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Donnerstag, 22. März 2012

Die Arbeitswelt

Ist sie überhaupt eine Welt, die Arbeitswelt? Wie ist sie beschaffen?
Es ist eine Art Welt, die nach ihren eigenen Gesetzten funktioniert. Sie ist das beste Beispiel für den Darwinismus. Denn nur die Stärksten überleben, oder kommen weiter. Überall wird um Stellung und Anerkennung gekämpft. Keine will sich eine Blösse geben. Jeder ist der Beste, und macht sicher keine Fehler. Das führt zu einem vergifteten Arbeitsklima und auch zu Unsicherheit. Wenn man über etwas nicht informiert wurde, so denkt man schon, man gehöre nicht mehr dazu. Sie also quasi mit einem Bein schon draussen.
Vielmals ist es so. Wer nicht mehr zu Sitzungen eingeladen wird, der sollte sich fragen, was läuft. Der Druck wird aber dadurch nicht kleiner. Im Gegenteil, er wird immer grösser und grösser. Viele erleiden dann ein Burn-Out. Das ist dann ein guter Grund, den Mitarbeiter zu entlassen. Er soll ja arbeiten, und nicht zu Hause sein.
Der Arbeitsdruck nimmt auch immer mehr und mehr zu. Es muss immer mehr in immer kürzerer Zeit erledigt werden. Kaum einer kann noch abschalten. Es werden auch Wochenenden durchgearbeitet und die Nacht muss manchmal auch dran glauben. Das alles führt zu einer völlig gestörten Gesellschaft.
Gegen Aussen wirken die Leute normal. Sie geben nicht zu, dass sie sich fast zu Tode arbeiten. Alles soll immer mühelos wirken. Doch irgendwann können sie nicht mehr.
Auch das Private bleibt da auf der Strecke. Alles wird der Karriere untergeordnet. Den sie ermöglicht einem ein gutes Leben, ein Leben, das sich sehen lässt. Man kann sie Dinge leisten, die nicht jeder hat, in die Ferien fliegen, was auch immer. Doch der Preis ist hoch. Aber, es sind nicht nur die eigenen Ansprüche, nein, es sind auch die Ansprüche der Kollegen. Denn die haben was, was man nicht hat. Um dazu zu gehören, muss man es sich auch besorgen. Ob man will oder nicht. Eine gewisse Lebensführung und Luxus gehören dazu.
Doch wieso sollte man so handeln? Wieso nicht so handeln, wie man es für richtig hält. Die anderen wissen nicht immer alles besser. Sie wollen nur ihre eigene Auffassung den anderen aufzwingen. Das funktioniert nicht lange gut. Denn wenn man immer alles nachmacht, so ist man doch immer zu langsam. Man sollte also einen eigenen Stil entwickeln, und auch dazu stehen.
Keine Tarnkappen, sonder das sagen, was man meint, und das machen oder kaufen, was zu einem passt. Doch genau daran hapert es. Ein Arbeitsplatz ist wie eine riesige Theaterbühne. Keiner ist der, den er vorzugeben gibt. Keiner ist so, wie er ist. Jeder spielt eine Rolle. Und genau das macht es so schwierig, in der Arbeitswelt voranzukommen. Denn Autisten verstehen genau das nicht, sie können es nicht interpretieren. Sie sind, wie sie sind. Das führt aber immer wieder zu Problemen, denn man versteht nicht, wieso man entlassen wird. Man hat doch nichts falsches gesagt oder gemacht. Doch das ist ein Irrtum, es wurde sehr viele falsch gemacht, und auch gesagt. Wir sind uns der Konsequenzen einfach nicht bewusst. Doch die andere reagieren anders als erwartet darauf.
Die Arbeitswelt ist also ein gefährlicher Ort. Ein Ort, der nicht verständlich ist. Einer der komisch ist.
Ich habe schon viele Stellen gehabt. Doch keine hat meinen Bedürfnissen entsprochen. Bis auf die Jetztige. Die ist für Autisten gemacht. Solche Arbeitgeber braucht es mehr. Denn so können auch wir, arbeiten, und müssen uns nicht immer Sorgen machen, ob wir was richtig sagen oder nicht. Wir können so sein, wie wir sind. Das ist das Wichtigste.