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Dienstag, 17. Juni 2014

Asperger und die WM

Vielleicht fragt sich jetzt der eine oder andere, wieso ich zum Thema Fussball und der WM etwas schreiben will.
Der Fussball ist nicht das, was mich interessiert. Es geht mir auch nicht darum zu sehen, wer gewinnt. Nein, es geht mir um die Kommentatoren. Sie sind es. Fussball ist sehr emotional. Also wird auch viel über Emotionen und die Körpersprache gesprochen. Dies ohne, dass die Kommentatoren wissen, dass es Menschen gibt die auf das achten und nicht auf das Spiel.
Ich lerne von ihnen sehr viel. Denn sie kommentieren die Bilder die sie sehen. Sie sagen sogar, welche Emotion gerade sichtbar ist. Ich gebe mir Mühe diese zu erkennen, schaffe es aber nicht. Doch stören tut mich das nicht. Ich gebe nicht auf. Vielleicht erkenne ich am Ende der WM ja mal eine Emotion richtig. Das wäre dann für mich ein Sieg. Aber ich denke, das wird mir nicht gelingen.
Auch ist es interessant, was über die Körpersprache gesagt wird. Sie kann ich ja auch nicht verstehen. Für mich ist es auch deshalb interessant, weil ich so lernen kann, Menschen anzuschauen. Auch wenn sie nur auf dem Fernsehschirm sind, aber immerhin.
Das Gute an der WM ist, das so viele Spiele sind. Zu Beginn ja mehrere pro Tag. So kann ich richtig viel üben. Klar, bin ich nicht nur am über, sondern schaue auch das Spiel an. Aber der Kommentator interessiert mich viele mehr.
Ich verstehe, dass die WM die ganze Welt irgendwie lahmlegt. Dass es wichtiger ist, die Spiele zu sehen, als zu arbeiten, oder sich um die Liebsten zu kümmern. Ich verstehe auch, das es für die Muggel speziell ist, das sie endlich mal wieder Party machen können. Dass sie sich nicht um die Alltagssorgen kümmern müssen. Das sei einfach Muggel sein können.
Während ich dies schreibe spielt gerade Algerien gegen Belgien. Nun, mit ist der Fussball dann auch nicht so wichtig, das ich meine Gedanken nicht niederschreibe. Ich schreibe ja dann, wenn ich eine Idee habe und nicht zu einer bestimmten Zeit. Da muss die WM warten. Sie ist nicht so wichtig wie meine Gedanken.
Die WM hat aber ihr Gutes. Sie bringt Menschen zusammen. Sie lässt Menschen diskutieren. Streiten. Das ohne Handy. Von Angesicht zu Angesicht. Ich meine, die Muggel tun das doch immer weniger. Lieber mit dem Handy sich behindern, als echt zu kommunizieren. Sie sehen nicht, dass sie sich immer mehr von der Welt abschotte. Sie werden selbst zu einer Art Autisten. Sie werden selbst zu Behinderten. Ich verstehe nicht, wie die das tun können. Aus meiner Sicht haben die Muggel Superfähigkeiten. Das Erkennen von Emotionen und die Körpersprache. Ich kann das nicht. Für mich sind das geniale Fähigkeiten. Die Muggel schmeissen diese aber einfach für ein Stück Plastik weg. Sie wollen sie nicht mehr. Dabei wissen sie gar nicht, was sie an diesen Fähigkeiten haben. Sie wissen nicht, dass es Meschen gibt, die das nicht können. Die, ok, andere Superfähigkeiten haben. Doch die Frage ist für mich, was bringen mir meine anderen Superfähigkeiten. Ich meine, was bringt es mir, dass ich superschnell lesen kann. Das ich mir sehr vieles Merken kann. Das ich nichts vergesse. Das ich Töne sehen kann. Ich weiss nicht wozu das alles gut sein soll? Klar schnell lesen ist in der Schule toll. Sich vieles merken können und nicht vergessen auch. Doch im Leben das ich jetzt habe, als Erwachsener, bringt mir das nichts mehr. Es ist toll das ich weiss, das ich das kann, aber bringen? Nein. Muggel wollen nicht einsehen, was sie an dem haben, was sie sind. Sie verstehen nicht, dass das was sie haben, dafür sorgt, das sie das sein können, was sie sind. Das was ich kann, macht mich zu einem Komischen. Einem Aussenseiter. Einer, der angeschaut wird. Obwohl, das merke ich übrigens nicht. Meine Frau sagt er mir jeweils. So hat jeder Fähigkeiten, die ein anderer nicht hat. Für mich ist die Frage die, wie können diese Fähigkeiten zum Wohle aller genutzt werden. Gemeinsam und nicht die einen als die Komischen.