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Dienstag, 20. Mai 2014

Asperger und die falsche Welt

Die Welt in der ich lebe, ist eine Welt, welche nicht das ist, was sie vorgibt zu sein. Sie ist falsch. Sie zeigt sich von einer Seite, welch sie nicht ist. Die Menschen sind falsch. Sie zeigen sich selten so, wie sie sind. Nur dann, wenn sie etwas wollen. Nur dann, wenn sie recht haben wollen. Dann spielt es für sie keine Rolle, was der andere denkt, wie es ihm geht. Das eigene Interesse steht über allem.
Für mich ist diese Welt auch darum falsch, weil sie unlogisch ist. Sie ist nicht verständlich. Sie ist für mich unverständlich. Wieso muss sie so sein? Wieso können die Menschen nicht einfach mal denken? Andere so nehmen, wie sie sind. Andere so behandeln, wie sie behandelt werden möchten. Nein, das können sie nicht. Sie spielen ein falsches Spielt, diese Muggel. Sie schauen für ihren Vorteil. Schauen, dass sie gut wegkommen. Schauen, dass sie gut dastehen. Muggel kapieren nicht, dass sie die Welt damit zerstören. Nicht im physischen Sinne, sondern geistig. Die Welt verarmt so. Die Muggel sind Meister im alles zerstören. Sie wollen lieber alles zerstören und neu bauen, als das sie mit dem Bestehenden etwas anfangen würden. Wieso? Nun, weil sie es nicht kapieren. Sie begreifen nur das, was sie selber gemacht haben, oder aber ihnen jemand erklärt hat. Nur, selber was rausfinden, das können sie nicht.
Auch verhalten sie sich arrogant. Sie meinen immer, dass das was sie machen, das Rechte ist. Das sie recht haben. Autisten haben es in dieser Welt schwer. Denn wir können uns fast nicht wehren. Können nicht für uns einstehen. Die Muggel schon. Das nützen sie auch aus. Wir sind immer die Dummen, obwohl es die Muggel sind. Sie schaffen es, dass wir als Mittel für ihre Zwecke eingesetzt werden. Und wir lassen uns einspannen. Lassen uns verführen und fallen auf sie herein. Doch irgendwann ist auch damit Schluss. Die Muggel müssen lernen, dass auch wir einen eigenen Verstand haben. Dass auch wir das Recht auf Selbstbestimmung haben. Es kann nicht sein, dass die Muggel uns immer sagen, was wir tun uns lassen sollen. Was richtig und falsch ist. Das Richtige und das Falsche, ist das der Muggel. Nach ihrer Logik. Nicht nach der unsrigen. Sie verstehen nicht, dass wir anders denken, anders fühlen, anders handeln. Sie wollen es auch nicht verstehen. Denn das würde ihnen ja zeigen, dass sie nicht immer recht haben. Dass es auch andere Sichtweisen und Ideen gibt. Nicht Muggel-Ideen sondern Autisten-Ideen.
Die Welt ist auch darum falsch, weil die Muggel sich immer verstellen. Das zu erkennen, ist für mich nicht möglich. Das macht das Leben doppelt schwer. Denn ich muss aufpassen was ich sage oder tue. Ich weiss nie, ob mein Handeln nicht Folgen haben wird. Die Muggel sind deren viele. Wir haben gegen sie keine Chance. Das heisst, wir müssen aufpassen, was wir tun und sagen. Das ist nicht immer einfach. Denn ich kann mich ja nicht verstellen. Ich bin wie ich bin.
Die Maskerade, welche die Muggel spielen, finde ich manchmal unterhaltsam aber im Normalfall mühsam. Denn ich weiss nie, woran ich bin. Kann mich nicht auf meine Sinne verlassen. Kann mir nicht trauen, kann den Muggel nicht trauen. Es gibt nur ganz wenige Menschen den ich wirklich traue. Meiner Frau und Familie. Sonst niemandem. Wieso auch? Ich meine, den anderen kann ich nicht trauen. Sie versuchen nur das Beste für sich zu erreichen. Sie übergehen mich. Beachten mich nicht. Egal, was ich für sie getan habe. Wenn ich meine Aufgabe erfüllt habe, kann ich gehen. So war es in meinem Leben schon viele viele Male. Ich denke, das macht die Welt falsch. Es ist nicht ein miteinander, sondern ein gegeneinander. Wieso das so sein muss, weiss ich auch nicht. Die Muggel wollen immer ein miteinander, machen aber dann doch immer das Gegenteil daraus.