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Dienstag, 16. Dezember 2014

Asperger und keine Beachtung

Beachtung ist für die NT's wichtig. Sie wollen gesehen werden. Sie schauen zu ihrer Art. Alle die davon abweichen, haben es schwer. Versprechungen werden gemacht. Ideen angebracht. doch was bleibt davon? Nichts. Ich muss immer wieder erfahren, dass ich nicht ein NT's bin. Dass ich mehr kämpfen muss als sie. Wenn sie was wollen oder sagen, dann wird es gehört. Umgesetzt. Ich?, nein.
Naja, das ist so, wenn man anders ist. Wenn man eine Diagnose hat. Wobei, so schlecht ist es auch nicht, wenn man nicht beachtet wird. So kann ich machen was ich will. Aber es hat auch seine Schattenseite. Denn ich will ja nicht nur machen, was ich will. Das braucht sehr viel Energie.
Energie, die ich nicht immer habe. Wenn ich sehe, das die NT's einfach verlangen und wollen. Kriegen. Naja, dann frage ich mich schon, wieso ich das nicht hinkriege. Wo das Problem ist.
Nun, das Problem ist der Autismus. Ich kann Dinge nicht sehen. Nicht verstehen. Auch wenn ich meine, dass ich es begriffen habe, so doch nicht. Oder nur sehr langsam. Damit muss ich leben. Nur, als ich das erkannte, das war nicht eifach. Denn wer will schon nicht beachtet werden? Will nicht in einem sozialen Gefüge sein? Ich jedenfalls brauche den Austausch mit andern. Klar, nicht zu viel. Denn ich kann nicht so lange am Stück sprechen. Kann nicht mehr stundenlang diskutieren. Es wird mir irgendwann zu viel. Ich stoppe dann einfach.
Das ist für NT's manchmal verwirrend. Denn ich sage nicht, dass ich nicht mehr mag, sondern ich stoppe eifach. Beachtung? Nein. Wieso auch. Ich bin keiner von ihnen. Sie hören auf ihre Art. Nicht auf die unsrige. Angst? Ja, die haben sie vor uns. Denn sie wissen nie, wie wir reagieren. Wie ich reagiere. Ich weiss es meist selbst nicht. Aber ich habe keine Angst vor mir. Das ergibt auch keinen Sinn.
Die Frage ist doch auch, beachte ich mich selbst? Achte ich auf mich? Ja, heute schon. Das war auch mal anders. Aber ich habe in den letzten Jahren gelernt auch auf mich zu hören. Mich zu beachten. das ist nicht einfach gewesen. Anstrengend. Aber es lohnte sich. Denn ich bin heute anders. Nicht besser, aber anders. Sicher, das Alter spielt auch eine Rolle. Denn ich bin fast 40. Das ist ja auch was?
Nun, wenn ich mir die News anschaue, dann sehe ich wie die NT's Beachtung wollen. Sie zerstören Städte. Sie demonstrieren. Sie brauchen Gewalt und jammern hinterher. Das verstehe ich nicht. Dann werde ich lieber nicht beachtet. Denn Gewalt ist nicht meins. Ich habe meine Meinung und sie die ihre. Solange ich nicht gehindert werde, ist es mir egal, was die anderen denken. Ich bin für mich und mein Handeln verantwortlich, nicht sie. Aber sie nehmen sich manchmal die Freiheit heraus um mir zu sagen, was ich darf und was nicht. Woher haben sie dieses Recht? Von mir sicher nicht. Ich schreibe aber auch anderen nicht vor, was sie denken und tun sollen. Wieso sollte ich? Die können für sich selber schauen.
Ich jedenfalls denke, es ist noch ein weiter Weg, bis uns die NT's beachten. Bis sie feststellen, das wir auch zu was zu gebrauchen sind und dass es nicht immer nur auf den Blickkontakt und die Softskills ankommt. Es gibt Menschen, die können damit nichts anfangen. Das haben sie noch nicht begriffen. Bis sie es begriffen haben, haben wir ihre Beachtung nicht so, wie sie sie ihrer Art geben.