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Mittwoch, 26. August 2015

Asperger und viele Menschen

Manchmal frage ich mich, woher all die Menschen kommen. Egal wo ich hingehe. Es ist immer voller Menschen. Sie verursachen Lärm und Chaos. Sie sind hektisch und denken nur an sich.
Viele Menschen sind nicht mein Ding. Ich mag es ruhig. Denn ich kann sonst nicht denken, meine Bilder nicht sehen. Aber nicht nur das. Es ist auch sehr anstrengend sich immer durch diese Schallkulissen bewegen zu müssen. Schall nehme ich auch am Körper wahr. Nun, das ist nicht angenehm. Besonders dann nicht, wenn viel geschrien oder gelacht wird. Wenn gepfiffen wird. All diese Geräusche scheinen die NT nicht zu stören. Denn wenn dem so wäre, würden sie damit aufhören. Ich jedenfalls verzichte darauf. Ich ertrage diesen Lärm den die NT machen nicht.
Viele Menschen sind für mich auch deshalb mühsam, weil ich aufpassen muss, dass ich nicht mit ihnen zusammenstosse. Muss mit der Körpersprache kommunizieren. Das kann ich aber nicht. Also muss ich berechnen wo die in den nächsten Sekunden sind. Das geht mit wenigen. Aber mit vielen ist es mühsam. Da muss ich so viel berechnen, dass ich das nicht lange aushalte. Wenige Minuten. Dann reicht es mir.
Aber das geht nicht immer. Denn ich ich muss ja raus. Einkaufen. Will was erleben. Da muss ich ob ich will oder nicht, mich den vielen Menschen aussetzen. Muss mich so gut ich kann in ihnen bewegen.
Was ich nicht mag, ist wen ich angesprochen werde. Dies auch weil ich nicht merke das ich gemeint bin. Ich sehe ja weder Gesichter noch Augen. Aber die NT kommunizieren genau damit. Wieder ein Minuspunkt für mich.
Ich vermeide wo ich es nur kann, mich grossen Menschenmengen auszusetzen. Denn ich will nicht nach wenigen Minuten so ausgelaugt sein, wie ein NT nach einem Tag. Wenn überhaupt. Die haben ja Filter. Das erleichtert ihnen das zusammensein. Die wollen auch zusammensein. Gemeinsam sein. Im Einkaufszentrum. Im Stau. Im Restaurant. Egal die wollen und müssen andere NT sehen. Ich nicht. Ich bin froh, wenn ich ausser meiner geliebten Frau nicht zu viele NT sehe oder mit ihnen zu tun habe. Wenige reichen. Die stressen ja schon oft genug mit ihrer komische Art.
Nun, ich weiss, dass ich aus ihrer Sicht komisch bin. Aber das interessiert mich nicht. Wieso? Weil mir das nichts bringt. Ich kann mich denen nicht noch mehr anpassen. Das sehen sie aber nicht. Sie meinen ich sei so. Nun, ich bin eben doch nicht so. Ich kann mich einfach unter den NT bewegen. Aber wehe sie fordern mich heraus. Dann verstehen sie mich nicht mehr. Sie begreifen meine Denkweise nicht. Wieso also sollte ich zu viel unter vielen Menschen sein. So komme ich mir oft nur wie ein Ausserirdischer vor. Viele Menschen viel Problem und Chaos. Keine Menschen Ruhe und Frieden. Zu hause habe ich genau das. Das ist auch einer der Gründe wieso ich gerne zu hause bin. Da habe ich Ruhe. Aber ich will ja auch raus. Muss auch raus. Sonst werde ich depressiv. Aber eben, alles im Mass.