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Donnerstag, 21. Mai 2015

Asperger und die ideale Umgebung

Gibt es die ideale Umgebung überhaupt? Ist sie nicht ein Wunschdenken der Theoretiker? Nun, ich denke, nein, ich weiss dass es sie gibt.
Ich selber arbeite in einer solchen. Denn wo sonst könnte ich arbeiten? Ich meine, ich habe viele Stellen in meinem Leben gehabt. Aber keine war auch nur annähernd so wie die die ich jetzt habe. Dies schon seit Jahren.
Nur, was macht sie aus? Ist es die Umgebung selber? Die Möbel? Das Licht? Nein, es sind die Menschen die dieses schaffen. Die täglich ihr Bestes geben, damit wir so sein dürfen wie wir sind.
Ich selber bin ein Teil von ihr geworden. Auch wenn ich nicht so viel Verständnis habe wie unsere NT. So versuche ich doch mein Bestes. Ich weiss, dass mit enge Grenzen gesetzt sind. Dass ich oft sehr direkt bin. Komisch. Aber das ist nun mal so. Ich denke, ich bin da nicht alleine.
Aber es geht ja nicht nur um die Arbeit. Auch privat sollte es passen. Da habe ich mir meine eigene Welt geschaffen. So wie sie eben sein muss. Nicht sollte. Meine geliebte Frau trägt da auch sehr viel bei. Sie hilft mir immer wieder. Aber auch ihr Verständnis ist enorm. Manchmal frage ich mich woher sie dies alles nimmt. Aber ich bin dankbar dafür, das ich sie habe. Sie ist der Teil, der mein privates Leben wirklich ideal macht. Denn ich kann auch mit ihr so sein, wie ich bin. Das selbe gilt auch für sie. Denn ich denke, es ist wichtig, dass man sich nicht verstellen muss. Dass man so sein kann wie man eben ist.
Die ideale Umgebung ist für mich auch deshalb wichtig, weil ich viel denke. Vieles tun will, aber nur weniges kann. Das mich die Menschen um mich verstehen. Nicht immer so wie ich es denke, aber dennoch, sie geben sich Mühe. Das ist nicht selbstverständlich. Dafür bin ich auch sehr dankbar. Denn ich weiss, dass es auch anders geht. Das muss ich nicht mehr haben. Das habe ich auch nicht mehr. Nun, es hat mich einiges an Zeit und Gedanken gekostet bis alles so ist wie es eben ist. Aber ich denke, dass es sich gelohnt hat. Jedenfalls kann ich mich überhaupt nicht beklagen. Wieso auch sollte ich? Denn ich lebte nie besser.
Frei von der Belastung immer genügen zu müssen. Immer gestresst sein. Keine Ruhe zu haben. Das habe ich jetzt alles. Keinen Stress mehr und meine Ruhe. Damit meine ich nicht, dass ich nur alleine sein will. Ruhe bedeutet für ich einfach so zu sein wie man ist. So zu sprechen wie man eben spricht. Sich nicht verstellen zu müssen.
Die ideale Umgebung kann man sich selber schaffen. Dafür muss man nur wissen wer man ist. Was man will und was eben nicht. Einfach aber ist es nicht. Die Hilfe von Aussen ist da von Nöten. Den ich hätte das alles ohne meine Frau sicher nicht geschafft. Sie ermutigt mich immer wieder von neuem. Gibt mir aber auch die Kraft, dass ich trotz meiner Behinderung ein normales Leben leben kann. So wie es eben meiner Vorstellung entspricht.