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Samstag, 17. Oktober 2015

Asperger und sich konzentrieren

Sich konzentrieren können ist nicht immer so einfach. Den das bedeutet ja, dass man etwas tun muss oder soll, das man nicht unbedingt tun will. Jedoch tut man es, weil es die Situation erfordert. Weil es ein Auftrag ist.
Ich kann mich nicht jeden Tag gleich gut konzentrieren. Ich denke aber, damit bin ich nicht alleine. Das hat nicht mal etwas mit den Gedanken zu tun, sondern mehr mit dem Umfeld. Damit ich mich konzentrieren kann, brauche ich Ruhe und Dunkelheit. Wenn ich dann noch einen Sinn in der Sache sehe, die ich tun soll, umso besser. Dann kann ich mich lange konzentrieren. Denn ich sehe es als eine Art Spiel an. Wie weit komme ich in welche Zeit? Wie viel kann ich erledigen ohne Pause zu machen? So kann ich etwas stundenlang tun ohne Pause zu machen.
Jedoch nur, wenn ich nicht gestört werde. Denn wenn ich gestört werde, ist es nicht so einfach mich wieder konzentrieren zu können. Das kann ich etwa zwei Mal pro Tag tun. Ist es aber mehr, ist die Konzentration weg. Dann muss ich was anderes tun. Aber ich denke, auch damit bin ich nicht alleine.
Es kann aber auch sein, dass ich mich überhaupt nicht konzentrieren kann. Einfach weil ich es nicht kann. Es gibt solche Tage. Einen Grund gibt es dafür nicht. Oft frage ich mich, wieso ich es dann nicht kann. Denke wieso ich mich nicht konzentrieren kann. Vielleicht ist das der Grund, ich weiss es nicht. Es spielt auch keine Rolle.
Von Autisten wird ja immer behauptet das wir uns besser konzentrieren können als NT. Nun, ich denke, das stimmt so nicht. Denn wir werden oft einfach gelassen. Damit meine ich, das NT mehr kommunizieren. Würde das bei ihnen wegfallen, könnten sie es sicher auch so gut wie wir. Sie aber haben eine andere Art zu arbeiten. Sie müssen mit anderen NT sprechen können. Alleine können sie sehr wohl auch sehr viel erledigen. Auch gut. Ich denke das ist nicht ein Privileg das nur Autisten haben. Aber es wird immer so dargestellt. Gut eine Sache habe ich aber herausgefunden. NT werden, wenn sie monotone Arbeit erledigen sollen, langsam. Sie verlieren rasch das Interesse. Sehen keinen Sinn darin. Das ist bei mir genau umgekehrt. Ich werde bei solche Arbeiten immer schneller und besser. Und es interessiert mich immer mehr. Das ist ist sicher ein grosser Unterschied zu den NT. Auch erfordert monotone Arbeit sehr viel Konzentration. Die haben die NT nicht, wenn sie sich dabei langweilen. Sie müssen kommunizieren können. Sich eingebunden fühlen. Wollen immer was Neues. Ich nicht. Das Gleiche passt schon. Denn nur so wir man ja in einer Sache gut, wenn man sie immer und immer wieder tut. Perfektion eben. Das ist doch die Maxime. Die ist aber nur durch üben und ständige Wiederholungen erreichbar. Aber das ist eine Ideal das es so fast nicht gibt. Denn Arbeit muss erledigt werden. Klar, sie muss genau und gut gemacht sein, aber perfekt? Die Zeit dafür bezahlt einem niemand. Also muss sie doch so genau wie möglich in so kurzer Zeit wie möglich erledigt werden. Und das erfordert eben eines. Konzentration. Sehr viel sogar. Mir macht so was Spass. Denn das fordert mich. Herausforderungen sind doch das was die Arbeit erst interessant macht. Auch wenn sie monoton ist. Aber genau darin liegt für mich der Reiz der Sache. Wie lange kann ich mich konzentrieren? Wie genau werde ich mit der Zeit? Das interessiert mich. Das ist der Reiz welcher für mich solche Arbeiten ausmachen. Also alles andere als langweilige Arbeit, wie die NT immer meinen.