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Montag, 18. August 2014

Asperger und keinen Plan

Manchmal denke ich, dass ich alles im Griff habe. Ich denke, das ich alles kann, was ich will. Ist aber nur eine Kleinigkeit nicht so, wie ich mir das vorstelle, bricht alles zusammen. Ich habe keinen Plan mehr. Weiss nicht mehr was tun.
Wenn ich etwas tun muss, und sei es noch so eine Kleinigkeit, dann muss ich mir das vorstellen können. Es durchdenken. Das es dann aber anders sein wird, das weiss ich zwar, aber ich will es nicht wahrhaben. Ich denke also kann ich auch handeln. Aber meistens bleibt es beim denken. Handeln ist nicht so einfach. Listen schreiben. Listen im Kopf haben. Gut. Aber es reicht nicht. Ein Plan ist das nicht. Es sind nur Listen. Listen die endlos sind. Listen die nichts bringen, ausser noch mehr Listen.
Ich habe oft keinen Plan. Weiss nicht, wie ich was tun soll. Wie ich was beginnen soll. Das ist immer das Schwierigste. Das Beginnen. Doch auch das zu Ende bringen ist nicht einfach. Wieso etwas fertig machen? Ich meine, dann ist es fertig und es kommt was anderes. Aber was kommt? Ich weiss es nicht. Also schaue ich, das ich an etwas lange habe. Denn so weiss ich, was ich tun muss. Muss mich nicht auf was Neues einlassen. Das ist nicht so einfach. Das mit dem Neuen.
Wie ich dieses Problem lösen könnte, weiss ich nicht. Dafür habe ich keinen Plan. Ich kann mir es auch nicht vorstellen. Ich denke aber, dass es das Beste ich wenn ich versuche etwas einfach zu tun und nicht zu viel nachzudenken. Das gelingt mir nie. Aber ich versuche es immer und immer wieder. Die Hoffnung gebe ich nicht auf. Vielleicht schaffe ich es eines Tages.
Ich denke, dass das auch mit dem AdS zusammenhängen könnte. Dass ich mich einfach nicht richtig konzentrieren kann. Das ich immer wieder abschweife. Mich ablenken lassen. Das macht es nicht einfacher, einen Plan zu haben und auch zu Ende zu bringen.
Es ist schwierig für mich so etwas in kurzer Zeit fertig zu machen. Ich bin schnell. Aber durch das AdS brauche ich eben doch länger, als mir lieb ist. Damit muss ich leben. Nur, will ich damit leben? Ich meine, kann ich das so akzeptieren? Nein, ich kann es nicht. Aber ich kämpfe schon mein Leben lang dagegen an. Ich versuche mich zu konzentrieren. Versuche das, was ich im Kopf habe umzusetzen. Es bleibt eben meistens beim versuchen. Beim Denken. Nicht beim Handeln.
So ist es schwierig für mich einfach mal was zu tun. Spontan. Das liegt mir überhaupt nicht. Ich muss einen Plan im Kopf haben. Muss wissen wann ich wo was tue. Einfach so tun ohne darüber nachzudenken? Nein, das ist nicht einfach. Früher war es schlimmer als heute. Seit ich mit meiner Frau zusammen bin, gelingt mit wenigstens das ab und zu. Nicht immer. Aber es ist ein Anfang. Ich denke, dass ich jemanden brauche, der mir sagt was zu tun ist. Auch wenn ich gerne selber bestimme, so kann ich mich doch nie entscheiden. Dafür brauche ich immer noch Hilfe. Meine Frau ist mir da eine sehr grosse Hilfe. Sie weiss davon und hilft mir wo sie kann. Denn sie weiss, dass ich mich nicht gut oder gar nicht entscheiden kann. Wieso das so ist, weiss ich nicht. Wenn ich in einen Landen gehe um was zu kaufen, dann kann ich mich sofort entscheiden. Obwohl die Auswahl riesig ist.
Gut, ich überliste mich selbst. Ich kaufe immer das Selbe ein. So ist es einfach sich zu entscheiden. Aber für mich ist auch das ein Entscheid. Auch wenn ich immer das Selbe einkaufe. Ich musste mich ja auch mal entscheiden, was ich einkaufe.
Ich muss mir den Tag als Bild vorstellen können. Muss ihn sehen können. Wenn ich ihn nicht sehe, heisst das, dass ich nicht weiss was kommt. Ich habe keinen Plan. Das ist meistens so. Ich weiss nicht was der Tag bringt. Kenne nur ein paar wenige Sachen. Aber diese reichen, dass ich wenigstens etwas habe um nachzudenken. Aber einen Plan fehlt mir. Das macht die Tag auch so anstrengend. Sie sind nicht berechenbar. Müssen sie auch nicht sein. Aber es wäre einfacher für mich, wenn es so wäre. Ich würde nicht denken, was für ein langweiliger Tag. Nein er wäre spannend. Aber wenn ich nicht weiss, was der Tag bringt, bin ich blockiert. Ich kann nicht richtig denken. Erst zu Hause kann ich wieder denken. Das ist anstrengend. Aber ich kenne es nicht anders. Wenigstens weiss ich heute den Grund. Das reicht mir. Denn so kann ich denk Tag ertragen und denke nicht schon am Morgen an den Abend. Das tat ich früher jeden Tag. Das war damals mein Plan. Heute habe ich keinen mehr. Ich versuche das Beste aus dem Tag zu machen. Aber immer gelingt es mir nicht.
Dafür habe ich viele liebe Menschen um mich, die mich verstehen. Ich denke das ist etwas vom Wichtigsten. Denn dank ihnen kann ich fast ganz normal leben. Kann auch sagen, dass ich eigenständig bin. Obwohl ich weiss, das die anderen für mich einen Plan haben. Dafür bin ich ihnen dankbar. Besonders meiner über alles geliebten Frau. Den sie hilft mir, dass ich einen Plan habe. Das ich auch was erreichen kann. Und sei es nur einkaufen. Aber immerhin etwas.