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Donnerstag, 19. Dezember 2013

Asperger und meine Liebsten

Immer mal wieder schreibe ich von meinen LIEBSTEN. Das sind in meinem Umfeld meine Eltern, mein Bruder und natürlich meine über alles geliebt Ehefrau.
Mir bedeuten sie alle alles. Denn sie geben mir den Halt, welchen ich brauche, damit ich den Alltag bestreiten kann. Damit ich mich auch zurecht finde. Denn einfach nur so sein, das geht bei mir nicht. Ich entscheide zwar immer alles alleine, aber ich frage doch meistens meine Frau oder meine Eltern. Mir ist es wichtig, was meine Familie denkt. Mir ist es auch wichtig, dass ich meine Familie regelmässig sehe.
Seit meinem Burn-Out und auch der Diagnose Asperger, habe ich erkannt, was es heisst, eine Familie zu haben die für einem da ist. Die einem auch in solch schweren Zeiten immer zur Seite steht. Die einem wieder aufhilft, wenn man nicht mehr kann. Dies war und ist bis heute so. Ich habe seit meiner Diagnose und all dem, einen viel engere Beziehung zu meinen Eltern. Mehr als je zu vor. Aber nicht so, das es mich stressen würde. Ganz im Gegenteil, ich bin auf vieles angewiesen, was sie sagen oder auch meinen. Ich höre ihnen immer aufmerksam zu. Mir ist es auch wichtig, dass ich mit ihnen einfach nur lachen kann. Aber ich komme mir nie vor, als ob ich ein Kind bin. Ich bin ihr Sohn, ja, aber sie nehmen mich auch als selbstständig lebender Erwachsener wahr. Sie behandeln mich auch so. Dafür bin ich ihnen auch dankbar.
Meinen Eltern und auch meinem Bruder habe ich vieles zu verdanken. Sie gaben und geben mir auch nie das Gefühl, dass ich alleine bin. Ich kann mich jederzeit, und damit meine ich wirklich jederzeit, mich bei ihnen melden.
Ich sehe meinen Eltern sicher 3-4 Mal pro Monat. Dies ist für ich auch immer die Gelegenheit, mich mit ihnen auszutauschen. Über die Arbeit hier bei Specialisterne, als auch über meine Frau. Ich kann mit ihnen über alles sprechen. Egal. Ich bin ihnen dafür auch dankbar. Denn so muss ich nicht alles einfach für mich behalten.
Das selbe gilt auch für meine Frau. Mit ihr bespreche ich wirklich alles. Sie ist für mich er Mittelpunkt meines Lebens. Sie ist für mich der Sinn. Es ist aber nicht so, dass ich mein Glück von ihr abhängig mache. Das sicher nicht. Aber ich LIEBE sie so sehr, das sie für mich einfach zu wichtig ist. Ich höre ihre auch gerne zu. Ich lache gerne mit ihr. Ich lebe gerne mit ihr. Teile meine Gedanke und auch mein Leben mit ihr.
Doch eines jedoch lasse ich mir nicht nehmen. Ich wohne alleine. Liebe und alles hin oder her. Ich brauche trotz aller Liebe und Verständnis, doch meinen Freiraum. Meine eigenen vier Wände. Mir ist das auch wichtig, dass ich auch Zeit für mich habe. Dabei stehe ich aber immer per SMS mit meiner Frau oder Eltern in Kontakt. Für mich passt das so. Hauptsache ich bin immer irgendwie mit meinen Liebsten verbunden. Sei es per Handy oder auch Gedanken.
Sie sind für mich mein Fundament. Sie geben mir den Halt den ich brauche. Sie sagen mir aber auch, wenn ich Gefahr laufe, dass ich mich überfordere. Wenn ich nicht mehr erkenne, dass ich nicht mehr kann. Sie sind immer für mich da, und ich aber auch für sie. Ich denke, dass das die LIEBSTEN ausmacht. Deshalb, heissen sie auch die LIEBSTEN.