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Freitag, 22. August 2014

Asperger und die Sprache lernen

Wie es scheint gibt es verschiedene Sprachen. Damit meine ich nicht die gesprochenen. Sondern die der Mimik und Gestik. Die der Emotionen. Die der Muggel. Sie gebrauchen eine Sprache die ich nicht verstehe. Die ich auch nicht kann. Ich wusste bis vor 3 Jahren nicht einmal das es sie gibt. Seit ich aber weiss, das es sie gibt, habe ich versucht, mit diese anzueignen. Doch ich bin gescheitert. Habe es nicht geschafft. Das verwundert mich heute auch nicht mehr. Denn wie will ich eine Sprache lernen, die ich nicht sehe. Ich kann sie also nicht nachahmen.
Für die Muggel ist diese Sprache normal. Sie verstehen nicht, das es Menschen gibt, die diese Sprache weder können noch sehen. Doch sie wollen, das wir sie auch können. Wir müssen diese Sprache lernen. Nicht Dürfen. Müssen. Das ist etwa das ich nicht verstehe. Wieso wollen die Muggel das wir etwas lernen, das wir nicht können. Ich kann denen ja auch nicht sagen, sie müssen lernen 100 Seiten pro Stunde zu lesen. Oder Zahlen in Formen und Farben zu sehen. Nur noch in Details zu sehen und denken. Ich sage auch nicht, das sie das müssen. Denn ich weiss das sie das nicht können. Nie können werden. Aber wir sollen ihre Sprache lernen. Die ist für sie wichtig. Nicht für uns. Ich spreche eine andere Sprache. Eine, die nicht viele verstehen. Doch bis jetzt bin ich so denke ich, gut durch das Leben gekommen. Ich sehe bis heute keinen Grund, wieso ich mich der Arroganz der Muggel beugen soll.
Woher die Muggel diese Arroganz nehmen, weiss ich nicht. Ich finde es nicht richtig, das wir etwas lernen müssen nur damit sie keine Angst mehr vor uns haben. Das sie uns endlich verstehen. Die sollen unsere Sprache lernen. Viele von uns tun ihr Bestes, damit sie nicht auffallen. Damit sie ein geregeltes Leben haben. Sie tun dies alles, obwohl sie wissen, was sie sind.
Die Muggel tun nichts dergleichen. Sie geben sich keine Mühe. Sie wollen unter sich bleiben. Wollen das alles so ist wie sie es wollen. Autisten sind keine einfachen Menschen. Aber wir sind Menschen. Ich denke, das vergessen die Muggel immer wieder. Sie sehen in uns nur die Autisten. Die Komischen. Die Behinderten.
Ich frage mich manchmal, wer behindert ist. Ich oder die Muggel? Ich meine, wenn ich mir die Welt so ansehe. Im TV oder auch in echt, so frage ich mich was das soll. Die Muggel verbreiten nur Chaos und Terror. Diese Muggel wollen  uns sagen was wir lernen sollen und was nicht. Die sollen zuerst lernen, sich im Griff zu haben. Sie sollen lernen nicht immer gleich töten und vernichten zu wollen. Sie sollen lernen, das es auch anders denkende Menschen gibt. Die nichts mit dem Muggelzeugs anfangen können. Aber dennoch leben wollen. So leben wollen wie sie wollen und nicht so, wie die Muggel das sagen, das es richtig ist.
Ich verstehe das Verhalten der Muggel nicht. Sie tun uns gegenüber so, als ob sie alles im Griff haben. Als ob sie alles wüssten und können. Aber dem ist nicht so. Das wissen sie auch. Nur es zugeben, das können die Muggel nicht.
Ich weiss also nicht, wieso ich ihre Sprache lernen soll. Wieso ich so sein soll wie sie. Ich werde das nie sein. Will es auch nicht sein. Denn wo wie ich bin, finde ich, bin ich in Ordnung. Ich sage aber nicht, dass nur ich recht habe und die Muggel falsch liegen. Es geht wie immer nur mit Toleranz und Respekt. Und nicht mit Arroganz und Heuchelei. Damit kann ich nichts anfangen. Die Muggel aber scheinbar schon.