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Montag, 13. Februar 2012

Grenzenlose Grenzen

Wie kann eine Grenze grenzenlos sein? Gibt es so was überhaupt?
Streng betrachtet hat auch das Grenzenlose eine Grenze. Die Grenze ist, das keine existiert. Ziemlich paradox. Nehmen wir wieder das Universum. Ich habe ja schon einige Male darüber geschrieben. Diesmal geht es aber um seine Grenzen. Doch wo liegen diese? Sind sie wie behauptet wird im Unendlichen, also nicht vorhanden, oder aber, ist es ein begrenzter Raum?
Nun, das Universum ist begrenzt in der Aussdehnung. Es hat aber keine Grenzen. Es ist ein Unendliche Fläche mit einem Unendlichen Volumen, das begrenzt ist. Also wieder ein Paradox. Aber es ist nur mal ein Paradox, das Universum. Es braucht also mehr, als nur bis an die Grenzen zu denken, man muss darüber hinaus denken. Wie verhält es sich an seinem grenzenlosen Raum. Dazu habe ich schon mal den Vergleich mit unserer Atmosphäre und den Weltraum gebraucht. Sie hat eine Grenze, und doch hat sie keine, da die Übergänge fliessend sind. So verhält es sich auch mit dem Universum. Der Übergang ins Ausserhalb, ist fliessend. Es ist eine Art Osmose, die stattfindet.
Doch es gibt auch noch andere Grenzen die grenzenlos sind. Das ist der Konsum. Er scheint grenzenlos zu sein, aber er ist doch begrenzt. Und zwar in zweierlei Hinsicht. Erstens durch das Geld, das zur Verfügung steht, aber auch durch die begrenzte Stückzahl eines bestimmten Konsumgutes. Und doch wird von grenzenlosem Konsum gesprochen. Es ist also wie mit den Grenzen des Universums. Es ist osmotisch. Geld und Warenmenge fliessen ineinander und beeinflussen sich gegenseitig. Je mehr Geld desto mehr Waren. Es sei denn, dass es ein künstliche Verknappung der Waren gibt, die den Preis rauf treiben soll.
Dass geht mit dem Universum nicht. Wir haben keinen Einfluss auf seine Mechanismen. Zum Glück haben wir die nicht. Es macht, was es soll, ohne den Menschen zu fragen. Wir können ihm also keine Grenzen setzten, nur uns selbst. Wir sind unsere eigenen Grenzen. Und doch sehen wir sie nicht. Denn wir halten uns für grenzenlose Grenzgänger. Also eine Gesellschaft, die meint, alles zu können und noch wichtiger, alles zu besitzen. Dabei setzt einem der Besitz wieder Grenzen. Nämlich die, dass man immer mehr besitzen muss und immer das neuste haben muss. Das ist die Grenze, die keine ist.Es geht immer so weiter. Grenzenlos zu sein, scheint in Mode zu sein. Und doch, wird uns die Natur eines Tages Grenzen setzen. Nämlich dann, wenn wir zum Beispiel kein Öl mehr fördern können. Dann muss und wird ein Umdenken stattfinden. Dies wird eine sehr harte Lektion werden, die es aber zu meistern gilt.
Doch bis es so weit ist, dauert es noch einige Jahre. Also wird einfach fröhlich weitergemacht, wie bisher. Das Umdenken hat noch Zeit. Doch irgendwann, wird es kommen, das Umdenken. Dann wird sich alles ändern.
Auch dem Verhalten der Menschen scheinen keine Grenzen mehr gesetzt sein. Denn die Menschen verhalten sich so, als ob sie alleine auf der Welt seine. Sie interessieren sich nicht für die anderen. Es sei denn, einer kommt ihnen zu nahe, oder macht, was ihnen nicht passt. Dann tauchen die Grenzen wieder auf. Aber bis dahin, bleiben alle Grenzen grenzenlos.