch immer. Hauptsache, sie kriegen das, was sie wollen.
Als Asperger ist diese Welt nicht einfach. Ich kann meistens nicht sagen was ich will. Habe aber auch aufgehört zu sagen, was ich will. Ich bekomme es doch nicht. Also lasse ich es. Wenn ich was wirklich will, dann besorge ich mir das selber. Sonst dauert es wieder lange bis gar nie. Oder es gibt Diskussionen. Darauf kann ich auch verzichten. Das ist sicher auch ein Grund, wieso Asperger nicht viel sprechen. Die Muggel täuschen uns immer wieder. Dies, weil wir so leicht zu täuschen sind. Irgendwann hat man es gesehen und sagt nichts mehr. Sollen die doch machen was und wie sie wollen. Wir sind wir und die sind die.