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Donnerstag, 20. August 2015

Asperger und das Feedback

Kommunikation ist in der Welt der NT alles. Sie brauchen Rückmeldungen. Sie brauchen das Gefühl dass das was sie tun in Ordnung ist. Wieso das so ist, weiss ich auch nicht. Etwas ist oder eben nicht. Aber ich verstehe, das die NT viel Wert auf Kommunikation legen. Das ihnen der soziale Kontakt wichtig ist. Es ist nicht so, dass ich ihn nicht auch brauche. Aber nicht in dem Mass wie sie.
Für mich ist das zu anstrengend. Ich arbeite gerne im Team. Aber eben auch alleine.
Nur, so kann ich kein Feedback geben. Das ist nur mal so. Auch tue ich mir oft schwer anderen eine Rückmeldung zu geben. Denn, wenn etwas beendet ist oder es mich nicht mehr interessiert, existiert es für mich nicht mehr. Es ist wie gelöscht. Nun, das ist halt so. Ich kann ohne Probleme damit leben. Aber können es die NT? Nein, sie können es eben nicht. Denn, sie verstehen nicht, wie wir Autisten sind. Das das normal ist, für uns.
Sie gehen immer davon aus, dass alle so sind wie sie. Das alle das brauchen, was sie brauchen. Nun, sie irren. Denn wir brauchen anderes. Ich jedenfalls. Müsste ich auf alles achten, was den NT wichtig ist, so käme ich zu nichts. Denn ich wäre nur noch mit meiner NT-Rolle beschäftigt. Das will und kann ich nicht. Die müssen sich auch uns anpassen. Zumindest mit denen wir zu tun haben. Nicht immer wir uns ihnen. Das verstehen sie aber nicht. Denn dann müssten sie sich ja mit dem Thema Autismus auseinander setzten. Würden erkennen, das wir nicht so einfach sind. Nun, für sie. Für uns schon. Denn es sind doch die NT die diese komische Grenze machen. Nicht wir. Sie sind es die uns zu Autisten gemacht haben, nicht wir. Nur weil wir anders sind, heisst das noch lange nicht, das wir nicht auch gleiche Rechte und Pflichten haben.
Das Feedback ist für mich nicht wichtig. Wieso? Weil ich damit nichts anfangen kann. Nicht das ich es nicht brauche, aber ich verstehe es nicht. Ich weiss selber ob was gepasst hat oder nicht. Aber es geht scheinbar um mehr. Etwas das ich nicht verstehe. Dies, weil es nur von NT verstanden werden kann. Ich bin nun mal kein NT. Egal was ich tue, ich bin so wie ich bin. Muss ich mich um der NT Willen verstellen? Sicher nicht. Jeder soll so sein, wie er ist. Kein Mensch hat doch das Recht dem anderen zu sagen wie er sein muss. Aber das ist genau das, was die NT tun. Nicht nur mit uns, sondern auch mit ihrer eigenen Art. Ist jemand nicht so wie sie meinen das er sein muss, wir er therapiert. Autist oder NT spielt dabei keine Rolle. Verstehe ich wiederum nicht. Wer kann sich schon über einen anderen erheben? Woher nehmen die sich dieses Recht?
Vielleicht denke ich auch zuviel. Die NT denken sicher nicht so. Sie handeln einfach. Manchmal kommt es mir so vor, als ob die nur aus Emotionen bestehen. Alles muss ich denen unterordnen. Das ist für Menschen wie mich mühsam. Denn ich verstehe diese Sprache nun mal nicht. Lernen kann ich sie auch nicht. Da ich nicht weiss um was es geht. Ich lerne aber langsam ihre Emotions-Sprache.  Diese ist sehr komplex. Dazu gehört auch die Sache mit dem Feedback. Für mich ist es nur eine Bestätigung dessen was sie sich ausgedacht oder gemacht haben. Mehr nicht. Ich sehe in ihm keinen tieferen Grund. Wieso auch? Alles ist nur Information. Für mich. Aber eben, nicht für die NT. Für sie ist alles emotional. Sie verstehen nichts wörtlich. Sie meinen immer, dass sie interpretieren müssen. Das führt dann wieder zu Konflikten. Nur weil sie denken das man gedacht haben könnte, oder gemeint haben könnte. Kompliziert das Ganze. Aber so sind sie nun mal. Die NT.
Ich jedenfalls tue mir manchmal echt schwer mit ihnen. Aber manchmal auch nicht. Dann lasse ich sie einfach NT sein und denke nicht zu viel nach. Versuche ihnen zu geben, was sie brauchen. Versuchen. Naja, mehr ist es nicht. Denn von können kann keine Rede sein. Aber wer kann schon alles? Weder wir noch die NT.