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Samstag, 27. Juni 2015

Asperger und die Störung

Ist Autismus eine Störung? So wie es die NT behaupten? Ist es eine Störung nur weil wir die Welt nicht so wahrnehmen wie sie?
Ich denke nein. Es ist keine Störung. Es ist einfach eine andere Art und Weise die Welt zu sehen. Zu fühlen. Zu denken. Sie verstehen das einfach nicht. Sie verstehen nicht, wie Menschen nicht so sein können wie sie. Wie sie nicht so fühlen können wie sie. Das es Menschen gibt denen anderes wichtiger ist.
Was ist das "anderes"? Nun, das sind sicher Gegenstände, Tiere, Zahlen. Alles, was nicht mit Menschen zu tun hat. Sind wir wegen dem gestört? Nein, sicher nicht. Ich sehe mich jedenfalls nicht als gestört an, sondern als normal. Normal nach meiner Definition. Ich könnte ja die NT als gestört anschauen, wenn ich sehe wie sie die Welt wahrnehmen und was ihnen wichtig ist. Aber ich verurteile sie nicht. Versuche auch nicht, sie zu ändern. Wieso also tun sie das mit uns. Versuchen es immer wieder? Wollen uns sagen wie wir zu leben haben. Verstehe ich nicht. Muss ich das? Nein, denn ich lebe so, wie ich will. Das ist für mich der klare Weg. Bin so nicht abhängig von ihnen. So wie viele von uns. Es ist aber nicht so, das es die NT schlecht meinen. Sie meinen es in ihrem Sinne gut. Sie wollen das sogenannte Beste für uns. Nur, sie fragen nicht, was das Besten den ist, was wir wollen. Sie gehen einfach von sich aus. Mehr können sie ja nicht. Wieso?
Weil sie nicht wissen wie es ist Autist zu sein. Wie es ist in einer Welt zurecht zu kommen, die komisch ist. Die Regeln hat, die ich nicht verstehe. In der Sachen wichtig sind, die mir nicht wichtig sind. Nun, das ist ok. Denn jeder hat seine eigene Art die Welt wahrzunehmen. Ich frage mich einfach woher sie das Recht haben, uns als gestört zu bezeichnen. Sind sie es nicht auch? Gestört. Wenn ich mir die Nachrichten anschaue, wenn ich online lese was die NT mal wieder alles tun, dann frage ich mich schon, wer da gestört ist. Aber das ist zu gross gedacht. Das verstehen sie nicht. Aber ich. Denn ich muss mich durch eine Welt bewegen die voller Gewalt ist. In der nur noch Egos leben. Die nur immer drauf bedacht sind für sich einen Vorteil herauszuholen. Altruismus ist da nicht gefragt. Etwas zu tun um der Sache Willen, ohne das man selber einen Vorteil hat. Nun, das kennen sie nicht.
Ich sehe mich nicht als gestört an. Das sagt auch meine geliebte Frau von mir. Sie liebt mich so wie ich bin. Als Mensch. Sie geht mit mir ganz normal um. Das ist es doch. Sie zeigt mir, dass es geht. Das wenn die Normalen uns für voll nehmen, wie mehr tun können als wir ahnen. Es geht doch auch um die Würde. Die Würde als das höchste Gut der Menschen. Wir sind keine 2. Klasse Menschen. Aber unter den NT habe ich manchmal den Eindruck, dass wir das sind. 2. Klasse Menschen. Nun, mein Eindruck mag täuschen. Aber es ist nun mal mein Eindruck.
Wie dem auch sei. Wir sind nicht gestört. Sie sind es nicht. Es ist immer eine Frage des Standpunktes. Es kommt immer drauf an, was man als gestört bezeichnet. Ich jedenfalls lasse die NT so wie sie sind. Aber auch alle anderen Menschen. Denn für jeden gibt es einen Grund, wieso er so ist wie er ist. Die Schwierigkeit besteht aber darin, den Grund zu kennen. Zu erkennen wieso einige anderes sind als andere. So betrachtet ist niemand gestört.