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Samstag, 23. August 2014

Asperger und die Muggellüge

Ich kann nicht interpretieren was andere sagen. Kann nicht verstehen was die Absichten sind. Muggel tun das aber die ganze Zeit. Sie gehen davon aus, das alle sie verstehen. Aber sie wissen nicht, das es Menschen gibt, die das nicht können. Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie es nicht können. Das verstehen die Muggel nicht.
Die Muggel können mir etwas sagen und ich gehe davon aus, das es stimmt. Sie wissen aber, das es nicht stimmt. Sie lügen. Aber ist es eine Lüge? oder nur Unwissenheit. Ich weiss es nicht. Muggel lügen damit sie besser dastehen. Damit sie verbergen können was sie nicht können. Sie tun dies nicht mit Absicht. Davon gehe ich mal aus. Sonst wäre das schon sehr arg.
Mit den Muggel habe ich so meine Probleme. Denn sie sorgen dafür, dass ich mir ausgestossen vorkomme. Nun, das ist nicht so schlimm, aber ich finde, das sie uns auch so akzeptieren sollten, wie wir sind. Aussgestossen ist hart, aber es beschreibt das, was es für mich ist. Nur wenn ich und mein Wissen gebraucht werde, dann bin ich gut genug. Sonst nur der dumme Autist. Wobei, sie nicht wissen, dass ich nicht dumm bin. Aber das ist was anderes.
Die Muggel erreichen durch ihre Lügen, dass wir Dinge für sie tun, die sie nicht können. Ja nicht einmal auf die Idee kommen, das man so was kann. Sie denken einfach. Oder eben, sie denken nicht. Mir kommen sie manchmal so vor. Denklose Wesen. Getrieben von ihren Emotionen. Von ihrem Instinkt. Mit Logik hat das nichts zu tun. Ich denke, das sie nicht anders können. Sie sind so, wie sie sind. Verurteilen und richten tue ich sie nicht. So sollen sie auch mit uns verfahren.
Das Problem ist aber, das sie in uns nicht Menschen sehen, sondern Autisten. Das ist eine Definition der Muggel für unsere Art. Nun damit müssen wir leben, nicht sie. Würde ich sagen, das sie am Neurotypischen-Syndrom leiden, würde ich nicht verstanden werden. Muggel kapieren nicht, das auch sie nicht perfekt sind. Das auch sie nicht alles können. Uns gegenüber tun sie aber so. So erlebe ich sie zumindest. Sie meinen, das sie alles wissen. Das sie wissen, wie mit anderen Menschen umzugehen sei. Was sich gehört und was nicht. Das ist eine Lüge. Sie wissen es genau so wenig wie wir. Sie gehen einfach davon aus, das so wie sie sind, es richtig ist. Aber was ist richtig und was falsch? Wer entscheidet das? Die Mehrheit? Kann die Mehrheit auch irren? Laut Muggel nicht. Aber sie kann irren. Ein Mensch mag intelligent sein. Eine Menge ist es nicht. Sie ist dumm. Das zeigen die Bilder in den Nachrichten. Davon zeugen die Geschichtsbücher. Die Menge der Muggel ist dumm. Sie rennen einfach jemandem nach. Übernehmen dessen Meinung. Nur nicht selber denken. So sehe ich das. Denken ist nicht das, was die Muggel können. Sie können anderes. Das besser als wir. Aber denken, das sollen sie nicht tun. Denn dann tauchen wieder ihre Emotionen auf. Dann drehen sie durch. Zerlegen eine Stadt oder beginnen einen Krieg. Dies wegen der Emotionen.
Für mich ist es eine Lüge, dass die Muggel alles im Griff haben. Sich am wenigsten. Sie verstehen nicht, das viele von uns nur versuchen über die Runden zu kommen. Das Leben einigermassen angenehm zu verbringen. Auch mit den Muggel.
Ich bin nicht gegen die Muggel. Ihnen habe ich viel zu verdanken. Ja selbst meine über alles geliebte Frau ist ein Muggel. Wobei. Für mich nicht. Für mich ist sie meine Frau. Kein Muggel. Dies nur am Rande.
Ich denke, dass die Muggel noch viel über uns lernen müssen. Wir aber auch über sie. Denn es kann nicht sein, das jede Seite meint, sie habe recht. Nur, wir sind in der Minderheit. Müssen uns also den Muggel fügen. Aber immer nur zu buckeln, das muss nicht sein. Wieso sollten nicht auch wir leitende Positionen haben? Wieso sollten wir nicht auch Verantwortung in Unternehmen übernehmen können? Wieso nicht? Ich meine nur weil wir nicht so sind, wie die Muggel, heisst das nicht, das wir das nicht könnten. Wir würden es anderes angehen. Anders kommunizieren. Davor haben die Muggel Angst. Sie denken, sie würden nicht mehr verstehen. Aber wir müssen verstehen, obwohl wir nicht verstehen. Verkehrte Welt ist das. Ich weiss auch nicht, wie ich das den Muggel beibringen kann, dass sie uns auch für ganze Menschen nehmen und nicht nur die Behinderten sehen.
Mit meinem Buch und Vorträgen versuche ich dem ein wenig entgegenzuwirken. Auch mit diesem Blog. Ich denke, wir sind heute so weit, dass wir uns der Welt stellen können. Das wir den Muggel sagen können was wir sind. Was wir können. Und am wichtigsten. Was wir wollen.
Ich will eine Gesellschaft in der es für alle möglich ist, zu erreichen was sie wollen. Wenn sie wollen und die Fähigkeiten haben. Und nicht gehindert werden und weil sie behindert sind. Das wünsche ich mir. Und keine Muggellügen. Lügen, das sie versuchen uns zu integrieren. Uns mit Therapien und weiss nicht was umerziehen wollen. Ich wünsche mir eine Gesellschaft in der wir alle einen Platz haben. Einen Platz der unser würdig ist. Und nicht ein Platz am Rande der Gesellschaft.