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Montag, 2. Januar 2012

Autismus und Gott II

Was kann ein Autist von der Bibel lernen? Mach es überhaupt einen Sinn, sich als Autist mit Gott zu befassen?
Einem Autisten fällt es schwer, die Zeichen und Regungen der anderen Personen zu interpretieren. Er ist verloren. Denn seine Sinne reichen nicht aus, diese zu erfassen. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm. Der Alltag kann auch gut ohne diese gemeistert werden. Und doch, es fehl etwas. Dieses Etwas kann aber nicht beschrieben werden, da es nicht bekannt ist.
In den Therapien lernt man, solche Signale zu erkennen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Es hilft, sich im Alltag besser auszudrücken, und mitzuteilen, was man meint oder will. Soweit so gut, bis hierhin braucht es die Bibel und Gott also nicht. Doch alles was drüber hinaus geht, da schon.
In der Bibel sind sehr viele Beispiele aufgeschrieben, welche ein richtiges Verhalten und auch ein Fehlverhalten aufzeigen. Es wird auch gezeigt, dass man nicht allem trauen so, und sich für alles begeistern soll. Das ist auch so eine Eigenart von Autisten. Die Begeisterungsfähigkeit. So kann man schnell auf etwas hereinfallen.
Die Bibel lehrt aber, wie man dies verhindern kann. Dies auch dadurch, das die Sachen hinterfragt werden, und nicht gleich akzeptiert werden.
Dazu kommt noch, dass ich schon einige Male vom Glashaus geschrieben habe. Ein Glashaus, indem man steht, hat einen leeren Raum um einem. Dieser Raum sollte aufgefüllt werden. Er soll der Verbindung gegen Aussen dienen. Und genau da kommt Gott ins spiel. Er kann diesen Raum füllen, und auch dafür sorgen, dass wir besser kommunizieren können. Dies trifft übrigens nicht nur auf Autisten zu, sondern gilt für alle Menschen gleichmassen. Aber für Autisten ist es doppelt schwer, mit der Aussenwelt Kontakt aufzunehmen.
Von der Bibel habe ich bis jetzt viel gelernt. Besonders, dass man, so wie man jemanden behandelt, er einem behandelt. Diese Erkenntnis ist so für sich gesehen, nicht neues. Aber das sich Bewusst werden dafür, das ist für mich neu gewesen. Auch sollte man niemanden so richten, wie man nicht will, dass man gerichtet wird.
Diese beiden Erkenntnisse sind für mich sehr wichtig, und erleichter mir den Umgang mit den Menschen.
Was aber immer noch ist, ist die Tatsache, das es sehr anstrengend ist, mit Menschen zu kommunizieren. Das wird sich auch nie ändern. Aber das Verständnis für das Gegenüber, ich denken, dass das wichtig ist.
Einem Autisten mag das nicht so wichtig sein, aber den NT's ist es wichtig. Das musste ich auch zuerst erkennen.
Gott selbst, mutet einem nur das zu, was man ertragen kann. Und mit dem Glauben, ist es auch einfacher, durch das Leben zu gehen. Er gibt einem mehr, als nur die blosse Existenz. Was aber dazu gehört, ist dass man sich auf diesen Weg begeben soll oder muss. Er wird einem Verändern und es braucht Mut dazu. Genau diese beiden Attribute sind es aber, die eine, Autisten fehlen. Veränderungen sind nicht erwünscht. Aber es ist nicht so, dass sich plötzlich alles ändert. Es ist vielmehr die Einstellung der Menschen gegenüber die sich ändert.