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Freitag, 8. Juli 2016

Asperger und wirre Gedanken

Wer kennt das nicht? Gedanken die einem nicht loslassen. Die wild durcheinander sind. Die keinen Sinn ergeben. Die einfach da sind.
Ich denke, ich bin nicht der einzige der dies kennt. Nun, die Frage ist, was kann dagegen unternommen werden. Einfach versuchen, nur an eine Sache zu denken, klappt bei mir nicht. Abwarten bis sich die Gedanken wieder beruhigt haben? Nein. Das geht auch nicht. Ich weiss ja nicht, wann das sein wird. Also muss es doch eine andere Lösung geben.
Diese habe ich schon mal erwähnt. Meditation. Klingt komisch und so nach Räucherstäbchen. Ist es aber nicht. Mir hilft sie, dass ich mich von zu wirren Gedanken befreien kann. Ich meditiere einfach. Gehe nicht irgendwo hin. Habe auch keinen Lehrer. Niemanden. Nur mich. Zuhause. Das hilft mir am meisten. Nur, da muss es ruhig sein, was es ja auch ist.
Meditieren gegen wirre Gedanken. Wieso also nicht. Ich denke, das diese Methode besonders Autisten helfen könnte. Aber nicht indem sie auf NT hören, sondern selber versuchen den Weg zu finden. Selber herausfinden, wie es für sie am besten ist. Denn es gibt viele Methoden. Aber dann ist es wieder ein Denken, ob man alles richtig macht. Sowas führt nicht zum Ziel. Bei mir jedenfalls nicht.
Auf der anderen Seite ist der Auslöser für solche wirren Gedanken. Was sind sie? Wie gibt es sie überhaupt? Nun, ich weiss es nicht. Denn sie sind einfach da. Wirr und nicht geordnet. Einfach Chaos. Wie sie entstehen? Nun, wahrscheinlich durch zu viel NT Kontakt. Zuviel Sprechen. Licht. Veränderungen. Könnte muss aber nicht sein.
Jedenfalls, seit ich meditiere, sind solche wirren Gedanken seltener geworden. Doch wie habe ich mit dies beigebracht? Nun, indem ich einfach mal begonnen habe. Einfach mal geübt habe. Nichts darüber gelesen habe. Einfach getan. Was ich selten tue. Denn ich muss immer alles genau wissen. Aber in diesem Falle, habe ich dies sein gelassen. Weil ich nicht noch mehr wirre Gedanken wollte. Mich nicht ablenken wollte von dem was ich will. Keine wirren Gedanken mehr haben.
Worauf konzentriere ich mich? Auf Nichts. Leere. Ein Wort. Mehr nicht. Einfach nur dies. Zu Beginn war es nicht einfach all die Bilder und Gedanken aus dem Kopf zu bringen. Doch heute, 7 Monate später kann ich es. Klar, nicht immer gleich gut, aber ich denke, ich mache Fortschritte. Einfach weil ich jeden Tag übe. Es ist doch wie mit alle. Üben bringt den Meister.
Jedenfalls ist das die einzige Methode die ich, in all den Jahren, gefunden habe, die mir hilft. Jedoch, was für mich passt, muss für andere noch lange nicht passen.
Ich habe auch herausgefunden, das bei mir lesen, oder Dokus schauen nichts bringt um die wirren Gedanken los zu werden. Im Gegenteil, sie werden überlagert und noch wirrer. Nein, das bringt es nicht. Damit habe ich aufgehört. Lesen tue ich noch sicher. Dokus schauen auch. Aber nicht, wenn in meinem Kopf alles wirr ist. Dann brauche ich nicht noch zusätzliche Belastung. Dann brauche ich eben Ruhe. Diese finde ich im meditieren.
Wie ich drauf gekommen bin? Nun, ich befasse mich mit so vielem. Jedenfalls habe ich mal ein Buch über Buddha gelesen. Der hat das auch getan. Ihm hat es was gebracht. Also bin ich dem nachgegangen und habe es selber versucht. Und siehe da, es funktioniert. Aber nicht denke ich sei ein Buddha. Ich meditiere nicht deswegen, sondern einfach um meine Gedanken zu ordnen.
Etwas anderes hat es mir auch noch gebracht. Ruhe. Ich bin seitdem ruhiger geworden. Überlegter. Veränderungen stressen mich nicht mehr so sehr wie früher. Das heisst nicht, das sie mich nicht mehr stressen, nur eben weniger als zuvor. Auch kann ich klarer denken.
Ich selber hätte nie gedacht, das dies einen so grossen Einfluss haben könnte. Hat es aber. Nur, es ist nicht so, das einmal meditieren reicht. Nein, ich muss es seitdem jeden Tag tun. Sonst lässt komischerweise die Wirkung nach. Wieso das so ist, weiss ich nicht. Ist mir auch egal. Hauptsache ich habe für mich eine Methode gegen die wirren Gedanken gefunden und kann besser mit Veränderungen umgehen.