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Donnerstag, 4. Dezember 2014

Asperger und das für sich behalten

Kommunikation ist doch das, wenn Menschen einander etwas sagen, zeigen oder eben nichts sagen reagieren. Die Muggel wollen nur eines hören. Das was sie hören wollen. Abweichungen kapieren sie nicht. Dagegen kämpfen sie an. Wie auch immer. Die Nachrichten sind voll damit.
Sage ich meine Meinung oder meine Sichtweise, dann wird sie nicht verstanden oder es heisst, ich darf sie nicht mit allen teilen. Nun, entweder teile ich sie oder eben nicht. Das ist meine Denkweise. Alles oder nichts. Nun, ich kann nicht unterscheiden. Das heisst, wenn ich etwas mit jemandem teile, dann auch mit den anderen. Das Private ist da ausgenommen. Das geht nur meine Frau und mich was an. Das ist aber auch was anderes. Ich schreibe vom Berufsalltag.
Vieles kapiere ich nicht. Ich verstehe auch nicht, wieso sich Muggel an Dingen stören, die mir wichtig sind. Aber wenn ich mich an ihnen und an dem was sie tun stören, dann ist es nicht das Selbe. Wieso? Ich meine, sind die besser als ich? Mehr wert? Scheint so. Ich verstehe nur nicht, wieso die Meinung und Sichtweise von einzelnen besser sein soll das die meine. Wir alle sind Menschen. Denn Menschenrechten nach, sind wir alle gleich. Oder etwa doch nicht? Nun, ich bin nicht ein Muggel, sondern ein Autist. Behindert. Naja, damit kann ich gut leben. Aber ich verstehe wiederum nicht, wieso das eine Rolle spielen soll. Vielleicht verstehe die Muggel uns einfach nicht. Drängen uns an den Rand der Gesellschaft. Versuchen aber uns zu integrieren. Komisch. Abgeschoben und doch integriert. Das geht nicht. Ist ein Paradox. Aber so scheint die Welt nun mal zu sein.
Jedenfalls ist es doch so, dass es besser ist zu schweigen. Nichts zu sagen. Meine Meinung gehört mir. Niemandem sonst. Ich denke, es ist das Beste nichts zu sagen. Zu schweigen. Nun, als Argument kann angefügt werden, dass das nicht gut ist. Dass das der falsche Weg ist. Was ist dann aber der richtige? So wie die Muggel sein? Geht nicht. Ich verstehe sie nicht. Kann nicht so sein wie sie, da ich keines bin.
Ich denke, das jeder für sich seine Form finden muss und soll. Aber das die Muggel auch lernen, das wir eine Meinung haben. Wir diese einfach anders ausdrücken. Wenn wir gefragt werden. Nun, fragen sie uns? Ich meine, ist ihnen unsere Meinung wichtig? Nein. Wieso sollte sie? Wir sind die Komischen. Die Anderen. Die Behinderten. Nicht sie. So sei es. Das macht das Leben aber auch einfacher. Denn nicht kommunizieren bedeutet weniger sprechen. Bedeutet weniger Schwindel. Weniger Stress. Meine Welt gehört mir. Niemand kann entscheiden, was in ihr abgeht und was nicht. Meinen Meinung gehört mir. Wieso sie also teilen? Mit Ausnahme von meiner Frau. Sie ist mir das Wichtigste.
Die Muggel spielen oft ein falsches Spiel. Sie lieben Versprechen und Täuschung. Sie lieben es andere zu hintergehen und dann gut dazustehen. So sehe ich das. Ich kann mich auch irren. Aber es ist meine Sichtweise. Andere haben andere Sichtweisen. Ihre Meinung. Niemand weiss, was richtig und was falsch ist. Jeder Mensch hat seine eigene Wahrnehmung. Diese sollte respektiert und nicht versucht werden, jemandem die eigene Meinung aufzuzwingen. Das ist aber das, was ich erlebe. Wieso auf einen Autisten hören? Der ist doch eh nur komisch und lebt in seiner eigenen Welt. Ja sicher, aber dennoch haben auch wir das Recht was zu sagen und gehört zu werden. Wenn nicht, dann soll es die Welt halt lassen.