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Freitag, 17. April 2015

Asperger und der innere Antrieb

Es gibt Tage an denen kann ich egal was, es einfach tun. Kann mich in die Aufgabe vertiefen, finde Lösungen. Kein Problem. Aber es gibt auch andere Tage. An denen kann ich nichts tun. Alles ist mühsam. Alles ist schwierig. Fehlt an diesen Tagen der innere Antrieb? Nein, ich denke nicht. Ich denke, dass es mehr damit zu tun hat, dass ich nicht immer gleich viel erledigen kann. Das ich auch nicht immer Zugriff auf meine Bilder habe.
Die Bilder sind für mich ein Teil des inneren Antriebes. Ich kann, wenn ich sie sehe das tun, was ich tun muss. Aber auch, das WIE. Wenn ich sie nicht sehe, dann bin ich blind. Blind im Sinne von, ich kann den Weg das Ziel nicht sehen. Das aber brauche ich, damit ich was tun kann.
Aber auch die Ideen sind nicht immer da. An manchen Tagen habe ich sehr viele Ideen, dies sind meine Motivation. An anderen Tagen jedoch, habe ich keine. Keine Ideen, keine Arbeit. Etwa so. Klar sitze ich dann nicht einfach rum. Aber ich kann an solchen Tage nichts aus mir heraus tun. Kann nichts tun. Für mich.
Der innere Antrieb ist für mich die Grundlage überhaupt etwas zu tun. Selber zu wollen. Nicht zu warten bis jemand kommt und sagt was zu tun ist. Was ansteht. Das wollte ich nie. Denn, ich lasse mir nicht gerne sagen, was ich tun muss. Was ich darf und was nicht. Ich entscheide das für mich selber.
Der innere Antrieb kann aber auch verschwinden, wenn zu viel Licht um mich ist. Wenn es zu laut ist. Aber auch, wenn versucht wird mich zu ändern. Das geht nicht. Dan schalte ich geistig einfach ab. Nun, das ist eine Schutzfunktion. Ich meine wieso sollte ich dann noch was tun? Das ergibt für mich keinen Sinn. Ist nicht logisch. Aber eben, es ist meine Logik. Nicht die der NT. Sie verstehen das nicht.
Selber etwas tun. Selber Ideen haben. Nun, dass ist nicht immer einfach. Denn so bin ich geistig immer alleine. Muss immer alles selber machen. Das Problem ist aber, dass auch ich nicht immer alles alleine machen will. Das auch ich ab und zu die Aufgaben gerne teile. Wieso auch nicht? Zwei Personen denken mehr als eine. Sehen mehr. Ist so. Nur, das musste ich mir zuerst auch eingestehen, dass ich nicht an alles denken kann. Muss. Das war nicht einfach. Denn ich kenne nur mich. Meine Welt. Meine Gedanken. Das andere etwas anders sehen können, musste ich aber habe es nie wahrgenommen. Wahr für mich auch nicht sinnvoll und logisch.
Meine GedankenWelt ist aber auch mein Antrieb. Manchmal sehe ich Bilder die mir zeigen was ich in naher Zukunft tun soll, oder aber was kommen wird. Das hilft mir. So bin ich geistig vorbereitet. Das Problem ist, dass ich es nicht verhindern kann. Ich sehe es, aber habe keinen Einfluss auf das Kommende. Das ist nicht immer gut. Denn nicht alles ist positiv. Aber dennoch ist auch das für mich ein Antrieb.
Der innere Antrieb ist wichtig. Ich denke viele haben diesen. Klar, sonst würde auf der Welt nichts passieren. Alle würden machen was sie wollen. Nichts. Aber den ist ja nicht so. Ich denke, ich habe einfach nur die beiden Extreme. Alles oder nichts. Viel leisten, nichts leisten. Das ist nicht immer einfach für die anderen, aber durch das Verständnis von ihnen kann ich dennoch ein angenehmes Leben führen. Habe mehr als ich je hatte. Das wiederum ist für mich der innere Antrieb.