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Samstag, 18. Februar 2012

Mediale Schlammschlachten

Was sollen dies Schlammschlachten bewirken? Wozu sind sie gut?
Im Moment gibt es zwei grosse Ereignisse. Das Eine ist der Rücktritt von Bundespräsident Wulff und das Andere ist die Beschaffung von Kampfflugzeugen in der Schweiz. Bei beiden mischen die Medien kräftig mit.
Gestern hat Bundespräsident Wulff seinen Rücktritt bekannt gegeben. Wieso eigentlich? Nur wegen dieser scheinbaren Affäre die den scheinbaren Missbrauch in finanzieller Hinsicht betrifft. Die deutschen Medien haben sogar Sondersendungen ausgestrahlt. Mit immer den gleichen Bildern. Sie haben Einschätzungen von Experten verlangt. Und immer wieder die gleichen Bilder. Es war wie bei 9/11. Was Deutschland bewegt. Als ob es auf diesem Planeten nicht andere Probleme gibt. Aber scheinbar nicht. Denn dies alles wurde von den Medien aufgebauscht und ausgeschlachtet. Nach dem Schiffsunglück ist die Medienkaravane weiter gezogen. Das Schiffsunglück interessiert keinen mehr. Die Medien berichten nicht mehr darüber. Die mittlere Lebensdauer beträgt ca. eine Woche, danach muss was neues her. Denn, wenn alles geschrieben und gesagt ist, ist das Thema erledigt.
In der Schweiz sieht es ähnlich aus. Das VBS will den Schweden 22 Gripen abkaufen. Der Betrag komplett würde 3,1 Milliarden Schweizerfranken betragen. Jetzt wollen die Medien aber erfahren haben, dass nicht alles sauber gelaufen ist. Sie meinen, dass sie alles wissen, und sind auch plötzlich Experten auf diesem Gebiet. Dabei dauerte das Verfahren über 4 Jahre. Also eine Lange Zeit, in der viel passiert ist. Die Medien meinen aber, dass sie alleine in Besitz der Wahrheit sind. Desshalb musst letzthin Bundesrat Maurer und die Spitze des VBS vor den Medien Rede und Antwort stehen. Dabei kam nichts heraus, ausser, dass die Medien wieder viele Seiten schreiben konnten. Auch gibt es wieder viele Vermutungen und Intrigen. Wie immer. Das Problem dabei ist, dass es voraussehbar war, welches Unternehmen das Rennen macht. Ganz einfach, dass was den günstigsten Preis für die Jets anbietet. Es ist immer das Selbe. Doch noch ist es nicht ausgestanden. Die Staaten können immer noch Angebote machen. Allen voran Frankreich. Denn Dessault will der Schweiz immer noch 18 Rafele verkaufen. Der Grund ist aber der, das der amtierende Präsindent Frankreichs genau so etwas braucht. Es würde das Vertrauen in Frankreich stärken. Die Medien bauschen auch das wieder auf. Denn eigentlich es es ein Geschäft, indem es Gewinner und Verlierer gibt.
Medien lieben solche Sachen. Sie wollen immer etwas zu berichten haben. Am besten etwas, was sie selber steuern können. Sie wollen vorbereitet sein. Medien mögen es überhaupt nicht, wenn etwas unvorhergesehenes passiert. Denn dann sind sie überfordert. Somit wurde also der Abgang von Präsident Wulff und auch die Kampfjet Debatte von den Medien gesteuert. Sie haben sich damit befasst, und wollen nun ernten, was sie gesät haben. Sie wollen Zeitungen verkaufen, sie brauchen Auflagen. Sie wollen, dass man ihre Sendungen schaut. Doch diese sind voll mit Halbwahrheiten und Lügen.
Es ist wie im Buch "Die verlorene Ehre der Katharina Blum". Dabei geht es um den Springer Verlag. Und genau dieser Verlag ist einer von denen, die meinen das Land steuern zu können. Journalisten sind Personen, die meinen von allem eine Ahnung zu haben, aber sie doch nicht haben. Das sieht man an ihren Berichten. Sie stürzen sich auf jedes noch so kleine Detail und machen daraus eine riesen Story. Doch meistens ist nichts dahinter, oder die Realität ist ganz anders.
Ich selbst beobachte das alles und lese auch Artikel dazu. Was man sich aber immer machen sollte, sind eigene Gedanken und das alles hinterfragen. Denn die Medien konstruieren ihre Berichte so, dass man nicht denken sollte, sondern das was sie berichten als Wahrheit hinnehmen. Das funktioniert auch ganz gut. Denn es wird darüber diskutiert. Aber eigentlich ist es nur ein Geschäft, das der Medien. Und zwar ein übles und dreckiges. Es geht auch nur um Macht und Geld. Die Medien sind nicht besser, als die Politiker. Sie arbeiten auch sehr eng mit denen zusammen. So lange jedenfalls, bis sich ein Journalist verletz fühlt oder seine Karriere in Gang bringen will. Dann wendet sich das Blatt.