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Freitag, 20. Dezember 2013

Asperger und das Gleichsein

Muggel verstehen nur das, was sie kennen. Wenn etwas, oder jemand anders ist, so versuchen sie, dies zu ändern. Sich anzupassen. Sie können nicht verstehen, das es Menschen gibt, die nicht so sind wie sie. Sie gehen einfach davon aus, das alle die Welt ungefähr so wahrnehmen sie. Sie gehen davon aus, dass das Gegenüber sich so verhält wie sie es erwarten. Ist dem aber nicht so, haben sie ein Problem. Sie sind verwirrt.
Autismus ist einfach eine andere Sichtweise. So wird es immer wieder gesagt. Ich sage, nein. Es ist ein Behinderung. Aber eine, mit der ich gut leben kann. Ich lasse mir nicht mehr vorschreiben, ich sein muss. Was ich sagen muss, wie ich reagieren muss. Die Muggel wollen einem immer ändern. Wollen eine immer sagen, was richtig und was falsch ist. Dabei wissen sie es selber nicht. Frage ich sie, so wissen sie auch nicht, woher ihre Behauptungen kommen. Sie sagen immer das Selbe: "Man macht das halt so..." oder "Man sagt das halt nicht..." Was oder wer in diesem Fall "man" auch immer ist. Sie wissen es auch nicht. Aber sie sagen es immer und immer wieder. Zudem bestehen sie darauf, dass sie Recht haben. Sie sagen, sie haben Empathie. Sie behaupten, dass sie einen Paradigmawechsel machen können. Ich frage mich, ob das nicht einfach Behauptungen sind. Denn ich erlebe immer wieder, dass sie das auch nicht können. Aber behaupten, dass sie es können. Ich denke, dass vieles einfach nur gespielt ist. Das sie sich selber etwas vormachen. Aber da es alle tun, ist das Verhalten wieder "normal". Wir Autisten fallen da aus der Rolle. Wir sind nicht so. Wir sagen, was wir denken. Tun, was wir tun wollen. Dabei spielt es keine Rolle, wie es dem anderen geht.
Das mag egoistisch sein. Ist es aber nicht. Es ist einfach eine andere Art zu leben. Ob sie besser oder schlechter ist, weiss ich nicht. Das spielt auch keine Rolle. Wichtig ist doch nur, dass es für einem selber stimmt. Die anderen schauen eh nur für ihren Vorteil. Sie wollen bestimmen. Sie wollen Recht haben.
Autisten sollten lernen, wie Muggel zu denken. Das ist doch das Ziel der Psychiater. Der Therapeuten. Sie wollen uns umerziehen. Sie wollen uns beibringe, wie ein Muggel zu sein. Nein, das mach ich schon lange nicht mehr mit. Seit ich mit alledem aufgehört habe, und meinen eigenen Weg gehe, geht es mir wieder gut. Seither kann ich wieder so sein, wie ich bin. Muss nicht immer achten, was ich mache. Ob es richtig oder falsch ist. Ich lebe so, wie ICH es für mein Leben für richtig halte. Und nicht so, wie andere denken, dass es für mein Leben richtig ist. So wollen nur, dass sie uns verstehen können. Dafür gibt die Gesellschaft Unsummen aus, um uns zu Muggel zu machen. Ich gehe davon aus, dass es ihnen nicht gelingen wird. Wieso sollen wir das, was wir sind, aufgeben? Wieso sollen wir unsere Fähigkeiten verlieren müssen? Dies um den Preis des Muggelseins. Nein, das muss nicht sein.
Ich bin gerne komisch. Ich bin gerne der andere. Mir ist das egal. Solange ich damit so durch mein Leben komme, wie ich will, passt alles. Sollen die anderen denken, was sie wollen. Muggel wollen immer, dass alle so sind wie sie. Wer nicht so ist, dem wird das, wenn es sein muss, mit Gewalt beigebracht. Die Geschichtsbücher und Nachrichten sind da der beste Beweis. Sie zeigen schön, zu was Muggel fähig sind, wen jemand anders ist. Wenn jemand nicht so denkt wie sie. Kriege, Tod Zerstörung und Unterdrückung sind die Rezepte der Muggel. Sie bauen riesige Armeen. Sie bauen Waffen die alles vernichten können. Dies nur, damit sie recht haben können. Damit sie über andere bestimmen können.
Ich bin froh, bin ich kein Muggel.